3.000 Quadratmeter werden aufgeforstet
Gemeinde pflanzt für die Zukunft

Julian Seiter (vorne) und Hans Baumann (hinten) bei der Pflanzung von Douglasien am Laufer Sodkopf
  • Julian Seiter (vorne) und Hans Baumann (hinten) bei der Pflanzung von Douglasien am Laufer Sodkopf
  • Foto: Gemeinde Lauf
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Lauf (st). – „Wir pflanzen heute die Zukunft“, freute sich Laufs Bürgermeister Oliver Rastetter beim Vor-Ort-Termin im Laufer Wald beim Sodkopf. Dort forstet der gemeindeeigene Forstbetrieb unter Leitung von Revierförster Michael Ratzel eine rund 3.000 Quadratmeter große Fläche auf. „Im vergangenen Jahr hatten wir hier bei den Fichten einen massiven Käferbefall und haben die Fläche geräumt“, so Ratzel, „nun bringen wir hier rund 600 dreijährige Douglasien ein, um unseren Mischwald zu stärken.“ Die Douglasie kann sich dank ihrer Trockenheitsresistenz dem Klimawandel gut anpassen. Insgesamt forstet die Gemeinde in diesem Jahr rund drei Hektar neu auf, zum Einsatz kommen neben der Douglasie auch Lärche, Ahorn und ganz neu die Zeder.

Keine Monokulturen

Doch es entstehen keine Monokulturen, durch die Naturverjüngung wachsen auf den Pflanzflächen auch Fichten und Buchen. „Unser Ziel ist es, einen abwechslungsreichen Wald zu pflegen, der sowohl einen hohen Natur- und Erlebniswert, aber auch eine solide nachhaltige Wertschöpfung bietet.“ Doch bis die jungen Douglasien den vollen Ertrag bringen, dauert es rund 70 Jahre. Und auch nur wenige werden dieses Alter erreichen. „Wir rechnen mit rund 2.500 Pflanzen pro Hektar, davon werden nach und nach rund 100 Bäume als Zukunftsbäume definiert, alle anderen werden über mehrere Hiebe in den nächsten Jahrzehnten schon waldbaulich genutzt“, erklärt Ratzel das Konzept der nachhaltigen Fortwirtschaft. Und dies bedeutet auch wahre Knochenarbeit. In den Steillagen des Schwarzwaldes kann die Pflanzung nur in Handarbeit erfolgen. „Ich bin stolz auf meine Waldarbeiter“, so Ratzels Dank an Julian Seiter und Hans Baumann aus Sasbachwalden, die nun alle gemeinsam hoffen, das die guten Witterungsverhältnisse des Frühjahrs mit einem feuchten Boden auch das Jahr über andauern und die zarten Jungpflanzen gut anwachsen.

Jäger reagieren auf Verbiss

Und auch mit den Jägern pflegt man ein gutes Verhältnis. Während andernorts die Jungbäume in Plastikmanschetten gepackt werden, möchte man in Lauf darauf verzichten. „Wir beobachten die Pflanzflächen, und wenn der Verbiss zunimmt, greifen die Jäger gezielt hier ein“, berichtete Ratzel, und Rastetter ergänzte: „Wir wollen in unserem Laufer Wald weder Plastik noch Chemie.“

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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