100.000 Euro fürs neue Elternhaus
Regionalstiftung der Sparkasse hilft

Großzügige Unterstützung für den Bau des neuen Elternhauses des Fördervereins für krebskranke Kinder: Karl Bähr (v. l.), Bernd Rendler und Helmut Becker
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  • Großzügige Unterstützung für den Bau des neuen Elternhauses des Fördervereins für krebskranke Kinder: Karl Bähr (v. l.), Bernd Rendler und Helmut Becker
  • Foto: Christina Dages/Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg e. V.
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Freiburg/Offenburg (st). Der Neubau des Elternhauses in Freiburg wird von der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau mit 100.000 Euro gefördert. Seit gut einem Jahr errichtet der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg das neue Elternhaus nur wenige Schritte neben der neuen Kinder- und Jugendklinik Freiburg. Ende 2023 soll das Haus bezugsfertig sein. Es bietet Familien mit schwerstkranken Kindern ein zweites Zuhause auf Zeit, während der junge Patient nebenan in der Klinik stationär behandelt wird.

Bei der Spendenübergabe in Freiburg erläutert Karl Bähr, ehemaliger Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Offenburg/Ortenau, der zum 30. Juni 2021 in Ruhestand gegangen ist, das Zustandekommen der Förderung: „Von den Angeboten des Fördervereins haben schon viele Ortenauer Familien profitiert. Deshalb haben sich Stiftungsrat und Stiftungsvorstand letztlich dafür entschieden, das Elternhaus in Freiburg zu unterstützen.“

Ein Platz für die Angehörigen

Seit 1995 unterhält der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. bereits ein Elternhaus in unmittelbarer Nähe zum Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uni-Klinik Freiburg. Pro Jahr verzeichnet das Haus im Schnitt 18.000 Übernachtungen von rund 950 Familien. Über 80 Prozent der Betroffenen stammen aus Südbaden. Im Elternhaus finden vor allem Eltern und Geschwister von krebskranken Kindern und Jugendlichen Aufnahme. Da alle freien Zimmer täglich an die Uni-Kinderklinik gemeldet werden, übernachten zudem viele Familien von Kindern mit anderen schweren oder chronischen Erkrankungen in den insgesamt 37 Zimmern und Appartements.

„Einen solchen Betrag bekommen wir nicht alle Tage“, bedankt sich Bernd Rendler, der als Vorstand des Fördervereins genau weiß, wovon er spricht. Vor über vierzig Jahren kamen er und seine Frau mit der an Leukämie erkrankten Tochter aus der Ortenau zur Behandlung nach Freiburg und waren schockiert von den beengten Zuständen in der Uni-Kinderklinik. Seitdem engagiert sich das Ehepaar Rendler für andere Familien mit einem ähnlichen Schicksal.

Eine der größten Spenden

„Ich bin dem Stiftungsvorstand und dem Stiftungsrat sehr dankbar für den hohen Betrag, der hier bestens angelegt ist“, freut sich Karl Bähr, der sich als Mitglied des Kuratoriums seit langem für den Förderverein einsetzt. „Dies ist eine der größten Spenden, die wir mit der Regionalstiftung bisher getätigt haben“, bestätigt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Offenburg/Ortenau, Helmut Becker, der bei der Spendenübergabe im Elternhaus ebenfalls anwesend war. „Das neue Elternhaus ist eben ein absolutes Ausnahmeprojekt.“

Karl Bähr stockt den Spendenbetrag noch um 4.000 Euro auf. Statt Geschenken zum Ruhestand bat Bähr um eine Spende für den Förderverein und stockte den Betrag aus eigener Tasche auf. Das Geld soll für die Avatare des Fördervereins verwendet werden. Insgesamt sieben kleine Roboter verleiht der Verein bereits unentgeltlich an betroffene Familien. Die Geräte nehmen den Platz eines erkranken Kindes im Klassenzimmer ein, übertragen Bild und Ton und helfen dabei helfen, den Anschluss an Freunde und Schulkameraden aufrecht zu erhalten. „Als ich das erste Mal von diesen kleinen Kerlen gehört habe, hat mich das sofort fasziniert“, sagt Bähr. „Deshalb möchte ich mit diesem Geld einen weiteren Avatar für den Förderverein anschaffen.“

Großzügige Unterstützung für den Bau des neuen Elternhauses des Fördervereins für krebskranke Kinder: Karl Bähr (v. l.), Bernd Rendler und Helmut Becker
Prof. Charlotte Niemayer (2. v. r.) informiert über den Bau: Inge und Bernd Rendler (v. l.), Karl Bähe und Helmut Becker
Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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