Feuerwehr Oberkirch
Mitglieder blicken auf ein ereignisreiches Jahr
- Oberbürgermeister Gregor Bühler (v. l.), Andres Braun, Feuerwehrkommandant Sven Buser, Bernhard Huber, Fachbereichsleiterin Clarissa Isele
- Foto: Michael Bisch/Freiwillige Feuerwehr Oberkirch
- hochgeladen von Matthias Kerber
Oberkirch (st) Rund 300 Angehörige der aktiven Einsatzabteilungen, der Altersmannschaft und der Jugendfeuerwehr sind zur Hauptversammlung der Feuerwehr Oberkirch in der Erwin-Braun-Halle zusammengekommen. Feuerwehrkommandant Sven Buser eröffnete die Versammlung und begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden sowie die Gäste.
Im Rahmen der Berichte gab Jugendwart Philipp Wörner einen Einblick in die Entwicklung der Jugendfeuerwehr. Besonders erfreulich sei die deutliche Steigerung des Mädchenanteils von 30 auf mittlerweile 40 Prozent. Als prägende Ereignisse der vergangenen Jahre nannte er unter anderem die beliebten Zeltlager, die erfolgreiche Teilnahme an der Leistungsspange sowie den intensiveren Austausch mit der Partnerfeuerwehr aus Renchen. Auch ein Berufsfeuerwehrtag sowie der Besuch der neuen Feuerwache der Berufsfeuerwehr Karlsruhe hätten bleibende Eindrücke hinterlassen.
Klemens Hirt, Obmann der Alterskameraden, berichtete von insgesamt zehn Altersabteilungen, die sich regelmäßig zu Ausflügen und geselligen Treffen zusammenfinden. Darüber hinaus beteiligen sich die Alterskameraden aktiv am kreisweiten Austausch. Kassierer Klaus Roth stellte den Kassenbericht vor und informierte über die finanzielle Situation der Feuerwehr Oberkirch.
Der Leiter der Notfallseelsorgeeinheit Renchtal, Robert Welle, ging auf die zunehmende Bedeutung der psychosozialen Notfallversorgung ein. Die Einsatzzahlen seien auf einem Höchststand, wobei auch immer mehr Einsatzkräfte selbst betroffen seien. Die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sei dabei ein wichtiger Bestandteil der Einsatzbewältigung.
Rückblick und Entwicklungen
Kommandant Sven Buser zog in seinem Bericht eine umfassende Bilanz seines ersten Jahres im Amt. Neben dem intensiven Kennenlernen der einzelnen Abteilungen standen zahlreiche Projekte im Fokus. Dazu zählten unter anderem die Beschaffung eines neuen Wechselladerfahrzeugs mit Abrollbehälter Hygiene sowie eines Teleskopladers. Auch die Erstellung eines Doppelhaushalts und die Einführung des Digitalfunks prägten die Arbeit.
Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit wurden zudem neue Wege in der Außendarstellung eingeschlagen. In den vergangenen fünf Jahren konnten insgesamt 77 neue Mitglieder in die Feuerwehr aufgenommen werden. Gleichzeitig investierten die Einsatzkräfte zahlreiche Stunden in Aus- und Fortbildung und waren bei einer Vielzahl von Einsätzen gefordert.
Zu den eindrucksvollsten Ereignissen zählten Brände in einer Werkstatt in der Hammermatt, einer Ökonomie in Ödsbach sowie eines Carports in Stadelhofen. Auch ein Flächenbrand von rund 8.000 Quadratmetern in Ringelbach verlangte den Einsatzkräften viel ab.
Ausblick auf kommende Maßnahmen
Für die kommenden Jahre kündigte Buser weitere wichtige Entwicklungen an. Geplant sind unter anderem die Einführung des Alarmierungssystems Alamos mit App-Anbindung sowie die Ausstattung der Fahrzeuge mit Tablets. Zudem wird ein neuer Feuerwehrbedarfsplan unter Einbindung aller Abteilungen in Workshops erarbeitet, verbunden mit weiteren Fahrzeugbeschaffungen.
Ein wichtiger Bestandteil der Versammlung waren Ehrungen und Beförderungen. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Frank Hund mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze erhielten Franz-Josef Haas von der Abteilung Tiergarten sowie Roland Deusch von der Notfallseelsorgeeinheit. Oswald Maier von der Abteilung Haslach wurde zum Ehrenabteilungskommandanten ernannt.
Für 15 Jahre aktiven Dienst wurden Matthias Huber von der Abteilung Butschbach-Hesselbach sowie Timo Gieringer von der Abteilung Wolfhag mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze geehrt.
Im Zuge der Beförderungen wurden mehrere Feuerwehrangehörige in den Dienstgrad Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau erhoben, darunter Volker Bürg, Dirk Hättig, Louis Huber, Clemens Müller und Mali Roth. Zum Brandmeister wurde Manfred Kohler befördert.
Bei den Wahlen der stellvertretenden Feuerwehrkommandanten wurde Bernhard Huber als erster Stellvertreter wiedergewählt, Andreas Braun wurde zum zweiten Stellvertreter neu gewählt.
In den Grußworten unterstrich Oberbürgermeister Gregor Bühler die große Bedeutung der Feuerwehr für die Gesellschaft und würdigte das Engagement der Einsatzkräfte. Auch die anwesenden Gäste, darunter Thomas Straub vom Polizeirevier Achern/Oberkirch sowie Stefan Huber, Kommandant der Feuerwehr Bad Peterstal-Griesbach, hoben die gute Zusammenarbeit hervor. „Die Leistung der Feuerwehr ist keine Selbstverständlichkeit, sondern Ausdruck gelebter Verantwortung und besonderer Kameradschaft. Eine leistungsfähige und engagierte Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft und ein zentraler Baustein im Katastrophenschutz.“




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