Innovatives Berührungsbecken an der Wasserkraftanlage
Bei dem Rheinaufstieg die Karpfen streicheln

Für Kinder wird die Welt Unterwasser erlebbar. Foto: G. Weiss/Passage309
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Rheinau-Freistett (pp). Der Bau der Wasserkraftanlage zwischen Gambsheim und Freistett im Jahre 1974 ist der deutsch-französischen Zusammenarbeit zu verdanken. Bis heute wird die Wasserkraft genutzt und Strom produziert. Lange Zeit galt das Wasser des Rheins als nicht mehr sauber, der Fischbestand ging zurück und mit ihm der heimische Lachs. Die Internationale Kommission zum Schutze des Rheins (IKSR) hatte Vorschläge formuliert, wie das Ökosystem des Rheins verbessert werden kann, damit die großen Wanderfische zurückkehren könnten.

Das Programm „Lachs 2000“ sah vor, eine Fischtreppe beim Kraftwerk in Gambsheim einzubauen, die es den Fischen ermöglicht, ihren Weg nach der Staustufe zurück zu legen. Hierbei handelt es sich um eine offene Betonrinne mit Anstieg von einem Meter auf einer Länge von 15 Metern. Der an der Wasseroberfläche angelegte Abschnitt besteht aus einer 290 Meter langen Kaskade mit 39 Becken, die miteinander durch vertikale Schlitze verbunden sind.

Eines dieser Becken ist das Berührungsbecken. Dieses innovative Becken bietet den Besuchern die Möglichkeit, Karpfen zu streicheln. Ein tolles Erlebnis für die Besucher insbesondere der Kinder. Die Fische strecken ihren Kopf aus dem Wasser und versuchen so, direkt in Kontakt mit den Besuchern zu kommen.

Das Becken ergänzt die ganzjährige Ausstellung zum Bau der Fischtreppe, der Rheinbegradigung, der Wiederansiedlung der Rheinlachse und der im Rhein vorkommenden Fischarten. Videos und die aktuellen Zählergebnisse der Fischwanderung informieren. Zur Zeit findet außerdem eine Sonderausstellung statt, welche sich dem Projekt des im Bau befindlichen Rad- und Fußgängerüberwegs widmet und über alle Bauabschnitte informiert. Die Sonderausstellung ist bis zur Eröffnung des neuen Übergangs 2019 zu besichtigen.

Im Besucherzentrum befindet sich neben der Ausstellung und dem Berührungsbecken auch der Beobachtungsraum, das Aquarium sowie der Aussichtspunkt, von dem ein eindrucksvoller Blick auf das Gelände der Fischtreppe gewährt wird. Besichtigungen sind mit und ohne Führung möglich. Auch ein Audioguide ist an der Kasse in drei Sprachen erhältlich. Die Passage 309 bietet für Schulen und Kindergruppen Lernstationen.

Im Oktober und November hat das Besucherzentrum an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Von Dezember bis Februar ist es geschlossen. Das Besucherzentrum bietet am 31. Oktober zwischen 14.30 und 16.30 Uhr ein Halloween-Spezial an. Das Atelier ist im Eintrittspreis enthalten – verkleidete Personen sind herzlich willkommen. Der Eintritt kostet für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren 1,50 Euro, für Erwachsene 2,50 Euro und für Familien sieben Euro.

Für Kinder wird die Welt Unterwasser erlebbar. Foto: G. Weiss/Passage309
Den Aufstieg der Fische können Besucher authentisch im Beobachtungsraum verfolgen. fotovermerk]Foto: G. Weiss/Passage 309[/fotovermerk]

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