Walter Glunk und die Bürgerstiftung
Mit Erfahrung und Überzeugung aktiv
- Seit einem Jahr ist Walter Glunk der Geschäftsführer der Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas.
- Foto: Michael Bode
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg Seit fast einem Jahr ist Walter Glunk Geschäftsführer der Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas. "Ich wurde gefragt", sagt der ehemalige Geschäftsführer der Volkshochschule und Musikschule in Offenburg. "Ich habe unter der Bedingung zugesagt, dass ich erst mit meinem Ruhestand übernehme", so Glunk. Die Bürgerstiftung beschloss, auf ihn zu warten.
Engagement für die Stadtgemeinschaft
"Die Arbeit macht Spaß. Ich bin froh, dass ich eine Aufgabe habe, die so interessant ist", betont Walter Glunk. Natürlich kannte er die Bürgerstiftung bereits. "Die VHS und die Musikschule haben ebenfalls dort Projekte beantragt", erklärt er. Die Bürgerstiftung St. Andreas hat zudem einen Sozialfonds, mit dem sie einspringt, wenn die gesetzlichen Sozialsysteme nicht greifen. Die persönlichen Schicksale berühren ihn immer wieder. "Mit 100 Euro kann man Not lindern, weil eine Pfändung oder eine Zwangsvollstreckung abgewendet werden kann", schildert Walter Glunk. Eines der wichtigsten Förderziele ist die Teilhabe von Kindern. Ein zentrales Projekt ist deshalb die Sprachförderung in Kindergärten.
"Es ist eine sinnvolle Aufgabe, denn wir geben der Stadtgemeinschaft etwas zurück", beschreibt Walter Glunk, was die Arbeit für ihn besonders macht. "In einer Zeit, in der Hasstiraden zunehmend stilbildend werden, ist die Bürgerstiftung ein Gegenpol. Wir halten zusammen."
Geboren wurde Walter Glunk 1958 in Schwenningen. Nach seinem Abitur studierte er Landwirtschaft an der Hochschule in Nürtingen: "Ich wollte immer etwas mit den Händen machen." Ein Praktikum auf einem Bauernhof hatte ihn auf den Geschmack gebracht. "In der Endphase meines Studiums habe ich mit Freunden eine Alm im Engadin bewirtschaftet", erzählt er. Von Juni bis September kümmerten sie sich um 30 Kühe und machten auch Käse. "Mein Freund war der Senn, ich war der Kuhhirte", fügt er lachend hinzu.
Später pachtete der Freund einen Hof im Allgäu, wo Walter Glunk nach dem Abschluss seines Studiums ein Jahr mitarbeitete: "Ich selber hatte nie einen eigenen Betrieb." Noch während des Studiums lernte er seine Frau kennen. Die beiden haben zwei erwachsene Töchter und zwei Enkelkinder. "Eine meiner Töchter hat einen landwirtschaftlichen Betrieb. Da bin ich so eine Art Hausmeister", so Glunk. Er selbst ging einen anderen Weg: Von 1986 bis 1992 arbeitete er in der landwirtschaftlichen Beratung des Demeterverbands in Bad Kreuznach. Es folgten sechs weitere Jahre als Geschäftsführer beim Landesverband in Baden-Württemberg.
"1998 wechselte ich zur Musikschule Offenburg", schildert Glunk. Ihn reizte die Aufgabe. "Ich wollte etwas im Non-Profit-Bereich machen", so Glunk. Damals stand das Kulturforum kurz vor der Eröffnung, und Walter Glunk wusste schnell: "Ich will die Stelle. Aber warum sollten die mich nehmen? Ich spiele nicht einmal ein Instrument." Die Zweifel waren unberechtigt: Bis 2025 war er Geschäftsführer der Musikschule und der Volkshochschule Offenburg. So kam er in die Ortenau, die er vom Zivildienst kannte.
Start in den Tag mit einer Laufrunde
"Wir sind hier heimisch geworden", sagt er über die vergangenen Jahre. Fit hält er sich mit regelmäßigen Laufrunden am Morgen. Ein weiteres Hobby sind Touren mit seinem Mountainbike. Er geht gerne wandern und im Winter Skifahren. "Und dann sind da noch die Enkel", sagt er mit einem Schmunzeln.
Walter Glunks persönliche Tipps
Lieblingsstrecken zum Entspannen
- entlang dem Albersbach bis zum" Schuckshof" in Offenburg
- entlang der Seen rund um Offenburg (gerne auch mit dem Fahrrad)
- zum "Hungerplatz" in Andlau im Elsass
- die Suonenwanderung im Wallis (Schweiz)











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