Grundsteinlegung auf der Hornisgrinde
Zweite Windenergieanlage im Bau

Die Zeitkapsel wird im Fundament versenkt. Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden gemeinsam mit der Umweltministerin von Baden-Württemberg, Thekla Walker, Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter Ortenaukreis, Stefan Böhler und Matthias Griebl, beide Geschäftsführer der Windstrom Nordschwarzwald GmbH & Co. KG im Beisein von Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Achern. | Foto: E-Werk Mittelbaden
  • Die Zeitkapsel wird im Fundament versenkt. Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden gemeinsam mit der Umweltministerin von Baden-Württemberg, Thekla Walker, Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter Ortenaukreis, Stefan Böhler und Matthias Griebl, beide Geschäftsführer der Windstrom Nordschwarzwald GmbH & Co. KG im Beisein von Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Achern.
  • Foto: E-Werk Mittelbaden
  • hochgeladen von Christina Großheim

Sasbachwalden (st) Mit der offiziellen Grundsteinlegung einer weiteren Windenergieanlage auf der Hornisgrinde erreicht das E-Werk Mittelbaden gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Matthias Griebl einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Energiewende in der Ortenau. Auf dem höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds entsteht durch die Projektgesellschaft Windstrom Schwarzwaldhochstraße GmbH & Co. KG auf der Gemarkung Sasbachwalden eine Windenergieanlage, die ab dem vierten Quartal 2027 Windenergie für rund 3.000 Haushalte in der Region erzeugen soll, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund acht Millionen Euro.
„Nach einem aufwändigen Genehmigungsprozess freuen wir uns, heute gemeinsam den Grundstein für unsere erste Windenergieanlage auf der Hornisgrinde zu legen“, sagt Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender des E-Werks Mittelbaden. Mit diesem Projekt setzt das E-Werk Mittelbaden konsequent seinen Weg beim Ausbau der erneuerbaren Energien fort. Palm: „Windenergie ist Freiheitsenergie, denn sie macht uns unabhängiger von externen Energieimporten, geopolitischen Risiken und Preisschwankungen. Unser Ziel ist es, die Ortenau durch regionale Stromerzeugung langfristig unabhängiger und zukunftsfähiger zu machen. Die Ortenau bietet hierfür hervorragende Voraussetzungen; insbesondere für den Ausbau der Windenergie, denn die Erträge unserer Anlagen sind vergleichbar mit denjenigen Anlagen an der Nordseeküste. Mit Projekten wie diesem schaffen wir regionale Wertschöpfung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Der weitere Ausbau erneuerbarer Energien bleibt ein wesentlicher Bestandteil unserer Planungen.“

Abhängigkeit mindern

Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: „Derzeit zeigt sich überdeutlich wie teuer unsere große Abhängigkeit von fossilen Energien aus autokratischen Staaten ist. Umso wichtiger ist eine unabhängige, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung mit möglichst viel heimischer Stromerzeugung. Das Leuchtturmprojekt hier auf der Hornisgrinde, einem der windhöffigsten Standorte in Baden-Württemberg, zeigt, welches Potenzial unser Land hat. Dieses Potenzial dürfen wir nicht durch falsche politische Rahmenbedingungen ausbremsen. Ein EEG, das den Ausbau vor allem dort anreizt, wo bereits große Mengen erneuerbaren Stroms erzeugt werden und gleichzeitig den Süden strukturell benachteiligt, ist nicht zukunftsfest. Ich fordere deshalb den Bund dazu auf, nochmal nachzubessern, um auch künftig Projekte wie hier auf der Hornisgrinde realisieren zu können. Baden- Württemberg ist ein starkes Industrieland mit hohem Stromverbrauch. Die EEG-Novelle darf nicht dazu führen, dass ausgerechnet die Länder, die besonders viel Strom brauchen, beim Ausbau der erneuerbaren Energien das Nachsehen haben.“
Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter Ortenaukreis: „Ich freue mich, dass dieser genehmigungsrechtlich anspruchsvolle Standort nun realisiert wird. Aus Sicht des Ortenaukreises ist es sinnvoll, besonders die windstarken Standorte zu nutzen, da sie einen großen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten. Dies gilt umso mehr, da wir uns in einem Netzengpassgebiet befinden.“

Erfolgreiche Partnerschaft für die Energiewende

Die Windenergieanlage auf der Hornisgrinde wird von der eigens gegründeten Projektgesellschaft Windstrom Schwarzwaldhochstraße GmbH & Co. KG realisiert. „Die heutige Grundsteinlegung ist das Ergebnis jahrelanger Planung und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit,“ betonen Initiator und Projektpartner Matthias Griebl und Stefan Böhler, beide Geschäftsführer der Windstrom Schwarzwaldhochstraße GmbH & Co. KG.
“Für uns ist die Hornisgrinde ein Leuchtturmprojekt für die Region. Es zeigt, dass die Energiewende durch starke regionale Partnerschaften erfolgreich umgesetzt werden kann. Unser besonderer Dank gilt der Gemeinde Sasbachwalden. Ohne deren Unterstützung über viele Jahre hinweg wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.“ Beide unterstreichen die Bedeutung des Vorhabens: „Wir möchten Verantwortung für kommende Generationen übernehmen und einen konkreten Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten. Die Zusammenarbeit ermöglicht es uns, diese Vision gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen.“

Zeitkapsel mit Schülerprojekten befüllt

Ein Blick in die Zukunft wird bei der Veranstaltung greifbar: Schüler mehrerer Klassen des Gymnasiums Achern haben sich innerhalb eines Schulprojekts intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und erneuerbare Energien beschäftigt. Ergebnisse ihrer Arbeiten werden symbolisch in die Zeitkapsel aufgenommen und verschlossen. Die Aktion steht für die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen und die langfristige Bedeutung der Energiewende. „Die Energiewende ist weit mehr als ein technisches Infrastrukturprojekt“, betont Palm abschließend und erklärt: „Sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die Wirtschaft, Politik, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam gestalten. Die Grundsteinlegung heute auf der Hornisgrinde ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir diesen Weg in der Ortenau entschlossen weitergehen.“

Über das Projekt

Die 180 Meter hohe Windenergieanlage auf der Hornisgrinde errichtet die Windstrom Schwarzwaldhochstraße GmbH & Co. KG, ein Gemeinschaftsunternehmen von Matthias Griebl (25,1%) und dem E-Werk Mittebaden (74,9%). Die Anlage entsteht auf der Gemarkung Sasbachwalden. Ihre Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Es entsteht eine Enercon E-138 mit 4,3 Megawatt. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 8 Millionen Euro. Mit dem erzeugten Strom können rund 3.000 Haushalte versorgt werden.

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.