Serie "Tierische Vereine"
Zu Besuch beim Reit- und Fahrverein Gengenbach e. V.

Freuen sich über das Engagement der Mitglieder: Vereinsvorstände Margarita Lehmann (links) und Isabel Obleser.
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  • Freuen sich über das Engagement der Mitglieder: Vereinsvorstände Margarita Lehmann (links) und Isabel Obleser.
  • Foto: Dagmar Jäger
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Gengenbach (djä). Ob edles Ross oder des Menschen bester Freund, der Hund – Tiere bereichern unser Leben. Es macht Freude, sich mit ihnen zu beschäftigen. Und weil alles schöner ist, wenn es mit Gleichgesinnten geteilt wird, schließen sich auch Tierfreunde gerne zusammen. In unserer neuen Serie "Tierische Vereine" stellen wir solche vor. Den Anfang macht der Reit- und Fahrverein Gengenbach e. V. (RFV).

Hin und wieder ist ein leises Schnauben zu hören, wenn man über den Hof geht. Hufe klopfen auf den Boden, wenn sich ein Pferd im Paddock bewegt. An diesem ersten kühlen Herbsttag stehen sie jetzt, zur Mittagszeit, gerne vor ihrer Box im Freien und genießen dösend die wärmende Sonne.

Dach in Eigenleistung erneuert

Die Reitanlage liegt idyllisch gelegen am Ziegelwaldsee. Sie wurde vor über 30 Jahren erbaut und seither mit großem Engagement der Vereinsmitglieder des RFV instand gehalten und weiterentwickelt. Gut gepflegt bietet sie für Pferde und Reiter eine echte Heimat. Vor kurzer Zeit konnte das Dach auf dem Außenstall dank der fleißigen Mitglieder in Eigenleistung erneuert werden. "Das hat dem Verein rund 7.000 Euro erspart", weiß RFV-Vorstand Isabel Obleser. 22 Tiere stehen derzeit in den Boxen. "Wir haben alle Arten von Pferden hier, vom Kleinpferd mit einen Stockmaß von 1,45 Meter bis zu meinem schwarzen 'Riesen' mit 1,78 Meter", sagt Vorstandskollegin Margarita Lehmann.

Was fasziniert die Menschen am Pferd? "Die Leidenschaft hat man in sich – oder man hat sie eben nicht", erklärt Lehmann. Schon die Beschäftigung mit dem Tier ist beruhigend und entspannt. Die Bewegung beim Reiten macht einfach Spaß und ist gut für die eigene Laune. Dabei ist beim Reiten auch der Reiter körperlich gefordert, denn der sitzt ja nicht einfach nur obenauf. "Beim Ausritt im Gelände geht es gemütlicher zu. Dressur- und Springreiten ist auch für den Reiter ziemlich anstrengend", erklärt Lehmann.

Die meisten Mitglieder des RFV sind Freizeitreiter. Für sie ist ein Pferd so viel mehr als ein lebendiges Sportgerät. Die 22 Pferde sind im Privatbesitz. Zeit mit ihnen zu verbringen, gehört zum Freizeitvergnügen ihrer Eigentümer. Rund 170 Mitglieder zählt der Verein. Manche Familien "teilen" sich ein Pferd, es gibt Reitbeteiligungen und Mitglieder, deren Pferd gar nicht in Gengenbach steht und die den Verein einfach unterstützen. Dieser finanziert sich aus Beiträgen, Spenden und öffentlichen Mitteln und kann dank der Eigenleistung seiner Mitglieder auch Projekte wie das neue Stalldach verwirklichen, die sonst nicht leicht zu stemmen wären.

Neuer Pächter

Ab Oktober wird es in Gengenbach auch wieder Reitunterricht geben. Der Verein hat einen neuen Pächter gefunden, oder besser gesagt: "Der Pächter hat uns gefunden", so Obleser. Damit endet die mehrmonatige schulungsfreie Durststrecke. Besonders die Jugendlichen waren sehr traurig, dass sie nicht mehr reiten konnten. Nun ziehen mit dem neuen Pächter auch sechs neue Pferde ein. Dann wird wieder Reitunterricht angeboten und Kurse im Voltigieren. Demnächst gibt es den "Pferdekindergarten" am Wochenende mit betreutem Umgang mit dem Pferd und geführtem Reiten für kleine Kinder. Das Kinderlachen in der Reitbahn hat ihnen gefehlt, sagen Obleser und Lehmann. Mit dem neuen Pächter kommen auch spezielle Angebote wie das Ferienprogramm Ende Oktober.

Auch der Verein selbst organisiert Events für kleine Pferdefreunde, für die der Kontakt mit dem eleganten Tier das Größte ist. Beim Zeltlager im Sommer und den Aktionen, bei dem sie unter Aufsicht ein Pferd führen, putzen und Zeit mit ihm verbringen können, bekommt so mancher jugendliche Pferdefan leuchtende Augen. Aber ebenso die Erwachsenen schwärmen gerne von ihrem tierischen Teampartner. "Man kommt nervlich und körperlich gestresst an. Beim Satteln fährt man schon runter und nach dem Reiten ist der Kopf wieder frei", sagen Lehmann und Obleser. Besonders bei Ausritten kann die Natur mit dem vierbeinigen Kameraden ganz intensiv erlebt werden. Und oft ist das Pferd ein geduldiger Zuhörer, dem man vieles erzählen kann.

Flohmarkt auf Reitanlage

Am Samstag, 29. September, sind Besucher und Interessierte von 11 bis 15 Uhr auf der Reitanlage zu einem ganz besonderen Flohmarkt eingeladen. Hier kann Reitkleidung und alles rund ums Pferd angeboten und gekauft werden. Mit Flammenkuchen, neuem Wein sowie Kaffee und Kuchen findet eine zünftige Pferdeparty statt.

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