Kritik an Behörde für zweite Baustelle zwischen Rheinau und Achern
Wenn Umleitungsstrecke unerwartet gesperrt wird

Die Brücke zwischen Memprechtshofen und Gamshurst und der neue Radweg sind soweit fertiggestellt, die Kreisstraße muss aber noch asphaltiert werden und soll etwa ab Mitte Oktober wieder geöffnet werden.
  • Die Brücke zwischen Memprechtshofen und Gamshurst und der neue Radweg sind soweit fertiggestellt, die Kreisstraße muss aber noch asphaltiert werden und soll etwa ab Mitte Oktober wieder geöffnet werden.
  • Foto: job
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Rheinau/Achern (job). Seit einem knappen halben Jahr laufen die Bauarbeiten am neuen Radweg entlang der Kreisstraße von Rheinau-Memprechtshofen nach Achern-Gamshurst. Jetzt sorgt die gleichzeitige Sperrung der parallel verlaufenden Kreisstraße durch den Maiwald für Unmut. Denn seit Beginn der Arbeiten ist die Straße nach Gamshurst komplett gesperrt, weil gleichzeitig die Brücke über den Rittgraben abgerissen und neu gebaut wurde. Als Ausweichstrecke für die Verkehrsteilnehmer in und aus Richtung Achern diente bisher die Kreisstraße in Richtung L87. Und seit gut einer Woche sind beide Straßen gesperrt, da im Maiwald auch mit den Bauarbeiten für den geplanten Radweg begonnen wurde. Denn hier muss ebenfalls eine Brücke, die über den Acherflutkanal, abgerissen und neu gebaut werden.

Böse Überraschung für Pendler, Schulbusse und Landwirtschaft

Eine böse Überraschung, für Berufspendler, den Schulbusverkehr und die Landwirtschaft. Auch für Memprechtshofens Ortsvorsteher Andreas Pollok und die Stadtverwaltung Rheinau kommt die gleichzeitige Sperrung beider Straßen sehr überraschend. "Wir waren darüber anfangs nicht informiert, zumal ja eine zeitversetzte Ausführung der Arbeiten ausdrücklich vorgesehen war", so Pollok.

Nachdem nun die Überschneidung von etwa drei Wochen Dauer bekannt wurde, hat die Stadtverwaltung schriftlich dem Straßenbauamt mitgeteilt, dass man die Überschneidung, auch im Interesse der Landwirte, so nicht nachvollziehen kann und forderte eine entsprechend Begründung. Seitens der Straßenbauverwaltung erklärte man die Abweichung vom ursprünglichen Plan in einem Antwortschreiben an die Stadt Rheinau mit der Argumentation, dass ein Eingriff in das Gewässer wegen der Fischschonzeiten ab dem 1. Oktober nicht mehr möglich ist. Doch daran kommt Kritik auf, denn die ab 1. Oktober unter Schutz stehenden Fischer sind, so Fischereiexperten, nicht im Acherflutkanal zu finden. Zumal die Staatliche Fischereiaufsicht zu der geplanten Maßnahme am Acherflutkanal, im Rahmen der Vorplanungen zu dem Projekt, eine fachliche Bewertung abgeben musste und überhaupt keine besonderen Maßnahmen hinsichtlich des Fischbestandes oder Schonzeiten für erforderlich hielt.

Das Straßenbauamt teilt jetzt mit, dass mit der Freigabe der Straße nach Gamshurst etwa bis Mitte Oktober gerechnet werden kann. Bis dahin soll die Asphaltierung abgeschlossen werden. Gleichzeitig soll eine einseitige Befahrbarkeit der Straße möglich sein, so das Landratsamt. Damit gilt noch gut vier Wochen ein Umleitungsverkehr über Freistett.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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