Ihr Begleiter durch die Woche
Drei Könige – oder mutige Weihnachten

Dekan Rainer Becker

Denken Sie eigentlich noch an Weihnachten? Ich meine, das ist nun ja schon fast zwei Wochen her. Der Tannenbaum sieht nicht mehr ganz so frisch aus und unliebsame Geschenke sind bereits umgetauscht. Dabei wird es jetzt erst so richtig ernst! Ja, an diesem Sonntag wird Weihnachten zum politischen Ernstfall. Denn jetzt geht es nicht mehr um ein schönes Familienfest mit Kerzenschein, sondern um Macht und Mord – und Mut! Sie verstehen das nicht?

Standen und staunten

Damals hat das auch keiner so richtig verstanden. Damals, nur wenige Tage nach der ersten Weihnacht, als Jesus noch ein kleines Baby war, da standen sie plötzlich an seiner Krippe: drei Könige oder Sterndeuter. Die standen da und staunten – und verstanden eben nichts. Denn was sie da sahen, passte nicht in ihr Weltbild: Dieses einfache Kind im armseligen Stall soll der neue König der ganzen Welt sein? Ist ja eigentlich unmöglich. Kaum zu glauben! Aber doch wahr? Oder warum sollte dieses Baby dann umgebracht werden. Denn das wussten die drei verspäteten Weihnachtsgäste: Auch andere suchten in Bethlehem nach diesem Baby. Eine Razzia war im Gange, um dieses Kind aus dem Weg zu schaffen. Irgendetwas Besonderes muss schon dran sein an diesem Krippenkind, sonst würde es nicht so bald nach seiner Geburt mit dem Tod bedroht werden.

Politische Weihnachtsgeschichte

Und damit beginnt die politische Weihnachtsgeschichte: Die drei Stallbesucher verraten nicht, was sie gesehen haben. Sie riskieren ihr eigenes Leben, um das kleine Baby und seine Eltern vor seinen Verfolgern zu schützen. Eine abenteuerliche Flucht beginnt und das Christkind wird zum Flüchtlingskind. Im benachbarten Ausland findet die kleine Familie schließlich Sicherheit.
Solche Weihnachten wünsche ich heute auch Ihnen: Mutige Weihnachten, um das Leben der Kinder zu schützen vor der Mordlust und Hartherzigkeit der Mächtigen.
Dekan Rainer Becker,
evangelisches Dekanat Lahr

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