Johanna Graupe im Porträt
Ihr Herz schlägt für die Arbeit auf der Bühne

Die Junge Bühne und die Burgbühne in Oberkirch sind ein Stück weit ihre Kinder: Johanna Graupe hat Stücke inszeniert, stand selbst auf der Bühne und macht seit vielen Jahren die Pressearbeit für die Ensembles. Ihr Herz schlägt für das Theater.  | Foto: Michael Bode
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  • Die Junge Bühne und die Burgbühne in Oberkirch sind ein Stück weit ihre Kinder: Johanna Graupe hat Stücke inszeniert, stand selbst auf der Bühne und macht seit vielen Jahren die Pressearbeit für die Ensembles. Ihr Herz schlägt für das Theater.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Oberkirch "Dass ich die Heimatmedaille bekommen habe, hat mich gefreut", sagt Johanna Graupe. Seit über 40 Jahren ist sie mit der Burgbühne Oberkirch e. V. und der Jungen Bühne Oberkirch e. V. eng verbunden. Schließlich gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der beiden erfolgreichen Theatergruppen, die mit ihren Inszenierungen das Publikum begeistern.
Geboren wurde Johanna Graupe 1950 in Bühl-Neusätz. "Meine Mutter hatte ein Geschäft und ich stand schon als Schülerin im Laden", erinnert sie sich an ihre Kindheit. Für ihre Eltern stand fest, dass sie das Geschäft einmal übernehmen würde. Doch die Interessen der jungen Johanna gingen in eine andere Richtung. "Ich wollte immer lesen und hatte das Glück, dass mich meine Grundschullehrerin mit ins Theater nach Baden-Baden genommen hat", erzählt sie.

Von der Theater-AG auf die Bühne

Damit war der Grundstein für ihre Liebe zur Bühne gelegt. "Ich gehe noch heute gerne ins Theater, dabei kann ich herrlich entspannen", so Johanna Graupe. "Ich gehe nie dorthin, um zu sehen, ob ich das Stück auch inszenieren kann." Nur wenn ihr das Stück gefällt, denkt sie: "Es wäre toll, es zu machen."
Nach der Handelsschule wechselte sie zum Wirtschaftsgymnasium, legte das Abitur ab und studierte an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg Deutsch und Englisch für die Realschule. "Und dann kam ich nach Oberkirch ins Referendariat an die Realschule. Mein damaliger Rektor übergab mir die Theater-AG, aus der die Junge Bühne wurde", berichtet sie von ihren Anfängen. "Ich habe mit Bert Brecht begonnen", sagt Johanna Graupe und lacht. "Das war natürlich überzogen."
In Oberkirch traf sie engagierte Mitstreiter, die ebenfalls Theaterblut in ihren Adern hatten: Der Regisseur Willi Panter gab ihr den Rat, Kinderrollen mit Kindern und Erwachsenenrollen mit Erwachsenen zu besetzen. Ihr Rektor Hans Friedmann liebte es ebenso wie ihr Kollege Arthur Hilberer, auf der Bühne zu stehen. "Das erste Stück der Jungen Bühne Oberkirch hieß 'Robinson soll nicht sterben'", so Graupe. "Hans Friedmann hat damals den König gespielt." Und mit Arthur Hilberer arbeitete sie viele Jahre erfolgreich zusammen. "Wir waren eine tolle Kombination. Er auf der Bühne und ich dahinter", schwärmt sie. "Wir haben uns super ergänzt."

Engagierte Mitstreiter gefunden

Ein Jahr nach der Aufführung, 1984, wurde gemeinsam die Burgbühne gegründet. "Eigentlich wollten wir auf der Schauenburg spielen, doch die damaligen Besitzer zogen kurzfristig ihre Einwilligung zurück", schildert Johanna Graupe. Die Absage entpuppte sich als Glücksfall. Der ehemalige Oberkircher Hauptamtsleiter Hermann-Josef Müller machte sich dafür stark, dass der Garten Frechschen Hauses als Spielstätte zur Verfügung stand. "Der damalige Bürgermeister Willi Stächele unterstützte uns ebenfalls, so dass wir auch das Gebäude erhielten", berichtet sie. "Die ersten Aufführungen fanden im Garten auf Klappstühlen statt." Erst später kamen Bühne und Tribüne hinzu.
Die Mitglieder wuchsen im Laufe der Jahre zu einer Familie zusammen. Carsten Dittrich und Timo Riegelsberger sind zwei bekannte Namen, die aus der Jungen Bühne hervorgingen. "Arthur Hilberer und mir war immer auch die Pädagogik wichtig", erklärt sie. "Das Theatermodell der Jungen Bühne trägt Früchte in der Entwicklung der Jugendlichen. Sie lernen sich zu präsentieren und sind Teil einer Erfolgsgruppe."

Johanna Graupes persönliche Tipps

Theaterautoren

  • William Shakespeare
  • Daniel Glattauer
  • Loriot

Lieblingsautoren

  • Elisabeth George
  • Gabriele von Arnim
  • Jodi Picoult
Die Junge Bühne und die Burgbühne in Oberkirch sind ein Stück weit ihre Kinder: Johanna Graupe hat Stücke inszeniert, stand selbst auf der Bühne und macht seit vielen Jahren die Pressearbeit für die Ensembles. Ihr Herz schlägt für das Theater.  | Foto: Michael Bode
Ob bei der Organisation oder bei den Inszenierungen: Johanna Graupe gibt für "ihre" Ensembles alles. | Foto: Michael Bode

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