Auch ältere Arbeitnehmer werden gefördert
Die Generation 50 plus zählt noch nicht zum alten Eisen

Gerade ihre Erfahrung macht ältere Mitarbeiter besonders wertvoll für Arbeitgeber.
  • Gerade ihre Erfahrung macht ältere Mitarbeiter besonders wertvoll für Arbeitgeber.
  • Foto: T. Fey
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau (tf). In vielen Branchen haben Unternehmen einen hohen Bedarf an Fachkräften. Doch gerade arbeitslose Menschen, die das 50. oder 60. Lebensjahr bereits vollendet haben, blicken meist alles andere als rosig in ihre berufliche Zukunft. Doch dafür gibt es bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation keinen Grund, wie Sven Zimmermann, Teamleiter Arbeitsvermittlung der Arbeitsagentur Offenburg erläutert: "Die Berufs- und die Lebenserfahrung hat in der Arbeitswelt weiterhin einen hohen Stellenwert, Menschen mit Berufserfahrung sind ein wichtiges Potenzial, das in der Wirtschaft immer mehr Anerkennung findet."

Viele Arbeitgeber wissen die Berufs- und Lebenserfahrung der Generation 50 plus zu schätzen. Darüber hinaus fördert ein Altersmix die Kompetenzen im Team und somit das Betriebsergebnis. Viele Arbeitgeber schätzen die Zuverlässigkeit und hohe Sozialkompetenz älterer Arbeitnehmer. Bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung kann die Agentur für Arbeit Unternehmer und ältere Arbeitnehmer in vielfältiger Weise unterstützen. 1.849 Männer und Frauen, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, suchen aktuell bei der Agentur für Arbeit Offenburg eine Arbeit.

Bei den guten Arbeitsmarktbedingungen sind Menschen mit Berufserfahrung, gerade auch im Fachkräftebereich, ein wichtiges Potenzial. Um sich auf dem Arbeitsmarkt positiv zu positionieren, sollten gerade auch ältere Arbeitnehmer Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, um auch künftig den Anforderungen des Arbeitslebens gewachsen zu sein.

"Sollten in der Gruppe 50 plus die Voraussetzungen und die Bereitschaft für eine Umschulung oder Weiterbildung vorhanden sein, so werden diese selbstverständlich auch gefördert", so Zimmermann. Arbeitsplätze verändern sich, die Anforderungen an Qualifikationen und Kompetenzen der Beschäftigten nehmen zu. Das ist oftmals eine große Herausforderung, gerade für kleine und mittelständische Betriebe. Durch das Qualifizierungschancengesetz, welches 2019 in Kraft trat, können Arbeitgeber jetzt noch besser bei der genötigten Qualifizierung von Beschäftigten unterstützt werden.

"Weiterbildung und lebenslanges Lernen werden immer wichtiger, deshalb ist das ein richtiger und wichtiger Schritt", sagt der Teamleiter. Gerade auch im technischen Bereich schreitet die Entwicklung rasant voran, so dass die Kompetenzen sich wandeln. Zudem hakt es immer wieder am Anspruch der Arbeitgeber gegenüber dem Arbeitnehmer. Oft wird Jugend mit Flexibilität und Enthusiasmus gleich gesetzt und Alter mit Stagnation. Dabei bringen gerade auch Frauen der Gruppe 50 plus durch eine abgeschlossene Familienplanung positive Voraussetzungen mit. Und in der heutigen Zeit ist eine ungebrochene Arbeitshistorie beim selben Betrieb mit einem permanenten Aufstieg unrealistisch geworden.

Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenburg versucht zudem, Arbeitgeber dafür zu gewinnen, auch gerade ihre ungelernten Mitarbeiter zu qualifizieren und weiterzubilden. "Wir motivieren arbeitslose Personen, die keinen Berufsabschluss haben, eine Berufsausbildung nachzuholen. Aber wir qualifizieren auch Menschen die in einer Beschäftigung sind und über keinen Berufsabschluss verfügen," so Zimmermann. "Unser Ziel ist es, auch ungelernte Menschen der Gruppe 50 plus für den Arbeitsmarkt fit zu machen."

Zudem gibt es vielfältige Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber die ältere Arbeitnehmer beschäftigen oder neu einstellen möchten. Benötigen arbeitslose Personen zum Beispiel eine spezielle Einarbeitung kann das Unternehmen bei Einstellung mit einem Eingliederungszuschuss gefördert werden. "Je nach beruflicher Qualifikation und den vorhandenen Rahmenbedingungen ist ein Jobwechsel oder Arbeitslosigkeit für Ältere kein größeres Risiko als für andere Altersgruppen", so Zimmermann.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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