Genießen mit Aussicht im Sommer
"Essen to go": beim Picknick die Seele baumeln lassen

"Pique-nique, tres français": Brot, Salami, Käse und Rotwein reichen völlig.
  • "Pique-nique, tres français": Brot, Salami, Käse und Rotwein reichen völlig.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro): Der Sommer ist die beste Jahreszeit für ein Picknick. Denn wenn die Sonne scheint und es schön warm ist, dann steigt die Lust auf ein Essen unter freiem Himmel. Drei Dinge sind, wenn man es stilecht haben möchte, unentbehrlich: ein lauschiger Platz mit Aussicht, eine Decke und ein Picknickkorb. Und natürlich dürfen all die Leckereien, die gegessen werden, nicht fehlen. 
Es gibt professionelle Ausrüstung zu kaufen: Das beginnt bei den Decken, die mit einem wasserabweisenden Stoff auf der einen Seite versehen sind, und endet bei gut ausgestatteten Picknickkörben. Darin sollten sich auf jeden Fall Teller, Tassen und Besteck befinden und zwar in eigens dafür angebrachten Fächern, damit nichts kaputt gehen kann beim Transport. So etwas ist praktisch, aber nicht unbedingt notwendig. Ein schöner Korb, der mit dem Geschirr, das nötig ist, befüllt wird, tut es auch. 

Doch was sollte serviert werden? Bei dieser Frage sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – mit einer Einschränkung: Die Speisen sollten transportfähig sein. So gibt es eine ganze Reihe von praktischen Leckereien, die ohne großen Aufwand mitgenommen werden können: Äpfel, hart gekochte Eier, belegte Brote, vielleicht ein Grillhähnchen. Aber auch Gurken oder Melonen sind wie alle Lebensmittel, die eine natürliche Verpackung haben, praktisch. Für alles andere braucht es schlicht und einfach die passenden Gefäße und Verpackung. 

Wer Salat anbieten möchte, sollte bedenken, dass Blattsalate nach kurzer Zeit in der Salatsoße zusammenfallen. Wer sie schön knackig mag, der sollte das Dressing getrennt von den Blättern mitnehmen und erst während des Picknicks über den Salat geben. Gut geeignet für ein Picknick sind Nudel-, Kartoffel- oder Reissalat. Auf Mayonnaise sollte bei warmer Witterung besser verzichtet werden, sie könnte verderben. Das gleiche gilt für rohen Fisch oder klassische Aufschnittwurst.
So manches Obst, das aufgeschnitten wird, reagiert mit Sauerstoff und bekommt unschöne braune Flecken. Auch bei Avocado kann dies passieren. Wer vorgeschnittenes Obst oder Gemüse einpacken möchte, der sollte es mit ein paar Tropfen Zitronensaft beträufeln. Schon behält es seine appetitliche Farbe. 

Sandwich, Pfannkuchen oder Wrap sollten einzeln eingepackt werden, am besten in Frischhaltefolie. Dabei sollte gerade bei Wraps darauf geachtet werden, dass die Füllung nicht zu viel Flüssigkeit enthält, sonst weichen sie durch. Für klassische belegte Brote wurden die Brotdose oder das Butterbrotpapier erfunden. Wer nicht zu Fuß, sondern mit einem Fahrzeug unterwegs ist, der kann ganz einfach eine Kühlbox mitnehmen. Nicht jeder verträgt gut die Sonne, deshalb ist ein Sonnenschutz ein Muss.

Doch was sollte aufgetischt werden? Wer es echt britisch mag, der serviert die klassischen dreieckig geschnittenen Sandwiches. Unentbehrlich zu einer englischen Teatime sind Gurkensandwiches mit Kresse, sie dürfen beim British-Picknick auf keinen Fall fehlen. Anstelle des heißen Tees ist ein leckerer Eistee eine gute Alternative als Getränk. Was den Deutschen der "Hugo" und den Italienern ihr "Sprizz" ist den Engländern ihr "Pimm's Cup". Der spezielle Kräuterlikör wird mit einem Erfrischungsgetränk wie Ginger Ale oder Zitronenlimonade aufgegossen, eine Scheibe Zitrone und eine Gurkenscheibe dürfen nicht fehlen. Einen Hauch von Frankreich bekommt ein Picknick, wenn eine Quiche serviert wird. Auch Pasteten, gefüllt mit Hackfleisch oder Käse, sind eine Bereicherung. Dazu Käse und Baguette und natürlich ein guter Wein und schon ist das französische Picknick fertig.

Denkbar ist aber ebenfalls eine deftige Variante, die wie ein Vesper aufgebaut ist. Herzhaftes Bauernbrot, Schinken, Speck und Bauernbratwürste gehören dazu. Damit es knackig wird, ergänzen aufgeschnittener Rettich und Radieschen das Angebot. Wer es etwas üppiger mag, der richtet ein Picknickbrot: Dabei wird von einem Laib Brot ein Deckel abgeschnitten, das Brot ausgehöhlt und mit leckeren Zutaten gefüllt. Da der Laib ansonsten unbeschädigt bleibt, lässt er sich schön verpackt gut transportieren.

Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, der kann natürlich einkehren – so es die Möglichkeit dazu gibt. Stilecht ist es aber, ein klassisches Vesper mit in den Rucksack zu packen. Eine Flasche Wasser darf natürlich nicht fehlen. Wen unterwegs der kleine Hunger packt, der sollte eine Banane, einen Apfel oder vielleicht Nüsse griffbereit haben. Für die längere Rast bieten sich belegte Brote an. Auch hier gilt, beim Belag daran denken, dass er nicht gekühlt wird, während man unterwegs ist. Deshalb keine leicht verderblichen Wurst- oder Käsesorten verwenden. Gurkenscheiben und Tomaten sorgen für die nötige Frische beim Halt. Der Liebling des Wanderers sind hart gekochte Eier, denn ungeschält lassen sie sich gut transportieren.

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