Erfolgreich mit Piwi-Weinen
Ehrenpreis für die WG Rammersweier

Die Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf (2. v. r.) überreichte gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Trapp, Institutsleiter JKI (r.) und DLG-Präsident Hubertus Paetow (l.)  auf der Grünen Woche in Berlin den Ehrenpreis des Deutschen PIWI-Weinpreises an die Winzergenossenschaft Rammersweier eG (vertreten durch Kellermeister Siegfried Kiefer, 2. v. l.).
 | Foto: DLG
  • Die Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf (2. v. r.) überreichte gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Trapp, Institutsleiter JKI (r.) und DLG-Präsident Hubertus Paetow (l.) auf der Grünen Woche in Berlin den Ehrenpreis des Deutschen PIWI-Weinpreises an die Winzergenossenschaft Rammersweier eG (vertreten durch Kellermeister Siegfried Kiefer, 2. v. l.).
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Offenburg (st) Die Winzergenossenschaft Rammersweier eG aus Offenburg ist mit einem von drei Ehrenpreisen des Deutschen PIWI-Weinpreises in der Kategorie Genossenschaften und Kellereien auf der Grünen Woche in Berlin ausgezeichnet worden. Mit dem 2025 erstmals verliehenen Deutschen PIWI-Weinpreis würdigen die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) und PIWI Deutschland e.V. herausragende Weine, Perl- und Schaumweine aus neuen, robusten PIWI-Rebsorten, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dem Ehrenpreis wurden jetzt Betriebe in drei Kategorien für ihre besonders guten Gesamtleistungen ausgezeichnet.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) stellte für die Ehrung seine Bühne zur Verfügung – eine aufmerksamkeitsstarke Plattform, die die Bedeutung der neuen Auszeichnung und die Innovationskraft der Winzergenossenschaft Rammersweier ins Rampenlicht rückte. „Die Weinbranche in Deutschland steht vor großen Herausforderungen“, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf. „Die Ehrenpreisträger zeigen eine mögliche Antwort darauf: Sie setzen auf innovative Rebsorten und damit auf einen modernen, zukunftsorientierten Weinbau.“ Sie überreichte Urkunden und Medaillen im Beisein von Prof. Dr. Oliver Trapp, Institutsleiter Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof; DLG-Präsident Hubertus Paetow.

Qualität und Vielfalt

Der Deutsche PIWI-Weinpreis macht die Qualität und Vielfalt innovativer deutscher Rebsorten sichtbar, hebt ihre Bedeutung für einen nachhaltigen Weinbau hervor und würdigt Betriebe, die mit Mut und Innovationskraft neue Wege beschreiten. „PIWI-Rebsorten haben ihre Widerstandskraft von nah verwandten Wildarten unserer Europäischen Rebe erhalten. In langjährigen Züchtungsarbeiten wurden diese Widerstandskräfte mit den positiven Eigenschaften unserer traditionellen Rebsorten kombiniert, um daraus robuste Sorten für einen nachhaltigen Weinbau zu entwickeln“, so Prof. Dr. Oliver Trapp, Institutsleiter am Julius Kühn-Institut (JKI).
Die Experten-Jury der DLG zeichnete im Rahmen des Deutschen PIWI-Weinpreises Betriebe aus, die mit ihren PIWI-Weinen eindrucksvoll zeigen, dass Nachhaltigkeit und Spitzenqualität heute im Einklang stehen. Alle Preisträger und die drei Ehrenpreisträger im Besonderen setzen neue Maßstäbe für einen klimafreundlichen und ressourcenschonenden Weinbau, der Genuss und Vielfalt mit Zukunftsperspektiven verbindet.
Insgesamt führen die Rammersweierer Winzer aktuell sieben PIWI-Weine im Sortiment, vier davon haben am Deutschen PIWI-Weinpreis teilgenommen: 2023er Cabernet Cortis Barrique Qualitätswein trocken, Muscaris-Sekt alkoholfrei trocken, 2024er Solaris Qualitätswein süß, 2023er Souvignier Gris Beerenauslese edelsüß.
„Diese besondere Auszeichnung zu Beginn unseres 100-jährigen Jubiläumsjahres nehmen wir mit großem Stolz entgegen“, freuen sich Kellermeister Siegfried Kiefer und Geschäftsführer Georg Lehmann über diesen Erfolg. Die Rammersweierer Winzer beschäftigen sich seit rund 25 Jahren mit dem An- und Ausbau von pilzwiderstandsfähigen Rebsorten. „Wir sind in diesem Bereich Pioniere“, so Vorstandsvorsitzender Meinrad Hurst.

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