Sommerwirtschaft: Amend Rohstoff GmbH setzt ökologische Maßstäbe

Fiona Härtel und Patrick Amend auf einem Rundgang über das Betriebsgelände am Hafenbecken II in Kehl.
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Kehl. „Wir haben den richtigen Weg gewählt“, sagt Patrick Amend, Geschäftsführer der Amend
Rohstoff GmbH, die zum 1. Januar 2013 ihr Unternehmen von Offenburg nach
Kehl verlagert hat. „Am Standort Offenburg gab es Unsicherheiten mit
der Bahn, das Gelände war nur gemietet, der Lärm bei der Verarbeitung
hat die Anwohner belästigt“, denkt Amend zurück. Kurz: Der Standort sei
nicht mehr zeitgemäß gewesen.

In Kehl ist das anders: Das Unternehmen betreibt keinen Schrottplatz, wie man ihn aus Krimiserien
kennt – leicht schmuddelig und unaufgeräumt. Das Gegenteil zeigt der
Besuch im Rahmen der Serie Sommerwirtschaft mit Wirtschaftsförderin
Fiona Härtel am Standort im Hafen. 31.000 Quadratmeter groß ist das
Gelände, auf dem die unterschiedlichsten Rohstoffe lagern. 80
verschiedene Sorten von Stahlschrott und Metallen werden bei Amend
unterschieden. Jede Sorte hat ihren eigenen Lagerplatz. Unter dem
gesamten Gelände befindet sich ein Auffangbecken. „Wir erfüllen
modernste Anforderungen an den Umweltschutz“, ist Patrick Amend zu recht
stolz auf den Betrieb.

Der größte Teil des Materials lagert unter freiem Himmel, es gibt aber auch eine Wertstoffhalle. Von der
Anlieferung bis zum Umschlag, alles ist perfekt durchorganisiert. „Wir
haben einen Umschlag von 120.000 bis 130.000 Tonnen Schrott pro Jahr,
davon werden 90 Prozent per Schiff verladen“, sagt Patrick Amend, für
den die Lage am Hafenbecken II einer der größten Vorteile ist. „Das
entspricht 60 Lkw-Ladungen.“ Ein Plus für die Umwelt, aber auch ein
Kostenvorteil, denn der Transport per Schiff ist günstiger.

Angeliefert wird allerdings immer noch hauptsächlich mit dem Lastwagen. „Wir
arbeiten mit Produktionsbetrieben aus der ganzen Region zusammen“,
erklärt Amend. Deren Produktionsabfälle werden in Kehl sortiert und
bearbeitet. Große Teile werden mit einer Schrottsäge kleingemacht.
Anlieferungen von Privatleute machen nur einen Bruchteil des Geschäftes
aus. „Jedes Stahlwerk hat andere Qualitätsanforderungen an den Schrott,
den es verarbeitet.“

Die Kunden des Rohstoffunternehmens sitzen hauptsächlich in ganz Europa – darunter auch das Kehler Stahlwerk. „Wir
konnten die Mengenströme in Kehl ordentlich erhöhen“, ist der Firmenchef
mit der Entwicklung zufrieden. 26 Mitarbeiter sind hier beschäftigt,
zwei Drittel davon in der „Fertigung“, ein Drittel im Büro.

Autor: Christina Großheim

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