Im Gespräch mit Klaus Lindenmann
Viele Brenner hören auf

Ende des Jahres läuft das Branntweinmonopol aus. Das Thema stand im Mittelpunkt bei der Versammlung des Verbands Badischer Klein- und Obstbrenner. Dessen Geschäftsführer Klaus Lindenmann beantwortet die Fragen dazu.

Wie viele Brenner gibt es in der Hochburg Ortenau?
Die Schätzung: bis zu 7.000.

Worin liegt der Nachteil durch das Auslaufen des Branntweinmonopols?
Bisher konnte Alkohol, der sich schwer als Trinkbranntwein verkaufen lässt, an die Bundesmonopolverwaltung abgeliefert werden. Dieser Alkohol wurde unter Steueraussetzung produziert, durch die Bundesmonopolverwaltung gereinigt und als Neutralalkohol weiter verkauft. Dieser Alkohol muss nun versteuert und über den Trinkalkoholmarkt verkauft werden. Dies ist mit Mindererlösen verbunden.

Hat der Wegfall Auswirkungen auf die Zahl der Brenner?
Schon seit Jahren ist die Anzahl der Brennereien aus verschiedenen Gründen rückläufig. Dieser Trend wird sich nun verstärken.

Hat das Auswrkungen auf die Landschaft?
Der Wegfall jedes Brennrechts ist oft mit der Aufgabe eines Betriebs verbunden. Dass diese Flächen dann so weiterbewirtschaftet wird, ist leider nicht zu erwarten.

Wie können sich Brenner auf die Zeit danach einstellen?
Eine allgemeine Empfehlung für die Vielzahl der Betriebe ist schwierig. Eine Qualitätssteigerung bei den Obstbränden, egal ob der Verkauf an den Handel oder direkt erfolgt, wird weiterhin notwendig sein. Es wird wichtig sein, dass sich nach 2018 die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern.

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