Die Glosse im Guller
Die Bärbel Bas weiß, was Kassen brauchen
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Wo die Bärbel Bas wohl versichert ist? Vielleicht bei der "mkk meine Krankenkasse". Da hat sie früher gearbeitet. Damals hieß die Betriebskrankenkasse noch "BKK futur" und eigentlich ist die SPD-Frontfrau dort immer noch angestellt. Weil Frau Bas aber lieber ihre Talente zu unser aller Segen in der Politik einbringen möchte, ist sie seit 2010 freigestellt und bekommt seither auch kein Gehalt mehr. Letzteres betont die aktuelle Bundesministerin für Arbeit und Soziales auf baerbelbas.de/ueber-mich. Komisch, was in der normalen Arbeitswelt eine Selbstverständlichkeit ist, scheint Politikern besonders erwähnenswert zu sein. Aber das ist ein anderes Thema.
Kampfansage an Kapitalisten
Jedenfalls gilt die SPD-Co-Vorsitzende, von Fans auch liebevoll die rote Bärbel genannt, mit diesem beruflichen Hintergrund in ihrer Partei als echte Krankenkassen-Koryphäe. Und als solche weiß sie natürlich ganz genau, was diese brauchen – nämlich mehr Geld. Leider kommen Beitragserhöhungen beim Wahlvolk nie gut an. Deshalb ist es ein großes Glück, dass es in der SPD Leute mit einer Menge pfiffiger Ideen gibt. Die neueste: Die Höhe der Kassenbeiträge soll sich nicht nur an Lohn und Gehalt orientieren, sondern ebenfalls Kapitalerträge und Mieteinkünfte einbeziehen. Das klingt doch mal nach einer kraftvollen Kampfansage an Kapitalisten.
Aber wer ist das eigentlich? Klar, der Eigentümer eines Wohnblocks oder Großaktionäre, die dank der Dividenden als Privatiers im Luxus leben. Blöd nur, dass die selten in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind – auch nicht in Betriebskrankenkassen. Zum Glück gibt es da aber ältere Ehepaare, die eine kleine Einliegerwohnung im Eigenheim vermieten, um ihre Rente aufzubessern. Auch viele Handwerker und Angestellte mit einem Notgroschen auf dem Festgeldkonto hängen pflichtversichert bei der "mkk meine Krankenkasse" & Co fest. Bravo, Bärbel Bas, dann sind zusätzliche Einnahmen ja gesichert.















Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.