Süß und saftig ist die Pflaume, fein-säuerlich und fest dagegen die Zwetschge
Verwandt und doch in Form und Geschmack verschieden

Ein Zwetschgenkuchen wie gemalt: Nun fehlt nur noch eine Portion Schlagsahne.
  • Ein Zwetschgenkuchen wie gemalt: Nun fehlt nur noch eine Portion Schlagsahne.
  • Foto: pixel2013/pixabay.com
  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Botanisch ist Pflaume ein Oberbegriff, unter den einige Steinfruchtarten fallen. Die kleinere, süße Mirabelle ist ebenso eine Pflaumenart wie die große saftige Reneklode, die süß-säuerliche Zwetschge oder eben die Eier- oder Rundpflaumen.

Zwischen Juli und September haben Mirabellen Saison. Die kleine, gelbe Schwester der Pflaume löst sich leicht vom Stein. Wenn sie reif sind, haben sie eine orange-rote Farbe. Am besten schmecken sie frisch vom Baum. Sie werden gerne eingekocht und auch Konfitüre lässt sich gut aus ihnen machen. Ein klassischer Tortenboden belegt mit Mirabellen ist eine schöne Abwechslung im Sommer. Sogar einfrieren lassen sich die Früchte – dafür sollten sie allerdings vorher entsteint werden. Außerdem lassen sie sich, wie fast alle Steinfrüchte, sehr gut zu einem leckeren Schnaps brennen. Doch nicht nur in der süßen Küche glänzen Mirabellne: Als Begleiter in Form eines Kompotts oder Chutneys passen sie ebenso gut zu herzhaften Gerichten.

Renekloden und mehr

Selbst reif haben sie eine leicht grüne Farbe: Renekloden sind dennoch süß im Geschmack. Sie sind fast so groß wie Pflaumen und haben eine runde Form. Ihr Fleisch ist ausgesprochen saftig. Der Wermutstropfen: Stein und Fruchtfleisch lassen sich nur schlecht trennen. Außerdem sind sie sehr druckempfindlich. Waren vor einigen Jahrzehnten nur die gelb-grünen Sorten in Deutschland üblich, so gibt es Renekloden mittlerweile in allen Schattierungen von grün bis blau. Kompott und Konfitüre lassen sich gut aus ihnen produzieren, aber auch ein Kuchen ist machbar.

Pflaumen sind rundlich oval und haben runde Enden. Gut zu erkennen ist auch die ausgeprägte Bauchnaht. Das Farbspektrum der reifen Früchte reicht von Blau-Violett über Rot bis hin zu Gelb oder Grün. Unabhängig von der Farbe der Schale ist das Fruchtfleisch gelblich und hat eine weiche und saftige Konsistenz. Leider löst sich auch das Fleisch der Pflaumen nicht leicht vom Stein. Sie eignen sich außerdem nur bedingt dazu, einen Kuchen zu belegen, denn große Hitze sorgt dafür, dass sie ihre Form verlieren. Hinzu kommt, dass sie sehr saftig sind und den Kuchenboden schnell durchnässen. Wer dennoch einen Kuchen mit Pflaumen fertigen möchte, der sollte sich für einen Crumble entscheiden, da fällt die Schönheit der Früchte weniger ins Gewicht. Dafür sind Pflaumen bestens geeignet, Konfitüre oder ein leckeres Mus aus ihnen zu kochen.

Zwetschgen für den Kuchen

Zwetschgen sind länglich und lassen sich dagegen leicht vom Stein lösen. Die Frucht ist blau-violett mit einem goldgelben Fruchtfleisch. Die Haut hat eine Wachsschicht, die vor dem Austrocknen schützt. Deshalb sollten Zwetschgen gut gewaschen werden, aber erst kurz bevor sie zum Einsatz in der Küche kommen. Ihr Fleisch ist fester und nicht ganz so saftig wie das der Pflaumen. Das macht sie zu einem beliebten Kuchenbelag, da sie ihre Form während des Backens behalten und der Kuchen so hübscher aussieht. Auch wenn sie weniger Flüssigkeit verlieren als Pflaumen, eine saugende Schicht zwischen Teig und Belag ist wichtig. Aber auch eingemacht oder in Form von Konfitüre oder Mus schmecken Zwetschgen sehr gut. Und natürlich lassen sich aus den leckeren Früchten tolle Desserts zaubern.

Typischer Begleiter der Früchte ist Zimt. Rosmarin ergänzt ebenfalls den Geschmack – bei Desserts oder auf Tartes. Aber auch exotische Noten wie Ingwer oder Sternanis – etwa in einem Chutney – passen gut zu den Früchten. In der skandinavischen Küche werden Pflaumen, oft in ihrer getrockneten Form, zu Fleisch serviert. Ein beliebter kleiner Appetizer sind Pflaumen im Speckmantel.

Lecker und gesund

Pflaumen und Zwetschgen schmecken nicht nur gut, sie sind auch gesund, denn die B-Vitamine, die der Mensch unter anderem für den Stressabbau benötigt, sind in ihnen erhalten. Diese entfalten ihre Wirkung allerdings nur, wenn sie nicht erhitzt wurden. Aber auch in Sachen Vitamin C glänzen die Früchte. Hinzu kommen Ballast- und Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium.

Ob frisch vom Baum oder gekauft: Die Früchte müssen reif sein, denn Steinfruchtarten reifen nicht nach. Eine perfekte Pflaume sollte eine pralle Haut besitzen, die unter leichtem Fingerdruck etwas nachgibt. Sind die Früchte zu fest, besitzen sie nicht die gewünschte Süße. Ähnliches gilt für Zwetschgen und alle anderen Steinfrüchte. Wer das Obst nicht gleich verarbeiten kann, der sollte es am besten in einer Papiertüte verpackt im Kühlschrank lagern. So hält es sich zwischen drei bis vier Tagen. Die Früchte sind druckempfindlich, sie sollten nicht übereinanderliegen.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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