Maren Seifert auf Gemeindebesuch
Neuried hat einige Zukunftspläne
- Die Offenburger Landtagsabgeordnete Maren Seifert (Grüne) trägt
sich auf Einladung des Bürgermeisters Tobias Uhrich in das Goldene Buch der Gemeinde Neuried ein. - Foto: Abgeordentenbüro Maren Seifert
- hochgeladen von Christina Großheim
Neuried (st) Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, wird es auch für die Beschäftigten im Neurieder Rathaus ungemütlich. Die baulichen Gegebenheiten lassen die Räume bei großer Hitze so stark aufheizen, dass ein regulärer Arbeitsalltag zeitweise kaum noch möglich ist. Für Bürgermeister Tobias Uhrich ist das ein Beispiel dafür, weshalb sich die Gemeinde auf veränderte klimatische Bedingungen einstellen muss. Wie Neuried diese Aufgabe angeht und welche weiteren Vorhaben anstehen, erfuhr die Offenburger Landtagsabgeordnete Maren Seifert (Grüne) bei ihrem Gemeindebesuch, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem erhielten Uhrich und Seifert beim Neurieder Unternehmen Warimex, das unter anderem hinter der kultigen Diddl-Maus steckt, interessante Einblicke.
Ganztagsbetreuung: Neuried stellt die Weichen
Ein wichtiges Vorhaben der Gemeinde ist die Weiterentwicklung der Grundschulen in Altenheim und Ichenheim zu offenen Ganztagsschulen. Damit bereitet sich Neuried auf den ab dem Schuljahr 2026/27 stufenweise geltenden Rechtsanspruch auf Ganz- tagsbetreuung für Grundschulkinder vor. Am Schulzentrum Ichenheim sind dafür umfangreiche Umbauten vorgesehen. Neben zusätzlichen Räumlichkeiten soll unter anderem eine Mensa entstehen. Nachdem die ursprünglichen Planungen mit Baukosten von rund 17 Millionen Euro den vorgesehenen Rahmen deutlich überschritten hatten, arbeitet Neuried nun an einer kompakteren Lösung.
„Eine gute Betreuungsinfrastruktur ist für Familien ein entscheidender Faktor. Sie ermöglicht Kindern gemeinsames Lernen und stärkt zugleich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deshalb ist es wichtig, dass wir den Ausbau der Ganztagsangebote Familie und Beruf. Deshalb ist es wichtig, dass wir den Ausbau der Ganztagsangebote voranbringen und dabei Lösungen finden, die zu den Bedürfnissen der Kinder und den örtlichen Gegebenheiten passen“, erklärte Seifert.
Hitzeschutz
Ein weiterer Gesprächsschwerpunkt war der Umgang mit zunehmenden Hitzeperio-den. Wie dringend Anpassungsmaßnahmen inzwischen geworden sind, zeigt sich nach Angaben des Bürgermeisters am Rathaus selbst, wo bei zunehmender Hitze die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erheblich erschwert sind.
Die Gemeinde befasst sich deshalb auch mit einer klimaangepassten Umgestaltung der Ortsmitte. Entsiegelte Flächen und zusätzliche Begrünung sollen künftig dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und der sommerlichen Überhitzung entgegenzuwirken.
Seifert als Sprecherin ihrer Fraktion für Bevölkerungsschutz sieht darin auch eine zentrale innenpolitische Aufgabe: „Bei Bevölkerungsschutz denken viele zuerst an Hochwasser, Brände oder schwere Unwetter. Doch auch langanhaltende Hitze kann zur ernsthaften Gefahr für die Gesundheit werden. Deshalb müssen wir unsere Kommunen und unsere Bevölkerung besser auf solche Wetterextreme vorbereiten. Mehr Grünflächen, Schatten und eine vorausschauende Gestaltung öffentlicher Räume sind dafür wichtige Bausteine.“
Feuerwehr: Einsatzbereitschaft durch neue Strukturen stärken
Auch die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr nahm im Gespräch breiten Raum ein. Mit der geplanten Zusammenlegung der Feuerwehrstandorte Altenheim und Müllen und dem Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses stellt Neuried seine Feuerwehrstrukturen neu auf. Der Gemeinderat hatte das Vorhaben im März 2026 beschlossen. Ziel ist es, die verfügbaren Einsatzkräfte besser zu bündeln, die Tagesverfügbarkeit zu sichern und den Ehrenamtlichen zeitgemäße Arbeitsbedingungen zu bieten. Der Neubau mit veranschlagten Kosten von rund 6,3 Millionen Euro soll 2027 beginnen. Bürgermeister Uhrich unterstrich die Bedeutung der anstehenden Vorhaben für die Gemeinde: „Wir wollen Neuried so weiterentwickeln, dass wir auch in Zukunft gute Bedingungen für Familien, unsere Beschäftigten und die vielen ehrenamtlich Engagierten bieten können. Dafür müssen wir bestehende Strukturen immer wieder überprüfen und an neue Anforderungen anpassen.“
Zum Abschluss ihres Besuchs im Rathaus trug sich Seifert auf Einladung des Bürgermeisters in das Goldene Buch der Gemeinde Neuried ein.








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