Wesentliche digitale Verbindung über den Tälerrand hinaus wurde geschaffen
Der Breitbandausbau in der Ortenau: Backbone verlegt

Das frisch verlegte Backbone der Breitband Ortenau am Ringelbacher Kreuz in Kappelrodeck-Waldulm.
  • Das frisch verlegte Backbone der Breitband Ortenau am Ringelbacher Kreuz in Kappelrodeck-Waldulm.
  • Foto: Gemeinde Kappelrodeck
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Kappelrodeck (st). Die Breitband Ortenau GmbH & Co. KG nutzt die aktuelle Baumaßnahme eines Energieversorgers, um das ortenaukreisweite kommunale Backbonenetz voranzubringen. Die Trassenführung betrifft den Bereich von Oberkirch-Ringelbach über das Ringelbacher Kreuz und dann über die Gemeindegrenze nach Kappelrodeck in Richtung Waldulm.

Interkommunale Idee

"Bei aller Kritik am Ausbautempo: Diese bedeutende Acher-Renchtal-Verbindung zeigt, dass wir mit einer großen Einheit deutlich besser mit dem World Wide Web vernetzen können als in einer Insellösung. Und diese gute, große interkommunale Idee sollten wir nicht über Bord schmeißen", so Bürgermeister Stefan Hattenbach. 

Auch für Steuerzahler günstiger

Auf der aktuellen Ausbaustrecke für das Rückgrat der Ortenauer Daten-Infrastruktur zwischen dem Acher- und Renchtal gab es bis dato keinerlei glasfaserbasierte Netzstrukturen anderer Inhaber, die für die geplante interkommunale Verbindung genutzt werden könnten. Deshalb war auf der Strecke von Kappelrodeck nach Oberkirch der Aufbau von eigenen Strukturen der Breitband Ortenau im Wege der Mitverlegung bei der geplanten Baumaßnahme für das Stromversorgungsnetz das Mittel der Wahl: Da sich mehrere Beteiligte die Kosten teilen, wird es für jeden einzelnen und damit auch die Ortenauer Steuerzahler günstiger.

Teil einer Überlandverbindung

Die Trasse ist Teil einer Überlandverbindung von Kappelrodeck über Oberkirch bis nach Durbach und Appenweier. Auch in anderen Bereichen dieser Trasse wurden und werden aktuell Mitverlegungsmöglichkeiten für die Verlegung von Glasfaserstrukturen genutzt, so im weiteren Verlauf Richtung Oberkirch und im Bereich Durbach. Im Kappelrodecker und Waldulmer Ortsgebiet war erst jüngst der von der Telekom eigenfinanzierte Vectoring-Ausbau erfolgt: Knapp 20 Kabelverzweiger wurden mit aktiver Technik aufgerüstet, rund sieben Kilometer neue Glasfaserleitungen wurden verlegt.

Rund 2.000 profitieren

Davon profitieren laut Telekom 2.200 Kappelrodecker und Waldulmer Haushalte mit Download-Bandbreiten von bis zu 250 Mbit in der Sekunde. Nun muss geklärt werden, welche Haushalte in der Gemeinde noch unterversorgt sind, welche Kosten für die Anbindung dieser Haushalt für die Allgemeinheit anfallen und ob es nach der aktuellen Fördersystematik dafür Zuschüsse gibt.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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