A5-Ausbau kommt früher
Planungsbeginn angekündigt

Ortenau (st). Mit den Planungen für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A5 zwischen Freiburg und Offenburg soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Das hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger bei einem Vor-Ort-Termin im Rathaus von Reute im Landkreis Emmendingen angekündigt, zu dem der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß eingeladen hatte. "Wir werden beim Autobahnausbau deutlich schneller vorankommen als das bisher im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen war", erklärte der Staatssekretär. Dieses schnellere Vorgehen in Sachen Autobahn sei auch mit dem Land Baden-Württemberg abgesprochen. Hierfür bedankte sich Bilger ausdrücklich. Ziel sei es, dass zunächst einmal den besonders stark belasteten Abschnitt zwischen den Autobahnanschlüssen Freibug-Mitte und Riegel am Kaiserstuhl rasch durch den Planungsprozess zu bringen und dann auch zu bauen. Der Bau des dritten und vierten Gleises der Rheintalbahn parallel zur Autobahn und der Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren sollen gleichzeitig begonnen und durchgeführt werden.

Optimierter Lärmschutz

Bundestagsabgeordneter Peter Weiß bedankte sich für die neue Nachricht aus Berlin. "Der Ruf aus unserer Region nach einem schnellen Autobahnausbau wird endlich gehört", erklärte er. Nur mit dem parallelen Bau der beiden großen Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen werde gewährleistet, dass Brücken und Unterführungen nur einmal angefasst werden müssen und die Belästigungen für die angrenzenden Gemeinden reduziert werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär bestätigte bei seinem Besuch nochmals, dass zwischen Bund und Bahn fest vereinbart ist, dass beim Aus- und Neubau der Rheintalbahn der im Projektbeirat abgesprochene optimierte Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner realisiert werde. "Am Lärmschutz wird nicht herumgedoktert, sondern das eingehalten, was wir versprochen haben", sagte Steffen Bilger.

Wirtschaftsstandort Ortenau

Der Erste Landesbeamte des Ortenaukreises, Nikolas Stoermer, Vorsitzender des Projektbegleitgremiums Autobahnparallele (Abschnitt Hohberg bis Riegel), begrüßt die Nachricht aus Berlin. „Bereits heute ist die Kapazität sowohl auf der Schiene als auch auf der Autobahn voll ausgeschöpft. Deshalb ist der Ausbau der beiden Verkehrsinfrastrukturen für den Wirtschaftsstandort Ortenau von herausragender Bedeutung“, so Stoermer. Der Kreistag des Ortenaukreises hatte deshalb bereits in seiner Sitzung vom 3. März 2015 zum Ausbau der Rheintalbahn den Bund aufgefordert, den sechsstreifigen Ausbau der A5 zeitgleich zu planen und zu bauen. „Damit wird nicht nur die Bevölkerung weniger belastet, sondern es werden Synergien genutzt und Ressourcen gespart“, hebt der Erste Landesbeamte hervor. Dass die Planung des Ausbaus der A5 zunächst mit dem Abschnitt zwischen Freiburg-Mitte und Riegel beginnen sollen, ist kein Problem für die Ortenau. Schließlich sollen die Abschnitte der Rheintalbahn ebenfalls von Süden nach Norden realisiert werden.

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