24. Oktober 2017, 11:54 Uhr | 0 | 117 Leser

Ab 1. November: 15 barrierefreie Stadtbusse mit Haltestelleninformation
Offenburg setzt bei Mobilität künftig auf die Farbe Grün

Das neue Design der Offenburger Stadtbusse
Das neue Design der Offenburger Stadtbusse (Foto: Foto: Stadt OG)

Offenburg (st/rek). Mit Inbetriebnahme des neuen Liniennetzes am 1. November setzt die SWEG 15 brandneue Busse ein. Die Busse sind zwölf Meter lang und bietet insgesamt 75 Fahrgästen Platz, davon 30 auf einem Sitzplatz. Der Dieselmotor erfüllt den derzeit höchsten Abgasstandard nach EURO 6 Abgasnorm. Nur auf den wenigen Verstärkerfahrten und Einsatzfahrten zum Schülerverkehr darf die SWEG auch etwas ältere oder andere Busse einsetzen.

So entfallen einige Haltestellen, dafür wurden neue fußläufiger Entfernung eingerichtet. Auch die Wilhelmstraße hat künftig Haltestellen in beide Richtungen in der Nähe der Zauberflötenbrücke, um die Innenstadt von der Ostseite besser anzubinden.

Die neuen Busse bieten darüber hinaus mit neuesten Standards Komfort und Barrierefreiheit. So können die Busse auf der Einstiegsseite abgesenkt werden, um mobilitätseingeschränkten Personen sowie Fahrgästen mit Kinderwagen oder großem Gepäck das Ein-und Aussteigen zu erleichtern. Dort, wo Haltestellen noch nicht barrierefrei ausgebaut sind, hilft eine ausklappbare Rampe dem Rollstuhlfahrer in den Bus. Vier Sitzplätze pro Bus sind für mobilitätseingeschränkte Personen reserviert. Der Bus kann bis zu zwei Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen problemlos befördern. Im Bereich des Hecks gibt es die sogenannten Konferenzsitze, zwei gegenüberliegende Sitzpaare. Ansonsten sind die Sitze im klassischen Zweier- und Dreier-Sitzgruppen vorhanden. Des Weiteren werden die Haltestellen den Fahrgästen per Ansage akustisch mitgeteilt und gleichzeitig auf hochauflösenden TFT-Flachbildschirmen angezeigt.

Auch das Design wurde überarbeitet: Die moderne Innenausstattung ist gut ausgeleuchtet und bietet eine kontrastreiche Farbgestaltung, um eine deutliche Differenzierung zwischen Sitzplätzen, Haltestangen und Haltewunschanlagen zu visualisieren. Eine Klimaanlage in jedem Bus sorgt auch bei heißen Temperaturen für ein angenehmes Fahren. Außen werden die neuen Stadtbusse dank des bekannten klimaschutzgrünen Gewands zu einem sichtbaren Baustein des nachhaltigen, multimodalen Angebots „Einfach mobil“ der Stadt Offenburg. Sie ergänzen die bestehenden Alternativen im Individualverkehr mit Car-Sharing und Leihfahrräder in den Mobilitätsstationen, die die Stadt Offenburg ihren Bürgern anbietet. Davon gibt es bisher vier in der Kernstadt: an der Messe, am Technischen Rathaus, am Kulturforum sowie am zentralen Busbahnhof.

Mit ausgedehnten Betriebszeiten, einem erhöhten Takt von bis zu 15 Minuten und einer noch besseren Anbindung an weitere Stadtteile und die Züge soll die Entscheidung für den Bus künftig noch einfacher werden. Gewährleistet werden soll die Taktzeit durch eine vertragliche Regelung, dass die SWEG bei Verspätungen schnell reagieren muss. Wenn eine Verspätung die 15-Minuten-Marke übersteigt, wird ein zusätzlicher Bus eingesetzt, um die Taktung beizubehalten. Das Reservefahrzeug muss innerhalb von zehn Minuten für den neuen Umlauf am ZOB bereitstehen.