Eine kleine Formenlehre für Klassiker wie Martini und andere coole Drinks
Für jeden Cocktail gibt es auch das richtige Glas

Kühle Drinks sind ideal an einem warmen Sommerabend und eine Augenweide.
  • Kühle Drinks sind ideal an einem warmen Sommerabend und eine Augenweide.
  • Foto: Norbert Smuda/pixelio.de
  • hochgeladen von Christina Großheim

Natürlich schmeckt ein gut gemixter Cocktail das ganze Jahr, aber im Sommer wächst die Lust auf den coolen Drink. Alkohol ist dabei kein Muss, heutzutage gibt es viele Rezepte für alkoholfreie Varianten, die nicht nur Kindern schmecken.

Natürlich sind die Zutaten ein wichtiger Bestandteil eines Cocktails, aber je nachdem, für welchen der unzähligen "Sundowner" man sich entscheidet, spielt auch die Form des Glases eine wichtige Rolle.

Longdrinkgläser sind hoch und schmal. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausformungen, manche sind leicht bauchig, andere ein schlichter Zylinder. Wichtig ist, dass sie ein gewisses Volumen fassen, denn ein Longdrink besteht traditionell aus einer Spirituose und einem "Filler". Der kann sowohl Saft als auch Sodawasser sein. Wann immer der Longdrink mit kohlensäurehaltigen Getränken aufgefüllt wird, spricht man von einem "Highball". Klassische Longdrinks sind "Gin Tonic", der aus Gin und Tonic-Wasser besteht, oder "Screwdriver", ein mit Orangensaft aufgegossener Wodka. Ebenfalls zu den Longdrinks zählt "Cuba Libre", die beliebte Mischung aus Cola und Rum. Das Mischungsverhältnis von Spirituose und "Filler" liegt, je nach Drink, zwischen eins zu eins und eins zu vier. Longdrinks werden meist mit Eiswürfeln serviert.

Eine typische, flache Kelchform haben Martinigläser. Ein Martini ist ein klassischer Shortdrink: Das bedeutet, dass er nur aus Spirituosen besteht. Es gibt zwei Varianten: Das Ursprungsrezept sieht die Mischung von Gin und französischem Wermut im Verhältnis zwei Drittel "Dry Gin" und einem Drittel Wermut vor. Das Rezept, auf das sich die Internationale Bartenders Association geeinigt hat, schreibt sechs Zentiliter Gin und einen Zentiliter trockenen Wermut vor. Begleitet wird er von grünen Oliven. Seltener wird er aus Wodka und Wermut gemixt. Je nachdem, welche Sorten der beiden Getränke verwendet werden, schmeckt der Drink trockener oder blumiger. Der Martini ist der bekannteste Vertreter der sogenannten "Shorts", er wird im Mixbecher auf Eis geschüttelt oder gerührt, das Eis hat allerdings nichts im Glas zu suchen.

Bauchige, flache Kelchgläser sind dagegen bei Margaritas die beste Lösung: Besonders typisch ist die Coupetteform, die ein wenig an einen auf den Kopf gestellten Sombrero erinnert. Ob das etwas mit einem wesentlichen Bestandteil dieses typischen Sommerdrinks zu tun hat? Ohne Tequila, dem mexikanischen Kakteenbrand, ist ein Margarita eigentlich undenkbar. Er zählt ebenfalls zu den Shortdrinks, deren Volumen sieben Zentiliter in der Regel nicht überschreiten. Außerdem gehört er zu den sogenannten "Sour", denn in ihm ist Limettensaft enthalten. Abgerundet wird die Komposition durch Triple Sec, einem Orangenlikör. Ganz wichtig ist der Salzrand am Glas. Auch der Margarita wird auf Eis geschüttelt, aber ohne solches serviert. Sowohl in dieser runden Glasform als auch im Martiniglas werden ebenfalls Daiquiris serviert.

Zylindrisch, stabil und mit griffigen Rillen am unteren Ende versehen: So sehen Caipirinha-Gläser aus. Der Sommerdrink stammt aus Brasilien, seine wichtigsten Bestandteile sind Cachaça, ein Zuckerrohrschnaps, Limetten und Eis. Die Limetten werden geachtelt und mit einem Stößel in einem Glas zerstoßen, so dass der Saft austritt. Darauf werden zwei bis drei Teelöffel Rohrzucker gegeben, der Zucker sollte sich durch den Saft der Limetten auflösen. Das Glas wird bis unter den Rand mit "Crushed Ice" gefüllt, zuletzt kommen vier bis sechs Zentiliter Cachaça darauf.
"Fancy"-Gläser werden für all die Drinks gebraucht, die einen ungewöhnlichen Geschmack haben und entsprechend präsentiert werden sollen. Unter dem Begriff "Fancy" fassen Barkeeper ausgefallene Cocktails und Longdrinks zusammen. Sie bestehen oft aus mehreren Komponenten und haben meist einen sehr fruchtigen oder süßen Geschmack. Dazu zählen auch die Spielarten der klassischen Cocktails wie ein Erdbeer-Daiquiri. Die ausladenden Glasformen lassen sich gut dekorieren.

Die Deko muss zu dem Drink passen. Als Faustregel gilt: Was im Cocktail enthalten ist, kann auch zur Deko dienen, aber immer mit Augenmaß – ein Cocktail ist kein Obstsalat. Obstscheiben werden leicht eingeschnitten und auf den Glasrand gesteckt. Cocktailkirschen, Beeren oder Oliven werden aufgespießt und mit einem passend langen Spieß ins Glas gegeben. gro

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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