Weiterentwicklung langjähriger Prozess
Kita St. Josef wird Kinder- und Familienzentrum

Bürgermeister Stefan Hattenbach (v. l.), Elena Bartoli, Brigitte Vogler und Dekan und Pfarrer Georg Schmitt freuen sich über die Weiterentwicklung.
  • Bürgermeister Stefan Hattenbach (v. l.), Elena Bartoli, Brigitte Vogler und Dekan und Pfarrer Georg Schmitt freuen sich über die Weiterentwicklung.
  • Foto: Gemeinde Kappelrodeck
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Kappelrodeck (st). Erneute Feierlaune gab es dieser Tage in der Kindertagesstätte St. Josef: Mit dem Zuschuss und der Zustimmung von Pfarrgemeinde- und Gemeinderat wird die Kindertageseinrichtung nun zum Kinder- und Familienzentrum weiterentwickelt. Dieser qualitative Entwicklungsschritt ist einer von einer Vielzahl der vergangenen zehn Jahre, doch es ist ein bedeutender, so Bürgermeister Stefan Hattenbach: "Wir sind was die qualitative Weiterentwicklung unserer Kindertagesstätte angeht vor rund zehn Jahren auf die Überholspur gegangen und haben Vollgas gegeben, und wir bleiben auf dem Gaspedal."

Familienfreundliche Gemeinde

Die Einrichtung des Kinder- und Familienzentrums am Standort der Kindertagesstätte in der Schulstraße sei für Kappelrodeck als prämierte familienfreundliche Gemeinde ein bedeutender Meilenstein auf ihrem Weg. "Diesen Weg werden wir weiterhin gemeinsam mit und für unsere Familien und den Jüngsten unserer Gemeinde beschreiten", so der Bürgermeister weiter. Brigitte Vogler, die die Einrichtung in Trägerschaft der Pfarrgemeinde leitet, weiß aus langjähriger Erfahrung in der ersten Anlaufstelle für Familien: "Die Familienphase wird heutzutage zur Hochleistungsphase: Geht es in den sich stetig und schneller wandelnden gesellschaftlichen und demografischen Strukturen beispielsweise um Paarbeziehung, Kinder versorgen, berufliche Position aufbauen, materielle Existenz sichern oder nahe Angehörige pflegen, dann sind ordentliche Aufgaben zu meistern."

Beratende Hilfe

Hierbei zu unterstützen und die Erziehungsverantwortung zu stärken, habe sich dabei der Bund sogar ins eigene Gesetzbuch geschrieben. Als "Seismographen der Gesellschaft" seien die Kindertagesstätte als Familienzentren prädestiniert, in Erziehungsfragen, in Fragen nach Bildungs- und Medienkompetenz, in der Alltagsbewältigung oder in politischen und gesellschaftlichen Fragen Beratung und Hilfe zu leisten und das bestehende und auszubauende Netzwerk auch hierfür zu nutzen.

Förderung der Talente

Kindergärten heute leisten mit der Arbeit in den Einrichtungen viel für Familien, die Betreuung und die Förderung der Talente der Kleinsten. Dennoch sind sich die Verantwortlichen von Gemeinde, Pfarrgemeinde und Kindertagesstätte in Kappelrodeck bewusst: Effekte auf Bildung und Entwicklung von Kindern in der Familie sind Langzeitstudien zu Folge zwei bis vier Mal so hoch wie außerhalb der Familie, psychosoziale, sozioökonomische und soziokulturelle Risikofaktoren in der Familie prägen stärker als eine außerfamiliäre Betreuung.

Erziehungspartnerschaft

Von einer idealen Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften in den Einrichtungen profitieren die Kinder in ihrer Entwicklung vor diesem Hintergrund enorm. Familie ist der effektivste und ökonomisch wichtigste Ort für eine nachhaltige Erziehung, der Einbezug von Eltern in das frühe Lernen zuhause hat großen Einfluss auf die Leistung und das soziale Lernen der Kinder.

Zuschuss von 10.000 Euro

Mit dem zusätzlichen Personal, das mit einem Zuschuss von 10.000 Euro gefördert wird, kann nun diese gewünschte Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtung zum Kinder- und Familienzentrum vollzogen werden und das Angebot an der Kindertagesstätte mit einem weiteren, großen Sahnehäubchen aufgewertet werden. Projektverantwortlich ist Elena Bartoli, die bereits in der Kindertagesstätte St. Josef arbeitet, Strukturen und Personen kennt. Ob jetzt die Beschriftung sofort geändert wird, bleibt offen.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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