Positive Bilanz
Weniger Straftaten und eine hohe Aufklärungsquote

Polizeivizepräsident Sigurg Jäger und Polizeipräsident Jürgen Rieger (r.) ziehen Bilanz. | Foto: gro
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Offenburg Es sind gute Zahlen, die Polizeipräsident Jürgen Rieger und Vizepräsident Sigurd Jäger am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz zur polizeilichen Kriminalstatistik präsentieren können. Die Zahl der Straftaten ist präsidiumsweit um 6,1 Prozent gesunken. Wurden 2024 noch 45.871 Straftaten verzeichnet, waren es im vergangenen Jahr 43.068. Werden die herausgerechnet, denen Verstöße gegen das Ausländerrecht zugrunde liegen, sieht die Bilanz noch besser aus: Dann kann das Polizeipräsidium Offenburg einen Rückgang von 9,5 Prozent auf 35.955 Straftaten (39.711) melden.

Kein Hotspot

"Damit sind wir wieder auf Coronaniveau", so Jürgen Rieger. "Das ist eine hervorragende Entwicklung." Zumal es in den beiden Landkreisen und der Stadt Baden-Baden, für die das Polizeipräsidium verantwortlich ist, keinen typischen Hotspot gibt. In Baden-Baden sanken die Straftaten um 10,2 Prozent, im Landkreis Rastatt um 12,9 Prozent und im Ortenaukreis um 7,9 Prozent.
Die Polizei verzeichnet mit 21 Prozent einen deutlichen Rückgang bei den Sexualdelikten im öffentlichen Raum. Die Gewaltkriminalität sank um 15,6 Prozent und Vermögens- und Fälschungsdelikte um knapp 20 Prozent. 5,8 Prozent weniger Delikte im Bereich Cyberkriminalität wurden angezeigt. Allerdings stieg 2025 die Zahl der Wohnungseinbrüche wieder an. Sie nahmen um 13,4 Prozent zu. Und auch die Gewalt gegen Polizeibeamte ging um acht Prozent nach oben.
Trotz der insgesamt guten Zahlen bleibt das Polizeipräsidium im Landesvergleich mit einer Häufigkeitszahl von 4.909 auf dem vierten Platz, es liegt damit aber im Landesschnitt. Bei der Häufigkeitszahl wird die Zahl der Straftaten mit der der Einwohner in Relation gesetzt. Vor Offenburg liegen nur die Präsidien Freiburg (5.821), Mannheim (6.178) und Stuttgart (8.464).
Sigurd Jäger zeigt sich zufrieden, dass sich im Bereich Sicherheit im öffentlichen Raum einiges getan hat: So sank die Zahl der Messerangriffe um 31 Prozent. "Wir sehen keine Veranlassung Messerverbotszonen einzurichten", so Jäger. Hinzu kommt eine hohe Aufklärungsquote von 85,1 Prozent bei Aggressionsdelikten. Darunter fallen Mord, Raub sowie schwere Körperverletzung.

Schwerpunkte

Ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr auf den Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl gelegt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und das Personal wurde aufgestockt. Lohn der Maßnahme: Es wurden zwei Täter – einer in Lahr, einer in Sinzheim – festgenommen, die mutmaßlich hinter Einbruchsserien stecken.
Im Bereich der Drogenkriminalität rückt Kokain in den Mittelpunkt. "Europa wird davon überschwemmt", so Sigurd Jäger. Die Preise sinken bei einer hohen Reinheit. In beiden Deliktbereichen arbeiten die deutsche und französische Polizei eng zusammen.

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