3.000 Kinder und Jugendliche nutzen Mediatheksangebot
Offizieller Auftakt für Frederick-Tag

Zum Auftakt des Frederick-Tags schickten Lahrer Schüler Luftballons mit Leseempfehlungen auf die Reise.
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  • hochgeladen von Daniela Santo

Lahr (ds). "Wir treffen Helden von Frederick bis Peter Pan", hieß es in einem Rap, den Schülerinnen der Gutenbergschule zum landesweiten Auftakt des Frederick-Tags am Montag zum Besten gaben. Nicht nur die alten und neuen Helden der Kinder- und Jugendliteratur stehen im Mittelpunkt des Lesefestivals, das bereits zum 21. Mal in Baden-Württemberg ausgerichtet wird. Vielmehr soll mit dem Frederick-Tag, der sich über fast einen halben Monat erstreckt, für eine aktive Leseförderung und eine Verbesserung der Lesekompetenz geworben werden. Mit dabei sind Schulen, Bibliotheken, Kindergärten, Volkshochschulen, Buchhandlungen, Vorlesepaten, Vereine, Landfrauenverbände, Eltern und viele mehr. 1.900 Schulklassen an 460 Schulen mit 920 Veranstaltungen hat der Frederick-Tag bis zum 26. Oktober in diesem Jahr zu bieten. Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, Frank Mentrup, Oberbürgermeister von Karlsruhe und Vorsitzender des Landesverbands im Deutschen Bibliotheksverband, Peter Rottenecker, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Lahr, sowie Moderator Ralph Caspers, bekannt aus "Die Sendung mit der Maus", machten Lahrer Viertklässlern am Montag im Stadtmuseum Lust auf Lesen. Denn lesen mache nicht nur Spaß, sondern fördere das Sprachgefühl, das wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen in der Schule sei. "Wer liest, setzt sich außerdem mit anderen Ideen und Ländern auseinander und bildet sich so", ergänzte Frank Mentrup. Er merkte allerdings an, dass von elf Millionen Baden-Württembergern noch immer 20 Prozent keine Stadtbibliothek oder Mediathek in ihrer Nähe hätten. "Wir müssen dafür sorgen, dass allen Kindern der Zugang zu einer Bibliothek möglich ist", appellierte Frank Mentrup.

Lahrer Kindern ist es möglich. Und dass sie das Angebot auch tatsächlich nutzen, zeigte am Montag nicht nur die Fingerprobe. Auch die Statistik der Lahrer Mediathek belegt, dass Lesen bei Kindern und Jugendlichen nicht out ist: So haben im vergangenen Jahr genau 1.623 Kinder bis zwölf Jahren mindestens einmal etwas in der Mediathek ausgeliehen, für die Schule und die Freizeit. "Aber es leihen natürlich auch viele ältere Jugendliche Medien bei uns aus. Viele Mütter leihen auch für ihre Kinder auf den eigenen Ausweis aus. Aufgrund dessen schätzen wir, dass die Mediathek pro Jahr von rund 3.000 Kindern und Jugendlichen genutzt wird", erläutert die Mediatheks-Leiterin Birgit König auf Anfrage des Stadtanzeigers. Ganz oben auf der Ausleihliste steht im Moment "Gregs Tagebuch", aber auch andere Comic-Romane und Fantasy-Bücher werden von allen Altersgruppen sehr gerne gelesen. "Auch die Klassiker werden noch gerne gelesen. Nicht nur Pippi Langstrumpf, sondern alle Bücher von Astrid Lindgren sind beliebt, sowie die Bücher von Paul Maar, Cornelia Funke und Otfried Preußler", weiß Birgit König.

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