Brücke zwischen Rheinau und Gambsheim
Bürgermeister sind stolz auf neue Verbindung

Die ersten 144 Meter der Geh- und Radwegbrücke sind freigeben: Hubert Hoffmann und Michael Welche (r.) erinnern mit einem Foto an den Beginn des Projekts vor neun Jahren.
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  • Die ersten 144 Meter der Geh- und Radwegbrücke sind freigeben: Hubert Hoffmann und Michael Welche (r.) erinnern mit einem Foto an den Beginn des Projekts vor neun Jahren.
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Rheinau-Freistett (rek). Starker Wind und Regen konnten die beiden Bürgermeister Rheinaus und Gambsheims, Michael Welsche und Hubert Hoffmann gestern nicht abhalten, das erste Teilstück der neuen Geh- und Radwegbrücke über den Rhein zwischen den beiden Gemeinden zusammen mit Vertretern des Regierungspräsidiums freizugeben. "Das ist ein gutes Beispiel, wie wir mit Zielstrebigkeit, Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft eine gute Idee und eine Vision Realität werden lassen konnten", war Welsche anzusehen, dass er stolz auf das Erreichte ist. Auch Hoffmann äußerte seinen "Stolz über die gelungene Zusammenarbeit und das Erreichte".

Während der knapp achtmonatigen Bauzeit der 144 Meter langen Brücke wurden insgesamt 315 Tonnen Stahl, 175 Kubikmeter Beton und 340 Meter Brückengeländer verbaut. Den zukünftigen Nutzern der Geh- und Radwegbrücke steht eine Fahrbahnbreite von 3,50 Meter zur Verfügung, wobei diese sich in einer Höhe von etwa 14 Meter über dem Rhein auf einer eigenständigen Brücke getrennt von dem Verkehr auf der L87 bewegen. Hierdurch entsteht ein enormer Sicherheitsgewinn: Bisher mussten Fußgänger und Fahrradfahrer unmittelbar neben dem fließenden Verkehr auf einem etwa einen Meter breiten Notgehweg die Grenze überqueren.

"Ich habe hier damals mit dem damaligen Regierungspräsidenten Julian Würtenberger gestanden und konnte ihn so von der Notwendigkeit der Brücke überzeugen", erinnerte Welsche daran, politische Unterstützung für das Projekt zu bekommen. Die Vision wäre noch früher entstanden. "Vor elf Jahren wurde ich Bürgermeister in Rheinau und habe mit meiner Familie einen Radausflug über den Rhein gemacht", erzählte Welsche. Das sei so gefährlich gewesen, dass er sich vorgenommen habe, diese Brücke zu verwirklichen.

Die rund 100 Einzelteile des Bauwerks wurden im Zuge von insgesamt neun Nachtsperrungen montiert. Auf deutscher Seite belaufen sich die Gesamtkosten des Radwegeprojektes, einschließlich der Zuwegungen und der dort erforderlichen Stützwände, auf etwa 3,1 Millionen Euro. Der Zuschussbetrag durch das europäische Förderprogramm beläuft sich hierbei aktuell auf 1,29 Millionen Euro, sodass etwa 1,72 Millionen Euro beim Land verbleiben. Die Stadt Rheinau beteiligt sich mit einer Summe von 90.000 Euro an den Maßnahmen auf deutscher Seite. Weitere Projektbeteiligte sowie Kostenträger der gesamten Brücke sind der Verein Passage 309, der Betreiber der Wasserkraftanlage CERGA und das Département Bas-Rhin.

Das Gesamtprojekt für einen gesicherten Rheinübergang geht weiter. Das hierfür zuständige Département Bas-Rhin geht davon aus, dass die Geh- und Radwegbrücke über den Kraftwerkskanal Mitte 2019 fertiggestellt ist. Der Termin für die große Eröffnungsfeier des gesamten, durchgehenden Geh- und Radweges von und nach Frankreich steht fest: 23. Juni. "Es wird dazu große Überraschungen geben", kündigte Hoffmann an. Welsche und Hoffmann ließen es sich nicht nehmen, sich auf ihre mitgebrachten Fahrräder zu setzen und die 144 Meter Flaggen schwenkend zu befahren.

Damit wird Mitte nächsten Jahres die langwierige Sanierung und der teilweise Neubau des gesamten Brückenbauwerks an der Schleuse und Wasserkraftanlage abgeschlossen sein. In diese Zeit fiel auch eine mehrmonatige komplette Sperrung des sowohl für die Ortenau als auch das Elsass bedeutenden Transport- und Verbindungswegs über den Rhein.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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