Christof Fischer-Rimpf leitet Festivalbüro der Puppenparade Ortenau
Wahl-Lahrer ist vielseitig engagiert

Christof Fischer-Rimpf ist vielfältig ehrenamtlich engagiert, weil er die Stadt Lahr, die zu seiner Heimat geworden ist, mitgestalten möchte.
  • Christof Fischer-Rimpf ist vielfältig ehrenamtlich engagiert, weil er die Stadt Lahr, die zu seiner Heimat geworden ist, mitgestalten möchte.
  • Foto: Michael Bode
  • hochgeladen von Daniela Santo

Lahr. Auch wenn in den vergangenen Jahren einiges zur Routine geworden ist, ist die Vorfreude bei Christof Fischer-Rimpf auch in diesem Jahr groß. Vom 23. März bis 14. April findet die Puppenparade Ortenau statt, deren Festivalbüroleiter der Wahl-Lahrer ist. "Am Anfang war ich unbedarft, heute ist es eine Passion", gibt der 54-Jährige zu. Als Projektreferent, so bezeichnet er selbst seinen Beruf, stieß Fischer-Rimpf erstmals 2003 zur Puppenparade, die damals nur in Lahr stattfand und vom Kulturamtsleiter Gottfried Berger 1999 ins Leben gerufen wurde. 2006 übernahm Fischer-Rimpf die Leitung des Festivalbüros. "Die Puppenparade war zu groß geworden und konnte nicht mehr allein vom städtischen Kulturamt gemanagt werden", berichtet er. Schon damals hatte ihn das Figurentheater "gefangen genommen", mittlerweile hat Christof Fischer-Rimpf rund 200 Stücke gesehen und mit hunderten Ensembles aus ganz Europa Kontakt. Die Puppenparade erlaubt es ihm, Hobby und Beruf zu verbinden. "Das kann ich glücklicherweise zwar in vielem, doch das ist der extremste Bereich", sagt er.

Eigentlich hatte Christof Fischer-Rimpf ursprünglich ganz andere berufliche Pläne. In der Vulkaneifel aufgewachsen, zog es ihn 1986 in den Süden Deutschlands. In Freiburg studierte er erst Religionspädagogik und als sich sein Interesse verlagerte, auch noch Erziehungs- und Politikwissenschaften. Seine Frau Rosemarie Rimpf, ebenfalls Religionspädagogin, lernte er während des Studiums kennen. "1992 haben wir geheiratet und sind dann nach Lahr gezogen, als meine Frau hier als Dekanats-Jugendreferentin angefangen hat", erzählt er. Schon während seines zweiten Studiums kam das erste von drei Kindern und Christof Fischer-Rimpf übernahm die Rolle des Hausmannes.

Organisation war schon immer seine Stärke

"Eine meiner ersten nebenberuflichen Tätigkeiten war damals die Mit-Organisation der Ökomesse in Friesenheim", erinnert er sich. Arbeit, Gruppen und Veranstaltungen zu koordinieren und organisieren gehörte schon immer zu seinen Stärken. Nach und nach entdeckte er außerdem seine Liebe zur Grafik. "Ich dachte mir damals, wenn ich in Lahr auf eine Stelle als Erziehungswissenschaftler warte, dann warte ich noch lange", erzählt Christof Fischer-Rimpf, der Anfang 2000 den Schritt in die Freiberuflichkeit wagte. Heute betreut der Projektreferent 40 bis 50 Kunden aus verschiedenen Bereichen, hauptsächlich aus Sozialem, Kultur und Ökologie. "Ich übernehme konzeptionelle Arbeit und biete Organisationsberatung für Gruppen und kleine Firmen", beschreibt er seinen beruflichen Alltag. Parallel arbeitet er im Kundenauftrag an Umsetzung und Bekanntmachung, mit Flyern, Website oder Anzeigen. 

"Lahr ist seit vielen Jahren mein Mittelpunkt. Hier leben meine Familie und Freunde, hier arbeite ich und verbringe meine Freizeit", betont er. Aus diesem Grund möchte Christof Fischer-Rimpf die Stadt, die zu seiner Heimat geworden ist, mitgestalten. So hat der "Grünen-Sympathisant" etwa die Initiative Fairer Handel mitbegründet, die Träger des Weltladens Esperanza ist. Noch heute ist er im Vorstand des Vereins. Ebenfalls in der Vorstandschaft ist er im Jugendwerk im Ortenaukreis. Er hat den Car-Sharing-Verein mitbegründet und ist Sprecher der Lokalen-Agenda-21-Gruppe Zukunfstfähiges Lahr. "Wir haben die zur Zeit laufende Zertifizierung Lahrs als Fair-Trade-Stadt initiiert", berichtet Fischer-Rimpf. Außerdem ist er stellvertretendes Mitglied im Kulturausschuss der Stadt. "Darüber hinaus bin ich Mitorganisator des Rheingeflüsters und Mitglied in der dortigen Jury für kulturelle Projektförderung", zählt er weiter auf. Bei allem Ehrenamt findet Christof Fischer-Rimpf aber auch immer Zeit für Privates: "Seit 20 Jahren gehe ich jeden Donnerstag Badminton spielen. Da kann fast kommen, was will, meine Familie weiß das und meine Kunden auch", so Fischer-Rimpf. Radfahren ist eine weitere Leidenschaft des 54-Jährigen: "Ich fahre fast immer mit dem Rad." Und die Eisdiele in der direkten Nachbarschaft zu seinem Büro nennt er sein zweites Wohnzimmer: "Es ist ein wunderbarer Ort für die kleine Pause zwischendurch. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, mich dort bei einem Cappuccino anzutreffen", plaudert er aus.
Daniela Santo

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