„Beispielhaftes Bauen Ortenaukreis 2014-2020"
25 Objekte prämiert

ZOB-Lahr
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Ortenau (st). Unter der Schirmherrschaft von Landrat Frank Scherer hat die Architektenkammer Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Landratsamt Ortenaukreis das Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Ortenaukreis 2014-2020“ durchgeführt. Ziel ist es, realisierte Objekte zu finden, die beispielgebend für die Architektur und Stadtgestaltung im Alltag sind, die Positives für das Wohlbefinden und das Zusammenleben von Menschen leisten. Inzwischen hat eine siebenköpfige Jury über die 111 eingereichten Arbeiten beraten. Die Mitglieder der Jury ergänzten sich gegenseitig: Die Sachjurorinnen brachten ihre Kompetenz als Landkreiskenner, die auswärtigen Architekten ihr fachliches Wissen ein. Landrat Frank Scherer, Schirmherr, Monika Fritz, Architektin, Vorsitzende der Jury und Landesvorstand der Architektenkammer,  Carmen Mundorff, Architektin und Geschäftsführerin Architektenkammer Baden-Württemberg, Andreas Kollefrath, Architekt und Vorsitzender der Kammergruppe Ortenaukreis sowie Bruno Eisenmann, Kreisbaumeister, Landratsamt Ortenaukreis stellten die 25 prämierten Objekte vor.
Ausgezeichnet wurden:

Mitarbeiterwohnen Europa-Park

Ellenweg 12 A-C in Rust, Bauherrschaft Franz Mack & Söhne KG, Ann-Kathrin Mack, archis Architekten + Ingenieure GmbH
Jurybegründung: In der von den großen Freizeitbauten des Europa-Parks geprägten, sehr heterogenen Umgebung sind die Mehrfamilienhäuser ein wohltuender Ruhepol. Sie sind nicht nur barrierefrei erschlossen, es gibt auch mehrere barrierefrei nutzbare Wohnungen. Das ist ebenso nachhaltig wie die eigene Energieerzeugung und die Holzfassade. Die Freianlagen im Innenhof laden zum Verweilen ein. Ein gekonntes Beispiel dafür, wie ein Freizeitpark-Betreiber seine soziale Verantwortung wahrnimmt und für seine Saisonkräfte qualitativ hochwertigen Wohnraum bereitstellt.

Wohnen an der Wiede

Fischerstraße 20, 22/An der Wiede 6-12, Offenburg, Bauherrschaft WO Wohnbau Offenburg GmbH/SO Stadtbau Offenburg GmbH
Jurybegründung: In einer städtebaulich schweren Gemengelage ist entlang seiner Erschließung dieser schlangenförmige Baukörper gekonnt gesetzt. Durch eine dezente Aufweitung des Straßenraums ergibt sich ein wohlproportioniertes Straßenprofil mit ruhigem Vorbereich. Auf der Rückseite entwickelt sich die innere Erschließung der Baukörper, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern als Treffpunkt und Spielbereich gleichermaßen intensiv angenommen wird. Die Wohnzufriedenheit der Bewohner ist Beleg für den gelungenen Stadtbaustein.

Hausgruppe am Hang

Nussbaumhain 27, 29, 31, 33, Lahr, Bauherrschaft Martin-Devid Herrenknecht
Jurybegründung: Die Doppelhaushälfte besticht mit ihrer bescheidenen, modernen und offenen Bauweise und gleichzeitig klaren Innenraumstrukturen. Hervorzuheben sind im
Inneren die vielen pfiffigen Einbauelemente, die das heutige Problem des
begrenzten Platzes beispielhaft lösen. Trotz baurechtlicher Vorgaben von
Doppelhäusern und Gabionen ist die Verortung der Gebäude stimmig, die
äußerlich als Hausgruppe in Erscheinung treten.

Wohnhaus am Hang in Offenburg

private Bauherrenschaft, "tobias hylla architekten gmbh"
Jurybegründung: Geschickter hätte man dieses kleine Grundstück in starker Hanglage nicht nutzen können. Die Dachform erschließt sich zwar nicht auf den ersten Blick, wird aber durch das Erleben des Innenraums deutlicher: In der äußersten Dachspitze befindet sich der Schlafraum. Unter Einsatz des regionaltypischen und ökologischen Baustoffs Holz ist ein kleines Raumwunder entstanden – inklusive pfiffigem, frei gespanntem Netz im Obergeschoss, das als Liegefläche dient. Ein gutes Beispiel dafür, wie in einem gewachsenen Ortskern einfühlsam nachverdichtet werden kann.

Sporthalle+ im Bürgerpark

Bürgerpark 1, Lahr, Bauherrschaft Landesgartenschau Lahr 2018 GmbH Stadt Lahr
Jurybegründung: Durch die geschickt versetzte Anordnung der beiden Baukörper von Sport- und Veranstaltungshalle ergeben sich angenehm geschützte Freiräume – wenngleich diesen ein bisschen mehr Begrünung gut getan hätte. Die umlaufende Holz-Lammellenfassade greift einen regionaltypischen Baustoff auf und akzentuiert gleichzeitig den Sockelbereich. Die Fenster lassen wohltuendes Tageslicht einfallen – eine Bereicherung, sowohl für Sport- als auch für öffentliche Veranstaltungen. Das schafft eine angenehme Hallenatmosphäre. Der Schwingboden ist ideal für Mannschaftssportarten. Die Balustrade und die rot gestaltete Bar machen einfach Lust darauf, Sport in dieser Halle auch als
Zuschauer zu erleben.

Katholisches Gemeindezentrum St. Sebastian

Goethestraße 6, Haslach im Kinzigtal, Bauherrschaft Katholische Kirchengemeinde Haslach
Jurybegründung: Ein guter städtebaulicher Auftritt mit klar definiertem Eingang, der sich gekonnt in
sein Umfeld einfügt. Die Räume des Gemeindezentrums sind wohl proportioniert
und bieten sensible funktionelle Nutzungen an. Der durchgängig verwendete
Baustoff Holz, der sich – neben der Konstruktion – auch im Innenausbau
wiederfindet, erscheint trotzdem nicht im Übermaß. Das sympathische Gebäude
stellt eine nachhaltig nutzbare Gemeinschaftsstruktur dar.

Steuerstand für Einlassbauwerk zum Hochwasserrückhhalteraum

Rheinstraße (Rhein-KM 261,25), Kappel-Grafenhausen
Bauherrschaft Regierungspräsidium FreiburgAbteilung 5 – Umwelt
Jurybegründung: Pfiffig kaschiert dieses kleine Häuschen sein rein technisches Innenleben, indem
es sich selbst gekonnt in Szene setzt. Durch die Ausführung als Holzbau erfüllt der
Steuerstand die Anforderung der Nachhaltigkeit und trotzt gleichzeitig der
Witterung. Sogar Tageslicht gibt es in diesem rein technischen Bauwerk –
geschickt eingelassen durch Löcher in der Cortenstahlfassade. Ein wunderbares
Beispiel dafür, dass Zweckbauten mitnichten rein zweckmäßig aussehen müssen.
Klein, aber oho und einfach wow.

Kita+ im Bürgerpark

Mauerweg 9, Lahr, Bauherrschaft Landesgartenschau Lahr 2018 GmbH, Stadt Lahr
Jurybegründung: Geschickt spielt das Gebäude mit unterschiedlichen Raumhöhen – die
Deckenkonstruktion im Markthallencharakter mit unterschiedlichen Spannweiten
macht es möglich. Gleichzeitig müssen die kleinen Gäste nicht auf detaillierte
Rückzugsmöglichkeiten verzichten. Durch die großzügigen Fensterkonstruktionen
öffnet sich das Gebäude zu den Freiflächen des Bürgerparks. Der Name Kita+ ist
dabei Programm: Durch das im gleichen Gebäude untergebrachte
Begegnungszentrum wird hier ein generationsübergreifender Austausch möglich.
Die Holzkonstruktion und die Verwendung von natürlichen Materialien sind
nachhaltig und geben dem Gebäude eine ruhige und angenehm zurückhaltende
Stimmung.

Freizeitbad Stegermatt

Stegermattstraße 11-15, Offenburg, Bauherrschaft Stadt Offenburg/Technische BetriebeDezernat II
Bürgermeister Oliver Martini
Jurybegründung: Das neue Freizeitbad ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich spannende
Architektur behutsam in die umgebende Landschaft integriert: Der alte
Baumbestand wurde bei der Neuplanung des Bades hervorragend konserviert. Der
Bau bietet unterschiedlichste Sport- und Erlebniswelten und wird den
verschiedensten Bedürfnissen seiner Besucherinnen und Besucher ganzjährig
gerecht. Die klar ablesbare Gliederung der drei Baukörper ist funktional, und
spiegelt die Aufteilung in Freizeitsport und Wellness wider.

Zentraler Omnibusbahnhof

Bahnhofplatz, Lahr, Bauherrschaft Stadt Lahr
Jurybegründung: Trotz seiner aus statischen Gründen sehr massiven Betonpfeiler wirkt die
Gesamtkonstruktion des Busbahnhofs sehr filigran. Sie schafft eine gelungene
Verbindung zwischen den kubischen Bahnhofsgebäuden und den
dahinterliegenden Wohngebäuden. Die Warte- und Bussteigbereiche sind
übersichtlich und verständlich gegliedert. Die verbauten Holzelemente vermitteln
Schutz und Geborgenheit, ohne zu erdrücken. Hier darf der Bus gern zu spät
kommen.

Brunner Innovation Factory

Im Salmenkopf 10, Rheinau-Freistett, Bauherrschaft Brunner GmbH
Rheinau
Jurybegründung: Eine neue zeitgemäße Arbeitsstätte, die funktionale Arbeitsabläufe ideal im
Gebäude vereint. Technische Innovationen in der Entwicklung werden in die
Architektur transportiert. Die große Halle mit dem feinen, offenen Tragwerk und
elegant ausgebildeten, wenigen Stützen bildet das Herzstück des Gebäudes. Das
transparente Miteinander von Verwaltung und Produktion spiegelt sich in der
Architektur. Hochwertige Kantinen- und Freibereiche prägen die
Unternehmenskultur.

Bürogebäude mit Betriebswohnung

Stückle-Straße 3, Ettenheim, Bauherrschaft: Lioba und Wolfgang Keienburg
Kippenheim
Jurybegründung: Die Konzentration auf das Wesentliche – nichts ist überflüssig – und bei alldem ein
sehr charmantes Gebäude. Die Bauweise mit konstruktivem Sonnenschutz,
gewachster Bodenplatte ohne Estrich und Decken aus Brettschichtholz mit
minimalen Schadstoffen ist sehr überzeugend. Die wohlproportionierten Räume
lassen den Hintergrund der Industriearchitektur als der im Büro üblichen
Entwurfsaufgabe spüren. Die Jury war von raffinierten Details wie beispielsweise
der silbrig gestrichenen Sichtbetonwand überrascht.

Sumhofspeicher - Translozierung und Sanierung

Moosenmättle 7, Wolfach-Kirnbach, Bauherrenschaft Hardy Happle
Jurybegründung: Man könnte meinen, der Getreidespeicher neben einem prächtigen
Schwarzwaldhof stand dort schon immer. Tatsächlich stand er im Tal, wurde
abgebaut und originalgetreu wiederaufgebaut – mit viel Liebe zum Detail und
Zimmermannsleistung. Bei der Restaurierung wurde viel Wert auf die
Herausarbeitung der eigentlichen Nutzung gelegt und eng mit dem Denkmalschutz
zusammengearbeitet: die Kornspeicher sind erhalten, die anderen Räume wurden
einer neuen Nutzung zugeführt und dienen jetzt als Seminarräume. Ganz im Sinne
der Nachhaltigkeit versorgt eine Photovoltaik-Anlage als Indach-Lösung das
Gebäude mit Strom. Den Denkmalschutzcharakter mindert das nicht. Ein gutes
Beispiel dafür, wie sich altehrwürdige Gebäude innovativ modernisieren lassen.

Energetische Sanierung Objekt berufliche Schulen

Ostlandstraße 33, Wolfach, Bauherrschaft Landratsamt Ortenaukreis
Jurybegründung: Eine wichtige Bauaufgabe der Zukunft wird sein, die Gebäude der 1960er und 70er
Jahre energetisch zu modernisieren und zu erhalten. Bei dieser Sanierung gelingt
es, den bauzeitlichen Charakter der Fassade in den Proportionen zu stärken und in
die Moderne zu überführen. Die Materialwahl wurde bewusst ökologisch und
nachhaltig gewählt. Beispielhaft!

Umbau Objekt und Sanierung denkmalgeschütztes Verwaltungsgebäude Burda

Hauptstraße 130, Offenburg, Bauherrschaft "hurrle-Fonds GmbH & Co. KG"
Jurybegründung: Bei diesem Objekt ist es gelungen die Originalität des Gebäudes – insbesondere
die Fassadengestaltung – zu erhalten und die Sanierung kaum wahrnehmbar
darzustellen. Die Feinheit der Details im Innen- und Außenraum wurde gekonnt
bewahrt und in die moderne Zeit überführt. Der Glanz der Nachkriegsmoderne ist
im Foyer mit einzigartigem Treppenaufgang sensibel herausgearbeitet.

Kinzigtalbad Ortenau mit Saunagarten

Schanze 4, Hausach, Bauherrschaft: Zweckverband Kinzigtalbad
Jurybegründung: Das interkommunale Schwarzwaldbad wurde in seiner Ursprungsform beibehalten
und durch weitere Bereiche wie Sauna und Wellness, sowie mehrere Außenbecken
ergänzt. Einzigartig ist die betonende Holzfassade, die den Altbau mit dem Neubau
verbindet und das gesamte Objekt umspannt. Sie findet sich auch in vielen Details
in den Außenbereichen des Bades wieder. Erfrischend ist der mit ausgesprochener
Liebe zum Detail ausgestatte Außenbereich der Saunaanlage, der sich an der
Umgebungslandschaft des Schwarzwaldes orientiert. Ein architektonischer
Blickfang und liebevolles Detail ist außerdem der restaurierte Sprungturm aus den
1970er Jahren.

Umbau und Sanierung Schlosshalle

Hauptstraße 40/Schlosshof, Wolfach, Bauherrschaft: Stadt Wolfach
Jurybegründung: Bürokratie wiegt schwer, besonders Akten und Stahlschränke. Die massiven
Stahlträger, nachträglich eingebaut in den 1980er-Jahren, mussten deshalb
notgedrungen erhalten bleiben, wurden aber geschickt durch eine abgehängte
Holzlamellendecke abgemildert. Sie prägen weiterhin den Raum, der jedoch eine
neue, harmonische Atmosphäre erhalten hat. Neue Öffnungen in der Fassade
schaffen eine hervorragende Verbindung zum Schlosshof und geben der Halle auf
beispielhafte Art und Weise ihren fürstlichen Charakter zurück. Kleines
Schmankerl: Das historische Parkett ist liebevoll restauriert und an einer Wand
wurde ein Stück Putz über der historischen Mauer abgetragen. Das zollt bei – allem
Neuen – dem Alten gebührenden Respekt.

Sanierung denkmalgeschütztes Wohnhaus und Ersatzneubau

Prädikaturstraße 16, Offenburg, Bauherrschaft "GEMIBAU" 
Mittelbadische Baugenossenschaft eG
Jurybegründung: Der wohltuende Rückbau des alten Gebäudes eröffnete die Neukonzipierung und
Freilegung der Stadtmauer. So entsteht an stadtzentraler Stelle eine prägende
Bebauung, die über einen Zwischenbau an das historische Gebäude anschließt.
Die Fassade des historischen Gebäudes ist fein und zurückhaltend saniert, der
Giebel orientiert sich jedoch zum neuen Teil hin. Das gibt dem Ensemble zwei
Gesichter. Durch gekonnte Fügung von Büro- und Wohnnutzungen ist ein
lebendiger neuer Baustein in der Altstadt von Offenburg entstanden.

Kronenplatz

Offenburg, Bauherrschaft Stadt Offenburg Dezernat II, Bürgermeister Oliver Martini
Jurybegründung: Der alte charakteristische Baumbestand ist gekonnt inszeniert und mit
zeitgemäßen Bepflanzungen ergänzt. Es sind ruhige Wiesenbereiche entstanden.
Möblierung, Materialwahl und Details sind robust gewählt und zurückhaltend
eingesetzt. Die überlegte Anordnung von Pflanzbeeten und Aufenthaltsbereichen
schafft eine klare Zonierung. Mit dem neuen Kronenplatz ist ein Freiraum
entstanden, der zum einladenden Auftakt des westlichen Konversionsbereiches
wird.

Mühlenumfeld

Am Mühlplatz 1, Willstätt, Bauherrschaft Gemeinde Willstätt
Jurybegründung: Der Platz am Rathaus verbindet die Kinzig gekonnt mit dem neuen Ortsmittelpunkt.
Der Fluss ist nicht nur beispielhaft renaturiert, er wird auch zu einem
identitätsstiftenden Ereignis in der Willstätter Mitte. Das lädt zum Verweilen ein. Die
neuen Freianlagen setzen die Konversion des Mühlengebäudes in ein Rathaus gut
in Szene. Entlang der Kinzig entwickelt sich so ein attraktives Fuß- und
Radwegesystem abseits des üblichen Durchgangsverkehrs. Das stellt weiteres
Potenzial für die Ortsentwicklung dar.

Ortenaubrücke

Kreuzung B 415/B 3, Lahr, Bauherrschaft Landesgartenschau Lahr 2018 GmbH, Stadt Lahr
Jurybegründung: Das ist gelungene interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architektur und
Ingenieurbau: Entstanden im Rahmen der Landesgartenschau, verbindet die
Ortenaubrücke nachhaltig die Kernstadt mit einem neuen Naherholungsgebiet. Sie
überquert zwei stark befahrene Bundesstraßen und bietet Fußgängern und
Radfahrern einen sicheren Übergang – auch für Familien mit Kindern sehr
geeignet. Ihre Form – dieser Schwung! – ist einzigartig in der Ortenau und setzt
durch den hohen Pylonen eine Landmarke, gerade auch nachts, wenn die Brücke
beleuchtet ist. Lahr hat ein neues Wahrzeichen erhalten.

Ortsmitte Ottenheim: Zwei Plätze - eine Mitte

Jägerstraße 3/Kirchstraße 16, Schwanau-Ottenheim, Bauherrschaft Gemeinde Schwanau
Jurybegründung: Das neue Bürgerhaus ist klar in seiner Form städtebaulich richtig platziert. Material,
Qualität und Proportionen nehmen die dörflichen Strukturen gelungen auf und
setzen sie modern um. Durch die ideale und feine städtebauliche Setzung entsteht
ein ruhiger zurückhaltender Platz, der für öffentliche Veranstaltungen genutzt
werden kann. Die beiden Brunnen markieren die Sichtbeziehung und Öffnung zum
Rathausplatz. Diese Verbindung wird durch die einheitliche Pflasterung unterstützt.
Es gelingt trotz des Durchgangsverkehrs beispielhaft, die Dorfmitte mit neuer
Proportion zu akzentuieren.

Mühlbachpromenade

Wilhelm-Bauer-Straße, Offenburg, Bauherrschaft Stadt OffenburgDezernat II, Bürgermeister Oliver Martini
Jurybegründung: Ein neues Band von öffentlichen Freiräumen bildet den logischen Abschluss des
neuen Mühlbachquartiers. Es ist ein zeitgemäßes Pendant zum historischen
Zwingerpark. Die Promenade gliedert sich in aktive und ruhige Zonen und lässt den
Mühlbach neu erleben. Die Ausstattung der Freiräume ist hochwertig und bietet
eine große Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten. Die Mühlbachpromenade ist ein
bedeutender Mehrwert für die gesamte Innenstadt und verbindet gelungen alte mit
neuen Strukturen.

Wohnanlage Kronenwiese

Kronenplatz 3, 5, 7, 9, 11 13, 17, 19, Offenburg, Bauherrschaft "GEMIBAU" 
Mittelbadische Baugenossenschaft eG
Jurybegründung: Das Objekt zeichnet sich durch eine ausgewogene städtebauliche Adressierung in
Proportion und Höhe aus. Dadurch werden angenehme Höfe mit genügend Licht
und Luft gebildet, die klare Eingangssituationen definieren. Die
landschaftsarchitektonische Gestaltung der Höfe ist sehr hochwertig und bietet
ansprechende Vegetationsaspekte. Der Pflegezustand ist erfreulich, die
sozialräumliche Gliederung klar nachvollziehbar. Beispielhaft!

Vinotorium

Renchener Straße 42, Oberkirch, Bauherrschaft Oberkircher Winzer e. G.
Jurybegründung: Wer den Geist der Oberkircher Winzer verstehen möchte, muss sich in den Keller
begeben. Ohne zusätzliche Flächen zu verbrauchen, wurde er unter dem
bestehenden Parkplatz der Genossenschaft errichtet. Beispielhaft ist die
Verwendung der 18 Tonnen Lehm als Wandbelag, der für ein außerordentliches
Raumklima sorgt. Ebenfalls nachhaltig ist die leichte Holzkonstruktion an der
Decke, welche gekonnt die Form eines Gewölbekellers imitiert. Das maßgefertigte
Mobiliar überzeugt mit vielen Details. Ein Blickfang ist der an der Wand
nachgebildete Querschnitt eines Weinbergs mit all seinen Bodenschichten. Er zeigt
den Weg des Weines über die Wurzel zur Rebe bis ins Glas.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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