Experten für HIFU-Therapie
Prostatakarzinomzentrum baut Kompetenz aus

Freuen sich über die Zertifizierung: Oberarzt Dr. Sebastian Gerisch (l.) und PD Dr. Jörg Simon vor dem Ortenau Klinikum in Offenburg, Betriebsstelle Ebertplatz.
  • Freuen sich über die Zertifizierung: Oberarzt Dr. Sebastian Gerisch (l.) und PD Dr. Jörg Simon vor dem Ortenau Klinikum in Offenburg, Betriebsstelle Ebertplatz.
  • Foto: Ortenau Klinikum
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Offenburg (st). Das zertifizierte Prostatakarzinomzentrum am Ortenau Klinikum in Offenburg baut seine Kompetenz in der Behandlung des Prostatakrebs weiter aus. Nachdem das Zentrum unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Jörg Simon vor zwei Jahren das innovative HIFU-Verfahren (Hoch intensiver fokussierter Ultraschall) eingeführt hat, konnte kürzlich Oberarzt Dr. Sebastian Gerisch, Koordinator des Prostatakarzinomzentrums, nach rund zweijähriger Ausbildung die Zertifizierung als HIFU-Experte erfolgreich abschließen.

Der Facharzt für Urologie hat dafür eine Hospitation in einem hochspezialisieren Zentrum der HIFU-Behandlung (Uniklinik Magdeburg) sowie ein umfangreiches Simulationstraining mit Online-Prüfung absolviert. Für die Zertifizierung als Experte der HIFU-Therapie hat Dr. Gerisch zudem die erfolgreiche Planung und Durchführung einer ausreichenden Anzahl an HIFU-Behandlungen nachweisen können.

Minimal-invasive Therapieansatz

„Die HIFU Therapie hat den Anspruch, eine minimal-invasive und nebenwirkungsarme Therapie zu sein. In Abhängigkeit von klinischen Parametern, etwa dem PSA Wert, besteht die Möglichkeit der Therapie des Prostatakarzinoms durch Behandlung nur eines Teils der Prostata. Studien bestätigen insbesondere die Wirksamkeit dieser sogenannten fokalen Therapie“, berichtet Simon. Das HIFU-Verfahren eigne sich auch besonders nach einem Wiederauftreten des Tumors nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung, einer sogenannten Rezidivbehandlung.

Die HIFU-Therapie besteht darin, das Prostatagewebe mit dem Tumor durch „Verkochen“ zu zerstören. Dazu werden Ultraschallwellen wie bei einem Brennglas gebündelt, so dass im Fokuspunkt hohe Temperaturen von rund 90 Grad Celsius entstehen. Dieser Fokuspunkt wird mit einem computergesteuerten Gerät millimetergenau auf die Prostata gerichtet.

Weniger Nebenwirkungen

„Als minimal-invasives Verfahren hat die HIFU-Behandlung des Prostatakrebses den Vorteil, dass keine Schnitte und keine Bestrahlung erforderlich sind. Auch gibt es keinen Blutverlust und keine äußerlichen Narben. Der Patient kann häufig schon nach wenigen Tagen sein gewohntes Leben weitgehend wiederaufnehmen“, so Dr. Gerisch. Je weniger Nebenwirkungen eine Behandlung mit sich bringe, desto höher sei die Lebensqualität für den Patienten.

Das Ortenau Klinikum in Offenburg ist eine von lediglich zehn Kliniken in Baden-Württemberg, die über die hochmoderne Technik und das Knowhow zur Anwendung dieser Behandlungsmethode verfügen.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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