Kunstradfahrerinnen auch in Hongkong erfolgreich
Dritter Weltcupsieg für Nattmann/Wurth

Honkong. In der Millionenstadt Hongkong feierten Sophie-Marie Nattmann und Caroline Wurth bei ihrem 3. Weltcup einen weiteren großen internationalen Auftritt. Schon eine Woche vorher reisten die deutschen Kunstradportlerinnen und -sportler mit ihren Trainern und Begleitungen an. So konnten sich die Akteure an die Zeitumstellung und das feuchtwarme asiatische Klima gewöhnen. Neben der Besichtigung ein paar touristischer Sehenswürdigkeiten, standen in der Zeit vor allem auch Trainingseinheiten in der Wettkampfhalle auf dem Programm.
Ungewohnt waren die Wettkampfbedingungen, da neben dem Kunstradwettbewerb auch die Weltcup-Radballspiele und die Hong Kong Open 2018 stattfanden, entsprechend unruhig war es in der klimatisierten Sporthalle. Die deutschen Teilnehmer freuten sich sehr über das öffentliche Medieninteresse am Kunstradsport und die vielen Zuschauer am Rande der Wettkampfflächen.
Die Kür der beiden Gutacher RSVlerinnen lief allerdings nicht ganz nach Wunsch. Ein ungewollter Abgang vom Rad, beim Umtreten in den Lenkersitzsteiger, kostete ihnen Zeit, die am Ende der Kür fehlte. Daher waren die letzten drei Übungen nicht mehr in der Wertung. 112,50 Punkte reichten trotzdem für den dritten Weltcupsieg in Folge. Beim Weltcup-Finale am 17. November in Erlenbach bei Heilbronn haben die beiden nun sehr gute Chancen als Weltcupgesamtsiegerinnen ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.
Neben diesem sportlichen Höhepunkt, waren es vor allem die unvergesslichen Eindrücke, die diese Reise bei den beiden Sportlerinnen hinterließen. Sie genossen den unglaublichen Blick vom Victoria Peak, einem Aussichtspunkt in Hongkong und erlebten eine äußerst herzliche chinesische Willkommenskultur bei den asiatischen Gastgebern. Der Förderverein Indoor Cycling Worldwide organisierte diese Reise für die deutsche fast dreißigköpfige Gruppe. Seit einigen Jahren verfolgt dieser Verein das Ziel, Kunstradfahren international bekannter zu machen und vielleicht einmal olympisch werden zu lassen. Die beiden Gutacher RSV-Sportlerinnen hoffen, dass dieser Traum irgendwann einmal wahr werden könnte, glauben aber selber nicht, dass sie dann noch als Aktive dabei sein werden.

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