Frische Zutaten von bester Qualität
Bella Italia in der Küche

Mit abwechslungsreichen Antipasti beginnt ein mehrgängiges italienisches Menü.
  • Mit abwechslungsreichen Antipasti beginnt ein mehrgängiges italienisches Menü.
  • Foto: Anne-Marie Glaser
  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Italien ist und bleibt ein Sehnsuchtsort der Deutschen, das liegt nicht nur, aber auch an der hervorragenden Küche dort. Selbst einfache Gerichte werden mit Liebe und hochwertigen Zutaten zubereitet. Zudem nehmen sich die Italiener gerne Zeit zum Essen. Wenn es wirklich einmal schnell gehen muss, dann greifen sie lieber zu einem Panini, einem belegten Brot, bevor sie einen Gang ausfallen lassen. Kein Wunder, dass die Slow Food-Bewegung ihren Ursprung in Italien hat.

Zudem haben sich die unterschiedlichen Regionen ihre kulinarischen Eigenheiten bewahrt: In Venetien werden andere Spezialitäten serviert als in Sizilien oder im Trentino. Parmesan, Parmaschinken, San-Daniele-Schinken oder Mortadella sind weltweit bekannt und beliebt.

Regionaler Genuss

Italien mag nicht so groß wie Frankreich sein, aber die Vielzahl der Regionalküchen kann es leicht mit dem Nachbarland aufnehmen. Kulinarisch werden die Esstraditionen in den Regionen Friaul, Venetien, Trentino-Südtirol, Lombardei, Aostatal, Piemont, Ligurien, Emilia-Romagna, Toskana, Umbrien, Marken, Latium mit der Hauptstadt Rom, Abruzzen, Kampanien, Apulien, Basilicata, Kalabrien, Sizilien sowie Sardinien zusammengefasst. Der Grund für die kulinarische Vielfalt liegt auch in der Geschichte: Italien bestand jahrhundertelang aus souveränen Stadtstaaten, es wurde erst spät zu einem Nationalstaat. Aus diesem Grund haben sich die regionalen Eigenheiten beim Essen stärker erhalten.

Stark vereinfacht lässt sich sagen: Im Süden dominieren Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte die Speisenkarte, im Norden sind es Fleisch- und Wurstspezialitäten. Besonders deftig wird in Südtirol gekocht, in diesem Landstrich wird typische Alpenküche serviert. Zudem wird in den nördlichen Landesteilen aufwändiger gekocht, während im Süden die Gerichte ursprünglicher sind. Eine weitere Unterscheidung: In der Renaissance entstand eine höfische Küche, die Cucina alto-borghese. Die sogenannte Cucina povere der Bürger und Bauern war einfacher.

Gang für Gang

Sowohl das Mittag- als auch das Abendessen bestehen aus mehreren Gängen. Gestartet wird mit Antipasti, warmen oder kalten Vorspeisen. Dabei kann es sich um etwas Einfaches wie Bruschetta oder eine Auswahl aus Wurst und Schinken handeln oder aber um eine Leckerei wie Vitello tonnato. Der erste Gang, primo piatti, besteht aus einem Pasta- oder Gnocchigericht. Im Norden des Landes wird ebenfalls Risotto als erster Gang angeboten. Je nach Region werden auch Suppen wie Minestrone serviert. Im zweiten Hauptgang, secondo piatto, wird entweder ein Fleisch- oder ein Fischgericht gegessen.

Den Abschluss eines Menüs bilden die Dolci, die Nachspeisen. Das Angebot ist groß, es reicht von frischem Obst bis zu Klassikern wie Zabaglione, Panna Cotta, Tiramisù oder Eis. Ohne einen Caffè – also Espresso – getrunken zu haben, verlässt kein Italiener den Tisch.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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