Asiatische Hornisse
Mehrere Nester im Freibad Auenheim entdeckt

Im Freibad Auenheim wurden mehrere Nester der Asiatischen Hornisse entdeckt. | Foto: Stadt Kehl
  • Im Freibad Auenheim wurden mehrere Nester der Asiatischen Hornisse entdeckt.
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Kehl (st) Im Freibad Auenheim sind insgesamt 14 Nester der Asiatischen Hornisse entdeckt worden, teilt die Stadt Kehl mit. Dabei handelt es sich ausschließlich um sogenannte Gründungs- oder Embryonalnester, also frühe und noch sehr kleine Brutstätten. Ein Großteil war bereits nicht mehr bewohnt. Aufgefallen sind sie während der laufenden Vorbereitungsarbeiten für die Freibadsaison, die am Donnerstag, 14. Mai, beginnt.
Entdeckt wurden die Gebilde eher zufällig. Mitarbeitende waren gerade dabei, Spinnweben unter dem Dach des Freibadgebäudes zu entfernen, als sie auf ein Nest stießen. Anschließend suchten sie das Gelände genauer ab und fanden weitere Behausungen, die sich überwiegend an Holzbalken unter dem Dach befanden. „Embryonalnester sind oft nur tischtennisballgroß und deshalb leicht zu übersehen“, erklärt der städtische Umweltbeauftragte Gregor Koschate. Auch in Hecken, Gartenhütten oder anderen geschützten Bereichen können sich die kleinen Nester verstecken. Von Embryonalnestern geht verhältnismäßig wenig Gefahr aus. Zu diesem frühen Zeitpunkt befindet sich nur die Königin darin und legt ihre Eier für die ersten Arbeiterinnen ab. Problematisch wird es etwa fünf bis sechs Wochen nach der ersten Eiablage, wenn sich daraus größere Primärnester entwickeln. Sie erkennt man an den Arbeiterinnen, die zur Verteidigung auf ihrer Behausung sitzen. „Schon wenn sich ein Primärnest entwickelt hat, sollte man mindestens fünf Meter Abstand halten“, rät Gregor Koschate. Schließlich errichten sie meist in großer Höhe an anderer Stelle ein Sekundärnest. In ihnen können mehrere Tausend Tiere leben. Eine Fachfirma zur Schädlingsbekämpfung wurde bereits mit der Entfernung der Brutstätten beauftragt. Die Mitarbeitenden des Freibads werden das Gelände in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin aufmerksam kontrollieren.

Ausbreitung in der Region

Die Asiatische Hornisse breitet sich immer weiter in der Region aus. Während 2024 lediglich 13 Nester in Kehl gemeldet wurden, lag die Zahl 2025 schon bei 95. Für 2026 rechnet Gregor Koschate sogar mit mehr als 300 Funden im Stadtgebiet. Besonders für Wild- und Honigbienen, aber auch für andere heimische Insekten stellt die invasive Art ein Problem dar.
Mögliche Nester können über die Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt (https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse-melden) gemeldet werden. Benötigt werden dafür Angaben zum Fundort, das Funddatum, ein Foto zur Bestimmung der Art sowie die Kontaktdaten. Wenn es sich tatsächlich um ein Nest der Asiatischen Hornisse handelt, gibt die LUBW anschließend per E-Mail Handlungsempfehlungen.
Wichtig ist: Nester sollten nicht selbst entfernt werden. Seit 2025 gilt die Asiatische Hornisse bundesweit als etablierte Art. Auf Privatgrundstücken liegt die Entfernung von Nestern grundsätzlich in der Verantwortung der Eigentümerinnen und Eigentümer. Die Landesregierung fördert die Entfernung von Primärnestern im Zeitraum von 1. Mai bis 31. Juli in Höhe von 60 Euro je Nest. Die Stadt Kehl entfernt die Gebilde auf öffentlichen Flächen und an städtischen Gebäuden, wenn von ihnen eine Gefahr ausgeht.

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