Blitzermarathon in der Ortenau
Über 10.000 Fahrer waren zu schnell
- Foto: Symbolbild mak
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (st) Bei der landesweiten Kontrollwoche vom 3. bis 9. August hat das Landratsamt Ortenaukreis an über 20 Stellen im Kreisgebiet die Geschwindigkeit kontrolliert. Von 18.267 gemessenen Fahrzeugen waren 1.015 zu schnell unterwegs – das entspricht 5,6 Prozent, heißt es in einer Pressemitteilung. Ziel der Aktion war es, auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.
Unfälle verhindern
„Die große Mehrheit war mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs. Die Spitzenwerte zeigen aber auch, warum solche Kontrollen wichtig bleiben: 110 statt 50 und 71 statt 30 Kilometer pro Stunde sind keine Bagatellen“, sagt Annette Streif, Leiterin des Amts für Straßenverkehr und öffentlichen Personennahverkehr im Landratsamt Ortenaukreis. „Uns geht es nicht darum, möglichst viele Verstöße festzustellen. Entscheidend ist, schwere Unfälle zu verhindern. Wer langsamer fährt, hat mehr Zeit zu reagieren – und schützt damit sich selbst und andere.“
Neun Fahrzeuge waren innerorts mehr als 20 Kilometer pro Stunde zu schnell, außerhalb geschlossener Ortschaften waren es 29. Die höchsten Überschreitungen wurden in Hausach und in Fischerbach gemessen: In Hausach im Zuge der Frohnaustraße fuhr ein Fahrzeug mit 110 statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde, auf der Hauptstraße in Fischerbach wurden 71 statt 30 Kilometer pro Stunde gemessen. Insgesamt vier Personen müssen mit einem Fahrverbot rechnen.
Innerorts wurde in Schwanau, Durbach, Willstätt, Friesenheim, Schuttertal, Hofstetten, Fischerbach, Ortenberg, Bad Peterstal-Griesbach, Ringsheim, Sasbach und Oberwolfach kontrolliert. Außerorts befanden sich die Messstellen an den Bundesstraßen 3, 28, 33 und 294 sowie an den Kreisstraßen 5370, 5342 und 5347.
Motorradfahrer im Blick
Die Geschwindigkeitskontrollwoche des Polizeipräsidiums Offenburg hat zahlreiche Verstöße mit sich gebracht. Mehr als 9.000 Verkehrsteilnehmer mussten hierbei beanstandet werden, wobei ein Messanhänger auf der Autobahn für knapp 90 Prozent der festgestellten Verstöße verantwortlich war, teilt die Polizei mit. Überhöhte Geschwindigkeit ist im Ranking der häufigsten Unfallursachen weiterhin ganz vorne mit dabei, weshalb entsprechende Kontrollen mit Blick auf die Unfallzahlen unerlässlich sind. Im Einsatz waren neben den Messanhängern auch Laser- und Geschwindigkeitsgroßmessgeräte.
Bei den Kontrollen wurde insbesondere auch ein Augenmerk auf das Fahrverhalten von Zweiradlenkern gelegt, die bei festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen dann auch gleich aus dem Verkehr gezogen wurden. Allein fünf Motorradfahrer haben im Juli 2026 durch Eigenverschulden ihr Leben auf der Straße liegen lassen. In 99 Fällen lagen die gemessenen Verstöße mehr als 40 Stundenkilometer über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, was für die Betroffenen neben einem saftigen Bußgeld ein mehrwöchiges Fahrverbot mit sich bringt.







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