Feuerwehreinsatz im Kehler Yachthafen
Havarie eines Speedbootes

Vorsichtig wurde das gekenterte Boot mit einem Kran aus dem Wasser gezogen.
3Bilder
  • Vorsichtig wurde das gekenterte Boot mit einem Kran aus dem Wasser gezogen.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl (st). Mit 25 Einsatzkräften hat die Feuerwehr am Montagnachmittag, 20. August, am Yachthafen ein Speed-Boot vor dem Versinken gerettet und verhindert, dass auslaufendes Öl das Rheinwasser verunreinigt. Das dreieinhalb Tonnen schwere Gefährt musste mithilfe eines Krans aus dem Wasser gezogen werden; verletzt wurde niemand.

Als der Wasserrettungszug der Feuerwehr wenige Minuten nach Eingang des Notrufs auf dem Gelände des Nautic Clubs anrückte, war ein erheblicher Teil des Speed-Bootes bereits gesunken, das ohne Passagiere am Steg des Hafens befestigt war. Um zu verhindern, dass sich auslaufendes Öl im Rhein ausbreitet, wurden zunächst zehn Ölsperren mit einer Länge von insgesamt 50 Metern um das Boot gelegt. Anschließend wurde das Boot leergepumpt und mithilfe eines Krans aus dem Wasser gehoben. Dafür mussten Feuerwehrmänner an Land und auf einem Boot im Wasser sowie ein Taucher gemeinsam eine Schlinge um den hinteren Teil des Bootes legen.

Danach war sehr präzise Arbeit gefragt: Der Kranführer zog das Boot langsam aus dem Wasser, damit es nicht nach vorne oder zur Seite kippen konnte. Nachdem sich der gesunkene Teil des Bootes wieder oberhalb der Wasserlinie befand, versuchten die Einsatzkräfte, das Boot von der Schlinge zu befreien und es wieder selbstständig schwimmen zu lassen. Mit vollem Körpereinsatz drückten die Feuerwehrmänner dafür die höhere Seite des Boots herunter, sodass es beim Ablassen der Schlinge waagerecht auf dem Wasser schwamm.

Nach fast drei Stunden Arbeit war das Speed-Boot geborgen; anschließend saugten die Einsatzkräfte noch das verschmutzte Wasser aus dem Rhein, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt.„Unser Ziel war es, eine Gewässerverunreinigung zu verhindern und das haben wir geschafft“, freut sich Einsatzleiter Roland Walter. Der Grund für das sinkende Boot sei noch unklar, es handele sich wohl um einen technischen Defekt.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen