Mit Meisterprüfung und Studium Karriere machen
Nach Gesellenjahren weiter durchstarten

Mit handwerklichem Geschick können Azubis und Gesellen an ihrer weiteren beruflichen Karriere arbeiten.
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  • Mit handwerklichem Geschick können Azubis und Gesellen an ihrer weiteren beruflichen Karriere arbeiten.
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Ortenau (rek). Jeder der rund 130 Ausbildungsberufe des Handwerks ist die perfekte Chance zur sicheren Zukunftsgestaltung und eine Alternative zum Studium direkt nach der Schule. Wer vor einem möglichen Studium seine Ausbildung im Handwerk und darüber hinaus Gesellenjahre absolviert hat, dem bieten sich weitere Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung, um Stufen der Karriereleiter zu erklimmen.

Um der eigene Chef zu werden und eigene Ideen und Vorstellungen umsetzen möchte und auch mehr Verantwortung übernehmen möchte, dem stehen im Handwerk alle Türen offen, betont die Handwerkskammer Freiburg.
Nach der Abschluss- und Gesellenprüfung ist die Prüfung zum Meister der nächste Schritt. Als Meister kann man nicht nicht nur einen eigenen Handwerksbetrieb leiten und Azubis ausbilden.

Meister sowie Fort- und Weiterbildungen

Neben der Meisterprüfung gibt es für fast alle Handwerksberufe eine Vielzahl von Fort- und Weiterbildungen, mit denen der Fachmann seine Kenntnisse auf dem aktuellsten Stand halten und sich stetig weiterentwickeln kann, so die Handwerkskammer und nennt einige Beispiele. Der Betriebswirt im Handwerk ergänzt das Wissen aus der Meisterprüfung und vermittelt Wissen, das für die Betriebsführung wichtig ist, wie beispielsweise Personalwesen, Kalkulation und Marketing. Als Gebäudeenergieberater im Handwerk ist es die Aufgabe, Immobilienbesitzer zu beraten und wirtschaftliche Konzepte zur energiesparenden Modernisierung älterer Gebäude zu entwickeln. Diese Fortbildung spricht vor allem Berufsgruppen an, die im Bau- und Ausbaugewerbe tätig sind, wie Zimmerer und Stuckateure. Ein Gestalter im Handwerk ist Profi für die kreative Ausgestaltung unterschiedlicher Erzeugnisse. Gearbeitet wird in fast allen Bereichen des Handwerks wie bei Raumausstattern oder Fotografen sowie in Friseur-, Schreiner- und Goldschmiedebetrieben. Betriebsinformatiker sind auch im Handwerk nicht wegzudenken. Mit entsprechenden EDV-Anwenderkenntnissen, fundiertem Wissen über die Einrichtung kleinerer Netzwerke und Fertigkeiten in der Konzeption und Erstellung anspruchsvoller Datenbankanwendungen kennzeichnet die Betriebsinformatiker.

Auch die Hochschulen stehen Handwerkern offen. Ein Geselle mit einigen Jahren Berufserfahrung erwirbt automatisch die „fachgebundene Hochschulreife“, erläutert die Kammer, und kann im Bereich seiner Ausbildung ein Studium aufnehmen. Die Meisterprüfung gilt – wie das Abitur – als „Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung“ und ermöglicht den Zugang zu Universitäten und Hochschulen. Ein Studium in Vollzeit oder berufsbegleitend in berufsnahen Fächern öffnet die Möglichkeit weiterer Karrieresprünge.

Duales Studium

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung und Meisterprüfung sind auch die Hochschulzugangsberechtigung für ein duales Studium erfüllt, macht die Handwerkskammer klar. Mit der wissenschaftlichen Grundlage und der praxisbezogenen Anwendung im Betrieb erweitern duale Studenten ihre Einsatzmöglichkeiten im Handwerk und bereiten sich auf neue Führungsaufgaben vor. Nach Abschluss des Studiums kann man dann als selbstständiger Unternehmer, als Geschäftsführer oder als Führungskraft tätig werden.

Mit handwerklichem Geschick können Azubis und Gesellen an ihrer weiteren beruflichen Karriere arbeiten.
Eine zentrale Einrichtung des Handwerks um Fachkräfte zu schulen und entwickeln ist das Haus des Handwerks in Offenburg.
Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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