Müllsammelaktion am Kehler Altrhein
Grünes Klassenzimmer mit der Falkenhausenschule

Die Müllsäcke füllten sich auf dem Weg entlang des Altrheins zur Überraschung der  Schüler sehr schnell mit allerlei Unrat, darunter sehr viel Plastikmüll. [spreizung][/spreizung][fotovermerk]Foto: Stadt Kehl[/fotovermerk]
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  • Die Müllsäcke füllten sich auf dem Weg entlang des Altrheins zur Überraschung der Schüler sehr schnell mit allerlei Unrat, darunter sehr viel Plastikmüll. [spreizung][/spreizung][fotovermerk]Foto: Stadt Kehl[/fotovermerk]
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Kehl (st). Ausgerüstet mit Müllbeuteln, Zangen und Handschuhen haben 21 Schüler einer dritten Klasse der Falkenhausenschule im Rahmen des Grünen Klassenzimmers entlang des Kehler Altrheins allerlei Unrat eingesammelt. Die unterschiedlichen Müllarten begutachteten die Kinder anschließend gemeinsam mit der städtischen Umweltpädagogin Insa Espig auf dem Schulgelände – und überlegten dabei, wodurch insbesondere die große Menge an Plastikmüll verringert werden kann.

Auf dem kurzen Weg vom Schulhof der Falkenhausenschule bis zum Weißtannenturm füllten sich die Müllbeutel rasch mit den unterschiedlichsten Dingen: Glasflaschen, Chipstüten, Alufolie, unzählige Zigarettenstummel und sogar eine Haarbürste fanden die Jungen und Mädchen, die sehr überrascht waren, festzustellen, wie viel Müll tatsächlich in die Natur geworfen wird. Einen großen Anteil an der eingesammelten Abfallmenge machte Plastik aus. „Plastik ist fast überall zu finden“, erklärte Insa Espig den Kindern, die spontan überlegten, was in ihrem direkten Umfeld alles Plastik enthält: „Der Schulranzen, die Trinkflasche, meine Jacke…“.

Nach einer kurzen Frühstückspause zeigte Insa Espig anhand eines kleinen Experiments, dass Plastik auch in Dingen vorkommt, in denen man es nicht unbedingt erwartet: Über einen mit Wasser gefüllten Eimer legte sie ein Sieb, auf das Sieb gab sie eine Waschlotion, dann zog sie es durch das Wasser. Übrig blieben zur Überraschung der Kinder kleine Plastikkügelchen. Doch nicht nur durch Duschgel gelange Plastik in das Wasser, erklärte die Umweltpädagogin. „Wenn Plastikmüll in Fließgewässer geworfen wird, wird dieser auf das Meer hinausgetrieben und dabei in immer kleinere Bestandteile zerrieben.“ Dieses Mikroplastik sei so klein, dass es von Meeresbewohnern mit der Nahrung aufgenommen werde. „Wenn wir Meerestiere essen, die Plastik zu sich genommen haben, landet es schließlich auf unserem Teller und in unseren Körpern.“

Nach dem anderthalbstündigen Ausflug überlegten die Jungen und Mädchen deshalb bei der Müllauswertung in ihrem Klassenzimmer gemeinsam mit Insa Espig, wie man Plastikmüll vermeiden kann. Zum Frühstück hatten die meisten eine Plastiktrinkflasche und eine Vesperdose aus Plastik dabei – Alternativen könnten Brotdosen aus Metall und Glasflaschen mit Schutzmantel sein, erklärte die Umweltpädagogin laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Auch könnten die Kinder zum Beispiel beim Einkauf mit den Eltern darauf achten, loses Obst und Gemüse nicht in dünne Plastiktüten zu stecken, sondern es entweder ohne Verpackung zu kaufen oder einen Stoffbeutel zu verwenden. Generell sei es gut, Artikel zu wählen, die in möglichst wenig Verpackungsmaterial angeboten werden.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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