Hülsenfrüchte schmecken nicht nur an Fastnacht
Leckere Eiweißpakete

Linsen gibt es in vielen Größen und Farben.

Ortenau (gro). Hülsenfrüchte haben eigentlich das ganze Jahr Saison: Aber bedingt durch den Brauch an Fastnacht Bohnensuppe zu essen, sind sie gerade – zumindest in der Ortenau – in aller Munde. Sie sind sehr nährstoffreich: Der Eiweißgehalt ist hoch, zudem sind sie reich an Stärke und Fett. Deshalb sollten sie auf dem Speisenplan eines jeden Veganer oder Vegetarier stehen. Sie enthalten eine große Menge an Ballaststoffen, aber auch viele Vitamine. Erwähnenswert sind dabei die B-Vitamine wie Thiamin und Riboflavin sowie Folsäure. Zu den Hülsenfrüchten zählen Bohnen, Erbsen, Kichererbsen und Linsen.

Viele Hülsenfrüchte werden getrocknet angeboten. Das hat den Vorteil, dass sie richtig gelagert nahezu unbeschränkt aufbewahrt werden können. Der Nachteil: Die getrockneten Hülsenfrüchte müssen nicht nur zuerst in Wasser eingeweicht werden, sie müssen auch relativ lange gekocht werden. Das bekommt gerade den hitzeempfindlichen Vitaminen nicht gut.

Erbsen: Frisch im Sommer

Erbsen gibt es frisch – vor allem im Sommer –, tief gekühlt, getrocknet und in der Dose. Am gebräuchlichsten sind Palerbsen, Markerbsen und Zuckererbsen. Palerbsen sind die, die gerne für eine Suppe verwendet werden, denn sie werden durch das Kochen leicht mehlig. Markerbsen schmecken süßlich, sie sind vor allen Dingen bei der Tiefkühlware anzutreffen, werden aber auch getrocknet angeboten. In der Küche sind sie vielseitig einsetzbar: Eintöpfe, Püree, Bratlinge und auch als Gemüsebeilage sind beliebte Gerichte mit Markerbsen. Von Mai bis August werden Zuckererbsen angeboten. Sie haben ein zartes Aroma und sollten nach dem Kauf rasch zubereitet werden.

Auch wenn der Name es vermuten lässt, aber Kichererbsen sind nicht mit den Gartenerbsen verwandt. Sie bilden eine eigene Unterart bei den Hülsenfrüchten. Im Geschmack sind Kichererbsen nussig, die Farbe ist gelblich-braun. Während man Gartenerbsen frisch aus der Schale naschen kann, schmecken Kichererbsen nur gekocht. Sie sind vor allem in der orientalischen Küche zu Hause. Sie werden in Dosen und getrocknet verkauft. Sie schmecken als Salat, lassen sich zu Brotaufstrich verarbeiten, aber auch Frikadellen sind einfach herzustellen. Wer getrocknete Kichererbsen verwendet, der muss diese über Nacht einweichen und dann in Wasser kochen lassen. Je nach Gericht sollte man sich die Mühe machen und die Kichererbsen vor der Weiterverarbreitung von ihren recht festen Häuten zu trennen – Humus wird dann viel feiner in der Konsistenz. Bekannt sind auch Falafel: Kleine Bällchen aus Kichererbsenteig, die in Fett ausgebacken werden.

Bohnen grün oder nur die Kerne

Im Sommer – zwischen Mai und Oktober – werden Bohnen frisch von der Ranke als Schote angeboten und in der Küche verarbeitet. Grüne Bohnen sollten nur gekocht verzehrt werden, da sie in rohem Zustand gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. In ihrer grünen Form schmecken sie als Gemüsebeilage, in Aufläufen, Eintöpfen oder als Salat. Es gibt aber auch Sorten, die besonders dicke Kern enthalten. Diese werden sowohl frisch als auch getrocknet angeboten. Weiße Bohnen sind mild im Geschmack und werden hierzulande gerne als leckerer Bohneneintopf in der kalten Jahreszeit angeboten. Leicht süßlich schmecken die roten Kidneybohnen, die aus Südamerika stammen. Deshalb werden sie für mexikanische Gerichte wie Chili con Carne verwendet. Übrigens, wie auch bei den Feuerbohnen werden bei den Kidneybohnen nur die Kerne verzehrt. Es gibt weltweit über 700 verschiedene Bohnensorten in nahezu allen Farben, Formen und Größen.

Vor ein paar Jahren galten sie noch als hausbacken, jetzt liegen sie wieder voll im Trend: Linsen schmecken als Beilage, Suppe und im Salat. Besonders beliebt sind im Augenblick Rezepte, die asiatisch angehaucht sind, aber auch Klassiker wie Linsen mit Spätzle finden wieder Freunde. Linsen werden in der Regel in der Größe unterschieden. Zuckerlinsen haben nur einen Durchmesser von vier bis fünf Millimeter, Mittellinsen sind zwischen fünf und sechs Millimeter große. Tellerlinsen bringen es auf sechs bis sieben Millimeter Durchmesser. Alles was größer ist, wird als Riesenlinsen bezeichnet.

Linsen: In Größe und Farbe verschieden

Nicht nur die Größe, auch die Farbe macht den Unterschied bei den verschiedenen Sorten. Beliebt sind die kleinen, schwarzen Belugalinsen, die einen besonders feinen Geschmack besitzen. Nussig und knackig, so schmecken die Linsen aus der französischen Stadt Puy. Rote Linsen stammen aus Indien und sind fester Bestandteil des Nationalgerichtes Dal. Typisch deutsch sind die gelb-grünen Tellerlinsen, die ideal für einen Eintopf sind. Die verschiedenen Linsensorten haben alle eine unterschiedliche Garzeit: Am schnellsten weich sind die indischen, roten Linsen. Puy-Linsen brauchen längst nicht so lange wie klassische Tellerlinsen, behalten aber immer einen gewissen Biss. Deshalb schmecken sie im Salat. gro

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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