Sonderausstellung: Die Tracht im Spiegel der Kunst

Das Foto „Bubble Gum“ von Hans-Jörg Haas zeigt „die Tracht im Spiegel der Kunst“.
  • Das Foto „Bubble Gum“ von Hans-Jörg Haas zeigt „die Tracht im Spiegel der Kunst“.
  • Foto: Hans-Jörg Haas
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Gutach. Der Schwarzwald bietet eine sehr große Vielfalt an Volkstrachten. Darunter nimmt die
Gutacher Tracht einen herausragenden Platz ein und gilt weltweit als die
Schwarzwaldtracht par excellence. Dieser Tracht ist jetzt eine
Sonderausstellung im Kunstmuseum Hasemann-Liebich gewidmet. 

Anfangs des 19. Jahrhunderts haben Künstler angefangen, sich für die Tracht als
Motiv zu interessieren. Es sind aber zweifelsohne Wilhelm Hasemann und
Curt Liebich, so wie die vielen Maler der Gutacher Malerkolonie, die im
letzten Quartal des Jahrhunderts einen entscheidenden Beitrag dazu
hatten, der Gutacher Tracht ihre ersten großen Sternstunden zu
bescheren: einzeln als Porträts, aber auch in der Genremalerei werden
insbesondere Mädchen mit dem roten Bollenhut inszeniert. Auch die
Postkarten und die Werbung trugen maßgeblich dazu bei, die Gutacher
Tracht weit über die Grenzen des Schwarzwalds hinaus zu exportieren; bis
heute prägt sie auf positive Weise das Image des Schwarzwalds im
kollektiven Unbewusstsein.

Auch andere Schwarzwaldtrachten haben ihre Entstehungsgegend nachhaltig geprägt: die Hochschwarzwaldtracht, allgemein durch die „Bier-git“ von Rothaus bekannt, oder die Trachten
des Rheintals, die vom Hanauerland bis ins Markgräflerland über das
Elsass eine grenzüberschreitende Region kennzeichnen. 

Die vielen Facetten der Schwarzwälder Trachten werden durch zahlreiche Exponate
gezeigt: Gemälde, Zeichnungen, Werbungen, Postkarten, Fotografien oder
noch echte Trachten (in Originalgröße oder in Miniatur als Puppen)
machen aus der Präsentation eine besondere sehenswerte Ausstellung. Die
Sonderausstellung „Die Tracht im Spiegel der Kunst“ und die
Dauerausstellung sind vom 22. November bis zum 17. Januar 2016 im
Kunstmuseum Hasemann-Liebich, Kirchstraße 4 in Gutach zu sehen. Die
Öffnungszeiten sind mittwochs, sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr
(außer 25. Dezember). Sonderführungen nach Vereinbarung, Tel. 07833/959392.

Autor: st

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