Perfektes Diner des Jugendtreffs Badhiesel
"Das erste Roastbeef seit zwanzig Jahren"

Die Jugendlichen aus Goldscheuer servierten ihr Diner in der Bahnhofsmission Kehl.
  • Die Jugendlichen aus Goldscheuer servierten ihr Diner in der Bahnhofsmission Kehl.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl (st). Dreierlei Bruschetta mit Salat als Vorspeise, ein rosa gebratenes Roastbeef an Rosmarinkartoffeln und Grillgemüse im Hauptgang und als Dessert eine Variation aus Panna cotta, Fruchtsalat und einem Schokotörtchen: Ein Drei-Gänge-Menü wie im Sternerestaurant haben Jugendliche vom Jugendtreff Badhiesel und Bewohner des Diakonie-Wohnheims am Samstag zusammen mit einem ehrenamtlichen Koch auf den Tisch gezaubert. Zum „Perfekten Dinner“ im Gebäude der Bahnhofsmission hatten sie Wohnungslose eingeladen.

Schon um 12 Uhr mittags hatten sich die Jugendlichen vom Badhiesel-Jugendtreff mit Bewohnern des Diakonie-Wohnheims in der Schulküche in Goldscheuer getroffen, um mit den Vorbereitungen für das Drei-Gänge-Menü am Abend zu beginnen. Koch Inmar Alkadiri aus dem Restaurant Laubenlinde unterstützte sie dabei.

Anschließend ging es weiter in die Bahnhofsmission Kehl, wo das Mitarbeiter-Büro kurzerhand zur Küche umfunktioniert wurde. Außerdem stellte das Küchenteam Wärmebehälter für den Hauptgang auf sowie Kühlschränke für Vor- und Nachspeise; schmückte die Tische für die Gäste mit gespendeten Blumen und baute die Technik für Licht und Musik auf. Alles sollte perfekt sein für den großen Abend, zu dem insgesamt 45 Gäste geladen waren, darunter nicht nur Wohnungslose, sondern auch ehrenamtliche Mitarbeiter der Bahnhofsmission.

Als die Gäste schließlich ankamen, wurden sie mit einem alkoholfreien Willkommenscocktail empfangen, bevor das Menü serviert wurde. Einige wohnungslose Menschen zogen es vor, draußen am Bahngleis zu essen, um ungestört zu sein. Alle Gäste zeigten sich aber sehr dankbar für das kostenlose, aufwendig zubereitete Essen und freuten sich über jeden einzelnen Gang. „Ich habe seit 20 Jahren kein Roastbeef mehr gegessen“, sagte ein älterer Mann, der auf der Straße lebt.
Aber nicht nur für die Gäste, auch für die Jugendlichen war das Dinner in der Bahnhofsmission ein besonderes Erlebnis. Sie konnten mit den Wohnungslosen ins Gespräch kommen und einen Einblick in die Arbeit der Bahnhofsmission gewinnen. Zum Abschluss verteilten die Jungs und Mädchen zusammen mit den Bewohnern des Wohnheims Geschenktüten, die gefüllt waren mit gespendeten Kleinigkeiten wie Pralinen, Fruchtriegeln, Nüssen, Getränken, Duschgel und Handcreme.

Die Jugendlichen haben das Dinner für einen guten Zweck schon zum dritten Mal zusammen mit den Menschen aus dem Wohnheim in Goldscheuer zubereitet – es war das erste Mal, dass sie das Essen auch zu den Gästen brachten. Viele der Wohnungslosen hätten auch gar keine Möglichkeit gehabt, zu einem Dinner nach Goldscheuer zu gelangen, wo sich der Jugendtreff und die Schulküche befinden, erklärte Claudia Schnebel, Leiterin der Bahnhofsmission.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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