Mundartmesse in Oberkirch
Gelungene Premiere der DIALECTA

Eröffneten gemeinsam die erste baden-württembergische DIALECTA in Oberkirch: Dr. Rudolf Bühler (v. l.), Georg Wolf, Veronika Kerber, Gabriele Schindler, Landrat Dr. Martin Kistler und Arthur Hilberer | Foto: Stadt Oberkirch
  • Eröffneten gemeinsam die erste baden-württembergische DIALECTA in Oberkirch: Dr. Rudolf Bühler (v. l.), Georg Wolf, Veronika Kerber, Gabriele Schindler, Landrat Dr. Martin Kistler und Arthur Hilberer
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Oberkirch (st) Mit Literarischem, Musikalischem und Komödiantischem, dargeboten in Lesungen und Konzerten, bei Mitmachaktionen, an Infoständen und bei interaktiven Angeboten rund um die Mundart im Südwesten, war das Programm der DIALECTA am vergangenen Wochenende äußerst vielseitig und abwechslungsreich. Erstmalig zu diesem Format eingeladen hatte der Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg anlässlich der Heimattage Baden-Württemberg in Oberkirch. Im Forum am HFG gab es auf der Mundart-Bühn, in der Mundart- und in der Wörkshop-Stub Dialekte aus ganz Baden-Württemberg aus dem Elsass und auch aus der benachbarten Pfalz zu hören und zu erleben.

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung brachte der Waldshuter Landrat und Vorsitzende des Dachverbands der Dialekte, Martin Kistler, seine Verbundenheit zur Mundart zum Ausdruck, indem er die Gäste im hochalemannischen Akzent begrüßte.

Ein besonderes Zeichen für gelebte Mundart setzte auch der ehrenamtliche Oberbürgermeister-Stellvertreter Georg Wolf. In seinem Grußwort griff er gekonnt und authentisch den hiesigen Dialekt auf und machte deutlich, wie eng Sprache, Heimat und Identität miteinander verbunden sind. Neben dem guten Essen und Erfindergeist sei die Sprache ein wesentliches Merkmal, das die Menschen im Südwesten präge und auch nach außen ein typisches Charakteristikum darstelle. Nicht umsonst sei der Slogan „Wir können alles – außer Hochdeutsch“ seit über 25 Jahren so erfolgreich.

Im Namen der Stadt Oberkirch hieß Wolf die aus ganz Baden-Württemberg und den Nachbarregionen angereisten Akteure und Aussteller sowie die Gäste aus nah und fern herzlich in der diesjährigen Heimattagestadt willkommen und dankte den Hauptorganisatoren des Events, Rudolf Bühler und Veronika Kerber, für die Initiative, die erste baden-württembergische Dialektmesse ins Leben zu rufen und nach Oberkirch zu bringen.

Programm für alle Altersgruppen

Zweieinhalb Tage lang waren unzählige Programmpunkte für alle Altersgruppen geboten: Informations- und Mitmachstände zahlreicher Vereine und Institutionen, wie vom Staatsministerium, dem Landesausschuss Heimatpflege oder den Universitäten Freiburg und Marburg. Für besondere Stimmung sorgten Konzerte lokaler Gruppen und Künstler aus dem Ländle und dem Elsass, Lesungen regionaler Autoren, ein Schwäbisch-Badisches Kabarett, Tanzdarbietungen und Bühnenprogramme bis hin zu Vorträgen und einer Podiumsdiskussion.

Auch Oberkirch und das Renchtal waren gleich mehrfach vertreten mit Arthur Hilberer in der Rolle des August Ganther, August-Ganther-Kennerin Anita Wiegele, dem Autorennetzwerk Ortenau-Elsass, der Renchtäler Trachtentanzgruppe und Heimattage-Maskottchen Simpli, das mit den Dialektbotschaftern und Kultfiguren „Äffle und Pferdle“ für einen Höhepunkt für viele Generationen sorgte.

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