Willi Stächele informiert sich
„Mit Agri-PV auf dem Weg in die Zukunft“

Landtagsabgeordneter Willi Stächele und Oberbürgermeister Gregor Bühler informierten sich bei einem Vor-Ort-Termin in Oberkirch-Nußbach über die Agri-PV-Anlage des Obsthofs Vollmer. Von links: Tobias Vespermann, Leiter Technischer Betrieb, Michael Borschensky, Leiter Vertrieb und Kundenservice, Stadtwerke Oberkirch, Christoph Vollmer, Geschäftsführer Intech GmbH & Co. KG, Willi Stächele, MdL, und Oberbürgermeister Gregor Bühler  | Foto: Denise Burkart/Stadt Oberkirch
  • Landtagsabgeordneter Willi Stächele und Oberbürgermeister Gregor Bühler informierten sich bei einem Vor-Ort-Termin in Oberkirch-Nußbach über die Agri-PV-Anlage des Obsthofs Vollmer. Von links: Tobias Vespermann, Leiter Technischer Betrieb, Michael Borschensky, Leiter Vertrieb und Kundenservice, Stadtwerke Oberkirch, Christoph Vollmer, Geschäftsführer Intech GmbH & Co. KG, Willi Stächele, MdL, und Oberbürgermeister Gregor Bühler
  • Foto: Denise Burkart/Stadt Oberkirch
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st) Willi Stächele, Minister a. D. und Landtagsabgeordneter, informierte sich dieser Tage gemeinsam mit Oberbürgermeister Gregor Bühler vor Ort über die Agri-PV-Anlage auf dem Obsthof Vollmer in Oberkirch-Nußbach. Christoph Vollmer, Geschäftsführer Intech GmbH & Co. KG, konnte die Gäste begrüßen und gemeinsam mit Vertretern der Stadtwerke Oberkirch über die Anlage informieren. Die Stadtwerke wurden dabei repräsentiert durch Tobias Vespermann, Leiter technischer Betrieb und Michael Borschensky, Leiter Vertrieb und Kundenservice.

Agri-Photovoltaik (Agri-PV) bezeichnet ein Verfahren zur gleichzeitigen Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Nahrungsmittelproduktion und die PV-Stromerzeugung. Die Landesregierung will in den nächsten Jahren diese Agri-PV als flächeneffiziente Landnutzungsform fest etablieren. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Modellregion Agri-Photovoltaik für Baden-Württemberg“ erproben bis zum Jahr 2024 fünf Pilotanlagen diese Technologie. Mit dem Bau und der Analyse dieser Anlagen sollen Potenziale und Schwierigkeiten der Agri-PV identifiziert und die Entwicklung der innovativen Technologie landesweit vorangetrieben werden. Die fünf Pilotanlagen, zu denen auch die Anlage in Oberkirch-Nußbach gehört, sind auf den Schwerpunkt Kernobst- und Beerenanbau ausgelegt und sollen eine geplante Gesamtleistung von 1.650 Kilowatt-Peak (kWp) erreichen. Geleitet werden die Pilotprojekte durch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, die Realisierung erfolgt zusammen mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl.

In Nußbach wurde die Agri-PV-Anlage in einen bestehenden landwirtschaftlichen Betrieb, dem Obsthof Vollmer, integriert. Dabei wurden im Bereich Spalierobst auf insgesamt 1,5 Hektar die Kulturen Apfel, Zwetschge, Heidelbeere und Kiwi angepflanzt. Bauherrin des Projekts ist die Firma Intech GmbH & Co. KG, Partner ist die Stadtwerke Oberkirch GmbH, die sowohl bei der technischen Umsetzung als auch bei der Vermarktung des erzeugten Stroms das Projekt unterstützt hat.

Mehrfacher Nutzen

Der Landtagsabgeordnete Willi Stächele zeigte sich von der Anlage beeindruckt: „Hier in Nußbach gelingt es, Energie so zu nutzen, dass sie zweifach und dreifach Nutzen bringt“. Durch die Bedeckung der Anlagen mit den PV-Modulen verändert sich das Mikroklima im Pflanzenbestand, was positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Temperatur haben könne. Möglicherweise kann damit auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Mit der neuen Technologie könne nicht nur wertvolle Fläche eingespart, sondern auch Sonne und Obst geerntet werden, was zur Erreichung der Klimaschutzziele wichtig sei.

Geschäftsführer Christoph Vollmer äußerte sich positiv über das Projekt. Schon jetzt merke man Unterschiede zwischen Flächen mit Agri-PV und normaler Bewirtschaftung. Im geschützten Bereich unter den PV-Modulen seien die Bäume viel weniger Stress ausgesetzt und zeigen sich insgesamt robuster und gesünder. Die Anlage, die bei Sonnenschein eine Leistung von 900 kW erbringt, sei zudem auch Sonnen- und Hagelschutz für die Pflanzen. Unter den Platten entstehe ein Mikroklima, durch das auch Pestizide eingespart werden können

Da am Vortag bereits zum ersten Mal geerntet werden konnte, überreichte Geschäftsführer Christoph Vollmer ein Körbchen mit frischen Zwetschgen, so dass sich die Gäste gleich von der Qualität überzeugen konnten.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.