Frisch aus Backofen
Glücklichmacher: Aufläufe sind Balsam für die Seele

Ein Klassiker: Einer italienischen Lasagne kann so gut wie keiner widerstehen.
  • Ein Klassiker: Einer italienischen Lasagne kann so gut wie keiner widerstehen.
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Ortenau (gro). Gut geschichtet und mit einer schönen Kruste versehen – so sieht der perfekte Auflauf aus. Dabei spielt es keine Rolle, ob auf diese Weise elegant Reste verwertet oder die Zutaten frisch für das leckere Gericht gekauft werden.
Aufläufe werden im Backofen zubereitet und bestehen meist aus einer sättigenden Hauptzutat. Das können Kartoffeln, Nudeln, Reis, aber auch Getreide sein. Es gibt Aufläufe mit und ohne Fleisch, Fisch lässt sich genauso gut verwenden wie Gemüse. Es gibt sie auch als süße Variante, in der meist Obst mitverarbeitet wird. Diese Spielart schmeckt sowohl als süßes Hauptgericht oder als Dessert.

Kein Auflauf ohne Soße: Sie ist für den Geschmack verantwortlich. Ein Klassiker ist eine cremige Bechamelsoße aus Butter, Mehl und Milch. Wer es einfacher mag, der kombiniert Sahne und Schmand und würzt mit Salz und Pfeffer. Wem dies zu üppig ist, der stellt die Bechamelsoße aus Gemüsebrühe her und verleiht ihr mit nur einem Schuss Sahne einen cremigen Geschmack. Eine italienische Note bekommt ein Auflauf, wenn die Zutaten in einer würzigen Tomatensoße im Backofen gegart werden. Beliebt ist ebenfalls eine Kombination aus Milch und Eiern, die dann im Backofen stockt. Richtig lecker, aber leider auch wenig figurfreundlich wird die Soße, wenn sie mit Käse wie Cheddar oder Parmesan angereichert wird.

Zutaten müssen nicht vorgekocht

Die Zutaten können, müssen aber nicht vorgekocht werden. Wer Kartoffeln, Nudeln oder Reis vorgart, spart Zeit und braucht weniger Flüssigkeit beim Garen. Auch das Gemüse kann kurz blanchiert oder im Dampfgarer vorgekocht werden. Doch Vorsicht: In einem Auflauf sollten die Zutaten zwar gar, aber nicht zu weich sein. Wer das Gemüse zu lange vorkocht, der hat, nachdem der Auflauf fertig ist, oft Mus in der Form.

Kartoffeln passen wunderbar zu allen Kohl- und Wurzelsorten, aber auch zu Zucchini, Tomaten, Paprika und anderen eher sommerlichen Zutaten. Sie sind wahre Alleskönner in Sachen Auflauf. Auch Nudeln sind erstaunlich wandlungsfähig: Eine Tomatensoße ist ein Kann, auf keinen ein Fall ein Muss. Wer Reis als Sättigungszutat verwendet, der sollte Paprika, Erbsen oder Möhren einsetzen. Außerdem ist Reis geradezu ideal, um einen süßen Auflauf herzustellen. Toll schmeckt er auch, wenn das Backofengericht einen orientalischen Touch haben soll.

Getreide vorher anrösten

Auch Getreide eignet sich als Basis für einen Auflauf. Ob Hirse, Cous-Cous, Bulgur oder Quinoa – wichtig ist, dass genug Brühe hinzugegeben wird, damit die Körner quellen können. Wer sie zuvor in einer Pfanne mit Zwiebeln in etwas Öl anröstet, verleiht ihnen einen nussigen Geschmack. Getreide lässt sich besonders gut mit Gemüse kombinieren.

Kein Auflauf ohne Kruste: Der krönende Abschluss des Gerichts kann eine Schicht Käse oder eine Kombination aus Semmelbröseln und Fett sein. Wer auf Käse setzt, der muss sich über eines im Klaren sein: fettarm ist nicht. Denn diese Käsesorten schmelzen zu schnell und verbrennen leicht. Gut geeignet sind alle Käsesorten, deren Fettgehalt höher liegt als 40 Prozent in der Trockenmasse. Besonders beliebt sind Emmentaler, Gouda, würzige Bergkäse und Cheddar. Aus der italienischen Küche kommt der Mozzarella, der besonders gut zu Aufläufen mit Tomaten passt. Raffiniert: Greyerzer gemischt mit Schafskäse gibt einem Auflauf einen griechischen Touch. Wer Semmelbrösel mit Parmesan mischt, hat eine besonders würzige Kruste.

Unterschied zwischen Gratin und Auflauf

Übrigens, es gibt einen Unterschied zwischen einem Auflauf und einem Gratin: Ersterer besteht immer aus mehreren Zutaten und Schichten. Ein Gratin hat maximal zwei Schichten, oftmals besteht er aus nur einer Zutat wie der berühmte Kartoffelgratin. Er hat immer eine knusprige Haube, das ist bei einem Auflauf schön, aber nicht zwingend.

Und nun noch ein paar berühmte Aufläufe: Lasagne aus Italien wird mit Nudelplatten gefertigt. Klassisch wird eine Fleisch-Tomatensoße mit einer Bechamelsoße kombiniert. Mac'n'Cheese ist pure Wonne aus den USA: Maccharoni werden mit einer Käsesoße aus Cheddar und Milch überbacken. Die griechische Moussaka kombiniert Kartoffeln und Auberginen mit einer würzigen Hack- und Bechamelsoße. Der süße Kirschplotzer schmeckt nicht nur als Dessert, sondern kann auch ein leckeres Hauptgericht sein.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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