Vorher in Offenburg
Tilman Berger leitet Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt

Tilman Berger bezieht sein neues Büro in der Villa "RiWa".

Kehl (st). Die Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt (GWA) hat einen neuen Leiter: Tilman Berger nimmt ab sofort die Arbeit in der Villa "RiWa" auf. Zuvor war er mehr als 13 Jahre in der Offenburger Gemeinwesenarbeit tätig.

"Hervorragende Strukturen"

Über seinen Wechsel in die Rheinstadt musste er jedoch nicht lange nachdenken: „Kehl ist weit über seine Stadtgrenzen hinaus für seine gute Arbeit in der Kreuzmatt und in Kehl-Dorf bekannt. Daher hat es mich gereizt, diese Herausforderung anzunehmen“, berichtet Tilman Berger. „Ich habe hier hervorragende Strukturen vorgefunden; die beiden Stadtteile haben großes Potential.“ In einem ersten Schritt lernt der gebürtige Freiburger momentan die Menschen, Institutionen und Vereine der Kreuzmatt kennen, für das nächste Jahr sind allerdings schon konkrete Ideen vorhanden, die darauf warten umgesetzt zu werden.

„Jeder funktionierende Stadtteil muss in erster Linie Menschen zusammenbringen und neue Erfahrungen schaffen. Hier möchte ich ansetzen“, erläutert der 57-Jährige. Kehl bietet dabei durch seine einzigartige Lage viele Möglichkeiten: „Es kann durchaus sinnvoll sein, das deutsch-französische Stadtteilfest wieder aufleben zu lassen, damit Begegnungen über den Rhein erleichtert werden“, sagt Tilman Berger. „Aber auch ungewöhnliche Aktionen sind für mich denkbar. Warum nicht eine Veranstaltung mit dem Namen Klassik trifft Kreuzmatt als Open-Air-Event vor der Villa RiWa organisieren?“ Immerhin seien die Straßen des Stadtteils nach berühmten Komponisten benannt und solch eine Aktion brächte unterschiedliche Menschen aus ganz Kehl zusammen.

Neben neuen Projekten sei es wichtig, die guten Vernetzungsstrukturen aufzugreifen und sinnvoll zu nutzen. So hatte die Kreuzmatt bis vor drei Jahren einen eigenen Begleitausschuss, welcher vor der Verwaltung und dem Gemeinderat die Bedürfnisse des Stadtteils vertreten hat. „Wenn in diese Richtung Interesse besteht, könnte ein solches Gremium wiederbelebt werden“, sagt der Leiter der GWA. Als weiteres Beispiel für eine gute Gemeinwesenarbeit sieht Tilman Berger die Arbeit in Kehl-Dorf.

Gemeinwesenarbeit in Zeiten von Corona

„Oftmals hilft es in der Gemeinwesenarbeit schon, wenn man die verschiedenen Personen eines Wohngebiets miteinander ins Gespräch bringt“, erklärt Tilman Berger. Durch regelmäßige Begegnungen der einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner entstehe auf natürliche Weise eine Gemeinschaft, in der wiederum die verbindenden Interessen erkennbar würden. Solche Formate hat die GWA in der Vergangenheit bereits mehrfach angeboten. Derzeit sind das Frauenfrühstück, der Mädchenfußball und die Grillfeste vor der Kita Kreuzmatt aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht mehr möglich.

Ein Dauerzustand soll das aber nicht bleiben: „Die Menschen aus der Kreuzmatt waren vor dem Lockdown gut vernetzt, die Grillfeste wurden von vielen im Quartier sehr geschätzt“, hat Tilman Berger erfahren. „Unsere Hauptaufgabe in der GWA wird es sein, die bewährten Strukturen wieder zum Laufen zu bringen, soweit es die äußeren Umstände erlauben.“
Bei all den Ideen dürfe nicht vergessen werden, dass dies nur Vorschläge seien: „Die Bewohnerinnen und Bewohner der Kreuzmatt und aus Kehl-Dorf sind Experten für ihre eigenen Lebensbedingungen, sie wissen selbst was sie brauchen“, erklärt er. „Wir geben nur Hilfestellungen und ermöglichen den Menschen, ihren eigenen Stadtteil nach ihren Wünschen zu gestalten und weiterzubringen.“

Zur Person

Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger studierte Tilman Berger in Bremen Sozialwesen und Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt Erwachsene. Bevor er in Düren mehr als acht Jahre im Bund-Länder-Programm Soziale Stadt tätig war, hat er sein Anerkennungsjahr in einer Großwohnsiedlung in Bremen absolviert. 2007 wechselte er dann in die Nähe seiner Heimat, nach Offenburg. Dort war er im Stadtteil- und Familienzentrum Oststadt zuständig für die Gemeinwesenarbeit. In Kehl ist er unter Telefon 07851/882400 und per Mail an t.berger@stadt-kehl.de erreichbar.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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