Europa-Park: Kosten zu hoch
Eisskulpturen-Ausstellung im muss abgetaut werden

Die faszinierenden Skulpturen aus Eis sollten eigentlich die Besucher begeistern. Jetzt müssen sie abgetaut werden.
  • Die faszinierenden Skulpturen aus Eis sollten eigentlich die Besucher begeistern. Jetzt müssen sie abgetaut werden.
  • Foto: Europa-Park
  • hochgeladen von Daniela Santo

Rust (st). Bis zuletzt hat der Europa-Park auf eine Öffnung an Ostern gehofft und eine der Hauptattraktionen sollte die große Eisskulpturen-Ausstellung sein, die bereits im Winter aufgebaut wurde. Bei strahlendem Sonnenschein hätte Deutschlands größter Freizeitpark am vergangenen Wochenende seinen Saisonstart gefeiert. 30 bis zu fünf Meter hohe Eisskulpturen sollten die Besucher begeistern. Doch jetzt ist klar: Die hohen Kosten für die Kühlung können nicht weiterlaufen. Der Strom wird abgestellt und die Skulpturen schmelzen dahin.

50 internationale Künstler

Mehrere hunderttausend Euro hat der Europa-Park in den Aufbau und Erhalt der Ausstellung investiert, für die 50 internationale Eiskünstlern extra zum 45. Geburtstag des Europa-Pars mehr als sechs Wochen lang große Eisskulpturen geschnitzt haben. 200 Tonnen Eis wurden verarbeitet. Auch das Thema 100 Jahre Franz Mack ist aufgegriffen.

Eigentlich sollte die frostige Winterlandschaft bei minus acht Grad über 500.000 Besucher in der Wintersaison erfreuen. Corona machte einen Strich durch die Rechnung, der Europa-Park musste geschlossen bleiben. Da war schnell klar: Die große Ausstellung wird die Attraktion zur Eröffnung im Frühjahr.

Trauriges Symbol

Europa-Park-Inhaber Roland Mack: „Die Eisskulpturen-Ausstellung ist ein trauriges Symbol für die aktuelle Situation. Wir haben im vergangenen Jahr mit Millionenaufwand umfangreiche Hygienemaßnahmen in vielfacher Weise bis hin zur digitalen Steuerung von Warteschlangen umgesetzt. Jeder einzelnen Gast wird erfasst. Es gibt nur Online-Tickets. Bei über zwei Millionen Besuchern hatte kein einziger Corona-Infektionsfall seinen Ausgangpunkt bei uns. Doch auch mit diesem Wissen bekommt das Familienunternehmen keine Perspektive aufgezeigt. Die Hoffnung zerrinnt wie das Eis in der Sonne."

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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