Tobias Fischer im Porträt
Der Mann, der lieber aufbaut als verwaltet

Tobias Fischer aus Oberkirch ist ein Macher mit Bodenhaftung. Der Geschäftsführer des InnoLaB33 unterstützt Gründer, engagiert sich für die Region und glaubt daran, dass aus guten Ideen, Mut und Tatkraft Neues entstehen kann. | Foto: Michael Bode
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  • Tobias Fischer aus Oberkirch ist ein Macher mit Bodenhaftung. Der Geschäftsführer des InnoLaB33 unterstützt Gründer, engagiert sich für die Region und glaubt daran, dass aus guten Ideen, Mut und Tatkraft Neues entstehen kann.
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Lahr. Wenn Tobias Fischer etwas nicht schnell genug geht, packt er selbst an. Für den Umbau des neuen Gründerzentrums InnoLaB33 auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Lahr hat er schon eigenhändig Räume ausgeräumt. „Ich habe mich da zwei Tage einquartiert und Zeug rausgerissen“, erzählt der 35-Jährige. Der Satz passt zu ihm. Fischer gehört nicht zu den Menschen, die lange darüber diskutieren, wer für etwas zuständig ist. Er macht lieber. Diese Haltung begleitet ihn schon lange. „Wenn ich sage, ich kümmere mich drum, dann ist es erledigt“, sagt er. Verbindlichkeit ist ihm wichtig. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum die Gesellschafter des InnoLaB33 ausgerechnet ihm den Aufbau des neuen Gründer- und Innovationszentrums anvertraut haben.

Als Kind sei er eher ein Beobachter gewesen

Dabei war Fischer nie der Lauteste. Als Kind sei er eher Beobachter gewesen. Einer, der verstehen wollte, wie Dinge funktionieren. Der Elektrikersohn aus Appenweier wuchs mit Werkzeug, handwerklichen Projekten und technischen Fragestellungen auf. Noch heute findet er seinen Ausgleich draußen – bei der Jagd, im Vereinsleben oder auf seinem Oldtimer-Traktor. „Wenn ich irgendwas repariert habe und es funktioniert, dann freue ich mich heute noch wie früher.“
Geprägt haben ihn aber nicht nur Technik und Handwerk. In seiner Familie spielte ehrenamtliches Engagement eine große Rolle. Schon früh lernte er, Verantwortung für andere zu übernehmen. Eine Erinnerung ist ihm besonders geblieben: Wenn er in der Schule schneller fertig war als andere, schickte ihn seine Mutter zu den Mitschülern, die Hilfe brauchten. Dieser Gedanke begleitet ihn bis heute.
Heute begleitet er selbst Gründer beim Aufbau ihrer Unternehmen. Dabei gehe es nicht nur um Räume oder Schreibtische, sondern vor allem um Kontakte, Ideen und Unterstützung. Genau darin sieht er die eigentliche Aufgabe des InnoLaB33. Eine Zeit bei Audi bestärkte ihn in dieser Haltung. „Ich bin kein Konzernkind“, sagt er – zu viele Hierarchien, zu viele Abstimmungen. Ihm liegt der direkte Weg mehr als Taktieren.
Also ging er seinen eigenen Weg. Schon während des Studiums programmierte er Webseiten und verdiente damit Geld. Später gründete er eine Unternehmensberatung. „Ich wollte es ausprobieren. Sonst hätte ich es mir irgendwann vorgeworfen.“

Austausch und Menschen, die bereit sind zu helfen

Von dieser Erfahrung profitiert er heute im Umgang mit jungen Unternehmern. Viele hätten gute Ideen, sagt Fischer. Entscheidend sei aber, an sie zu glauben und dranzubleiben. „Gründen tut man nicht zwischen acht und siebzehn Uhr.“ Gleichzeitig beobachtet er, dass viele ihre Ideen zu lange für sich behalten. Dabei entstünden erfolgreiche Unternehmen fast immer durch Austausch, Kontakte und Menschen, die bereit sind zu helfen.
Wenn Fischer über die Ortenau spricht, klingt das fast wie eine Liebeserklärung. Er schätzt die vielen Familienunternehmen, die Tüftler und die Menschen, die lieber machen als reden. Genau darin sieht er die Stärke der Region. Das InnoLaB33 soll dazu beitragen, dass aus Ideen neue Unternehmen entstehen.
Wenn das InnoLaB33 dazu beitragen kann, neue Unternehmen hervorzubringen und die Innovationskraft der Ortenau zu stärken, wäre er zufrieden. Und wer ihn kennt, weiß: Wenn Tobias Fischer sagt, dass er sich darum kümmert, dann ist meist schon etwas in Bewegung geraten.

Tobias Fischer aus Oberkirch ist ein Macher mit Bodenhaftung. Der Geschäftsführer des InnoLaB33 unterstützt Gründer, engagiert sich für die Region und glaubt daran, dass aus guten Ideen, Mut und Tatkraft Neues entstehen kann. | Foto: Michael Bode
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