Angedacht
Glockenklang: „Friede sei ihr erst Geläute"

Dirk Schmid-Hornisch

Sie schwingen auf Rathäusern, an Gedenkorten, auf Kirchtürmen: Glocken verbreiten ihren Klang über Stadt und Land. Sie sind in Europa und weit darüber hinaus ein bekanntes Signal: Die Kirchengemeinden laden zum Gottesdienst oder zur Andacht ein, die Rathausuhren erklingen im Tagesablauf etwa zur vollen Stunde oder bringen schöne Lieder zum Klingen. In jedem Fall hat das etwas sehr Friedliches, wenn heute Glocken läuten.

Wohl deshalb kam die Idee auf, am 21. September – dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltfriedenstag und vom Ökumenischen Rat der Kirchen ausgerufenen Internationalen Gebetstag – für den Frieden gemeinsam in ganz Europa die Glocken zu läuten, zu Friedensgebeten einzuladen und des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren sowie des Ausbruchs des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren zu gedenken. Beide Kriege brachten schreckliches Leid über Europa. Das gemeinsame grenzübergreifende Läuten der Glocken soll die Botschaft des Friedens auf unserem Kontinent und weit darüber hinaus unterstreichen und ins Bewusstsein rufen.

Zum ersten Mal laden im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das Kulturbüro der Evangelischen Kirche in Deutschland, das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und das Deutsche Komitee für Denkmalschutz gemeinsam alle Glockenbesitzer dazu ein, am kommenden Freitag, 21. September, von 18 bis 18.15 Uhr ihre Glocken zu läuten und zum Innehalten und Gebet für den Frieden aufzurufen.

Angebote dazu finden Sie in vielen Kirchengemeinden. Aber auch wer zu Hause bleiben möchte, kann für den Frieden mitbeten!

Dirk Schmid-Hornisch,
evangelischer Pfarrer
Auferstehungsgemeinde Offenburg

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