Kräuterwanderung mit Insa Espig
Unkraut wird zur wilden Frühlingsküche

Beim Sammeln der Kräuter erklärt Insa Espig der Gruppe, welche wild wachsenden Pflanzen essbar sind, wo man sie findet und worauf man beim Pflücken besonders achten sollte.
  • Beim Sammeln der Kräuter erklärt Insa Espig der Gruppe, welche wild wachsenden Pflanzen essbar sind, wo man sie findet und worauf man beim Pflücken besonders achten sollte.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl (st). Gefüllte Eier mit Wiesenknopf, Giersch-Brennnesselnockerl mit Radieschen-Bärlauch-Salat und schokolierte Gundermann-Blätter auf Erdbeer-Sahne-Quark – diese Leckerbissen hat die städtische Umweltpädagogin Insa Espig 13 Kehlern im Rahmen einer Kräuterwanderung auf einer Streuobstwiese in der Nähe des Naturerlebnispfades aufgetischt. Beim Sammeln der Kräuter lernte die Gruppe, welche wild wachsenden Pflanzen essbar sind, wo man sie findet und worauf man beim Pflücken besonders achten sollte.

„Wir suchen die Kräuter auf dem Damm beim Naturerlebnispfad“, kündigte Insa Espig zu Beginn der Wanderung an. Dieser sei nach den Angaben eines Biologen eingesät worden, weshalb dort eine Vielfalt an Kräutern zu finden sei. „Im Grunde darf jeder Kräuter pflücken, wo er will“, erklärte Insa Espig der neugierigen Gruppe.

Man solle allerdings beachten, dass auf vielbesuchten Spazierwegen nicht nur Wildtiere, sondern auch zahlreiche Hunde ihre Ausscheidungen in den Grünstreifen hinterließen. Gutes Abwaschen oder erhitzen der gesammelten Kräuter sei daher Pflicht. Vorsicht sollten Kräutersammler auch bei den hochgiftigen Maiglöckchen walten lassen, wie die Umweltpädagogin betont: „Man verwechselt sie schnell mit Bärlauch und sollte die Blätter im Zweifelsfall besser stehenlassen.“

Auch dass man aus Gundermann einfach und schnell eine gesunde und leckere Limonade zubereiten kann, lernten die Teilnehmer der Kräuterwanderung. Ein Zweig des Krautes reiche zusammen mit einem Bund anderer Kräuter wie beispielsweise Giersch für ungefähr 7,5 Liter. Dann noch etwas Apfelsaft und je nach Geschmack auch Zitrone oder Zucker dazu, und „fertig ist die gesunde und schmackhafte Limonade“. Die Umweltpädagogin erläuterte auch, dass man beim Pflücken von Kräutern immer darauf achten sollte, nicht die Wurzeln aus der Erde zu ziehen, damit die Pflanze wieder neu austreiben könne.

Nachdem die Truppe genug Kräuter gesammelt hatte, ging es zu einer Streuobstwiese in der Nähe des Naturerlebnispfades, die mit einer Feuerstelle ausgestattet ist. Die Teilnehmer konnten dort mit den gepflückten Kräutern ein vielseitiges Drei-Gänge-Menü im Freien zubereiten. Dafür wurden sie in verschiedene Gruppen eingeteilt: Während ein paar Teilnehmer fleißig Radieschen wuschen und schnitten, waren andere damit beschäftigt, Eier auf der Feuerstelle zu kochen und das Eigelb mit Kapern, Zwiebeln und dem gesammelten „kleinen Wiesenknopf“ zu vermischen. Andere wuschen die Brennnesseln und den Giersch aus, vermengten beides mit Quark, Mehl und Gewürzen und formten die Masse zu Nockerl.

Während Insa Espig im Anschluss auf dem offenen Feuer Grillbrote backte, bereiteten die anderen den Nachtisch vor: Dafür mussten Erdbeeren gewaschen, geviertelt sowie mit Quark und Sahne vermischt und der Gundermann schokoliert werden. „Es war sehr schön und interessant, ich komme auf jeden Fall wieder“, sagte eine Teilnehmerin. Auch die anderen der Gruppe stimmten ihr zu.

Die nächste Kräuterwanderung mit Umweltpädagogin Insa Espig findet am Donnerstag, 27. Juni, unter dem Motto „Wilde Sommerküche“ statt. Dabei werden Gerichte aus Sommerkräutern zubereitet, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Zu der Veranstaltung sind auch Kinder eingeladen. Eine Anmeldung erfolgt unter Telefon 07851/3222 oder per E-Mail an kehl@vhs-ortenau.de bei der Volkshochschule Ortenau.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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