Wie man die richtigen Maßnahmen für sich persönlich findet
Alle wichtigen Kriterien für die Weiterbildung

Bianca Böhnlein, Expertin in Sachen Fortbildung
  • Bianca Böhnlein, Expertin in Sachen Fortbildung
  • Foto: Regionalbüro für berufliche Fortbildung
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau (gr). In einer sich immer schneller verändernden Arbeitswelt ist es unerlässlich, sich fort- und weiterzubilden. Und das nicht nur, wenn man die Karriere vorantreiben oder wieder in den Beruf einsteigen will. Fortbildung heißt vor allem den eigenen Arbeitsplatz sichern, verlangt aber auch die Bereitschaft und Flexibilät, sich neu zu orientieren. „Die Bildungsexperten sprechen daher vom lebenslangen Lernen, denn sich nicht fortzubilden bedeutet oft Rückschritt, den sich heute keiner mehr leisten sollte“, sagt Bianca Böhnlein, Leiterin Regionalbüro für berufliche Fortbildung Ortenau und Freudenstadt-Horb.

Möglichkeiten der Weiterbildung gibt es viele. Wirklich sinnvoll sind sie jedoch nur, wenn sie „maßgeschneidert" sind, betont Böhnlein: „Je nachdem, welches Ziel man mit einer Weiterbildung verfolgt beziehungsweise welche Motive man hat, sind unterschiedliche Aspekte für die Auswahl wichtig. Bisherige Ausbildungen, Interessen, Begabungen und Fähigkeiten müssen in die Überlegungen einbezogen und Fragen gestellt werden wie: Was will ich erreichen? Wo stehe ich heute und wo will ich hin? oder Was sind meine Stärken und Schwächen beim Lernen? Kann ich gut alleine lernen, wie in einem Fernkurs oder beim E-Learning, oder lerne ich lieber und besser in einem Kurs mit einer Gruppe? Entscheidend ist auch zu wissen, wie viel Zeit realistisch zur Verfügung steht, und wie viel die Weiterbildung kosten darf."

Auf der Suche nach der richtigen Fortbildung ist es außerdem wichtig, sich einen Überblick über das Angebot auf dem Weiterbildungsmarkt zu verschaffen. Informationen findet man direkt in Programmen von Weiterbildungsanbietern sowie in Datenbanken wie www.fortbildung-bw.de oder www.iwwb.de. Außerdem bietet das Regionalbüro für berufliche Fortbildung kostenlose Erst- und Orientierungsberatungen an, um bei der Suche nach der persönlich richtigen Fortbildung eine Starthilfe zu geben.

In einem weiteren Schritt gilt es, die für einen persönlich beste Auswahl aus den viefältigen Angeboten zu treffen. Die wichtigsten Auswahlkriterien: Qualität des Anbieters und Qualität des Angebots. In puncto Qualität des Angebots heißt das unter anderem Qualifikation der Lehrkräfte, Gruppengröße, didaktische Mittel und Lernerfolgskontrollen. Kriterien für die Qualität des Anbieters sind zum Beispiel Ausstattung, Service und Gestaltung des Weiterbildungsvertrags. Mehr dazu gibt es auf www.bibb.de.

Ist alles geklärt, sollte laut Bianca Böhnlein als letzter Schritt zügig die tatsächliche Anmeldung erfolgen, „um dem eventuell vorhandenen inneren Schweinehund keine Chance zu geben.“

Einen besonderen Stellenwert in Sachen Fortbildung nimmt das gesamte Thema der Digitalisierung ein. Was ist hier laut Bianca Böhnlein anzuraten? „Die Digitalisierung ist in aller Munde und natürlich spielt sie in der Arbeitswelt eine entscheidende Rolle in Sachen Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie und alle damit einhergehenden Möglichkeiten verändern, wie wir arbeiten und wie wir zusammenarbeiten. Es muss allen klar sein, dass Digitalisierung uns alle betrifft, und das völlig unabhängig von der Branche. Arbeitgeber tun gut daran, ihre Mitarbeiter für den Veränderungsprozess fit zu machen und gut zu qualifizieren. Arbeitnehmer wiederum sollten die ihnen gebotenen Chancen zu einer Weiter- und Fortbildung motiviert ergreifen. Die Agentur für Arbeit unterstützt Arbeitgeber hierbei.

Durch das Qualifizierungschancengesetz gibt es genau zu diesem Zwecke Mittel, die für Qualifizierungen von Mitarbeitern den Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden können. Arbeitgeber erhalten beim Arbeitsgeberservice der Agentur für Arbeit qualifizierte Auskunft. Unabhängig von den Angeboten durch den Arbeitgeber sollte sich aber auch der Arbeitnehmer in Eigeninitiative auf den Weg machen und die eigene Entwicklung gezielt voranbringen. Nur so verliert er den Anschluss nicht."

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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