Tramhaltestelle am Rathaus wächst
Erste Wandscheiben geliefert und eingebaut

Millimeterarbeit beim Einbringen der Wandscheibe
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  • Millimeterarbeit beim Einbringen der Wandscheibe
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl (st). Die ersten beiden Wandscheiben für die Überdachung der künftigen Endhaltestelle der Tram sind am Freitag, 24. August,  mit dem Tieflader geliefert und mit einem Kran über die Schaltafel für das Dach eingehoben worden. Am Haken schwebte eine schwere Last: Eine Wandscheibe wiegt rund 8,5 Tonnen.

Ausgestattet wird die Endhaltestelle der Tram vor dem Rathaus mit zwei Dächern, die von jeweils zwei Wandscheiben getragen werden. Diese sind so groß, dass die Freiburger Firma Egenter aus Platzgründen nur zwei der vier benötigten Wandscheiben gleichzeitig herstellen konnte.

Kurz nach 12 Uhr traf der Tieflader an der Baustelle ein; die erste der beiden Wandscheiben wurde zunächst vom Kran des Lkws und dem Baustellenkran gemeinsam hochgehoben und in die Senkrechte gebracht. Anschließend schwenkte der Kranführer die Scheibe über die Schaltafel fürs Dach und dort über die vorgesehene Öffnung. Von Bauarbeitern wurde die Betonscheibe, deren Herzstück ein Stahlrohr bildet, in die ausgesparte Öffnung gependelt, bevor sie langsam abgelassen und in einem Winkel von 17 Grad auf den Boden aufgesetzt und mit Schrauben fixiert wurde.

Die Vorgänge wiederholten sich noch ein zweites Mal mit der zweiten Wandscheibe. Auch deren Einschwenken, Absenken und Festschrauben funktionierte perfekt. „Es hat alles auf den Millimeter gepasst“, freute sich Michael Heitzmann, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, und lobte, „dass die Firma Adam sehr präzise gearbeitet hat“.

Während am Freitag gleich noch der Blitzschutz für die Wandscheiben eingebaut wurde, wird am Samstag, 25. August,  eine Betonplombe als Korrosionsschutz über die Ankerschrauben gesetzt.

In der nächsten Woche stehen die Stahlarbeiten fürs erste Haltestellendach an; parallel dazu werden Gerüst und Schaltafel für den zweiten Teil der Haltestelle aufgebaut. Wenn es die Witterung zulässt, wird gegen Ende der nächsten Woche das erste Dach betoniert. Der Beton muss so abgezogen werden, dass das Dach ein leichtes Gefälle bekommt und Regenwasser künftig nicht auf dem Dach stehen bleibt, sondern abfließt. „Das geht nur, wenn es nicht zu stark regnet“, erklärt Marcello del Giudice vom Gebäudemanagement. Die betonierten Dächer müssen dann 28 Tage in ihrer Schalung aushärten, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Knapp 460.000 Euro kosten die beiden Tramdächer, die von dem Berliner Architekturbüro J. Mayer H. entworfen wurden. Wenn alles glatt geht, werden sie ab Ende September ohne Gerüst und Schalung zu sehen sein.

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