Staatssekretär bei Herrenknecht
Potentiale der Tiefengeothermie ausloten
- Von links: Ulrich Schaffhauser (Vorstand), Stefan Rouenhoff (Parlamentarischer Staatssekretär), Martin Herrenknecht (Vorstandsvorsitzender) und Yannick Bury (MdB)
- Foto: Herrenknecht AG
- hochgeladen von Matthias Kerber
Schwanau (st) Stefan Rouenhoff, Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, besuchte am Donnerstag, 13. August, die Herrenknecht AG in Schwanau. Im Mittelpunkt standen die Potenziale der Tiefengeothermie für die Wärmewende und innovative Bohrtechnologien „Made in Germany“.
Begrüßt wurde Staatssekretär Rouenhoff von Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht, dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden der Herrenknecht AG, und von Ulrich Schaffhauser, Mitglied des Vorstands, sowie von Jürgen Binder, Technischer Leiter der Herrenknecht Vertical GmbH. Im Rahmen eines Werksrundgangs informierte sich der Energieexperte des Wirtschaftsministeriums über aktuelle Projekte und Technologien des Unternehmens.
Im Mittelpunkt des Austausches zwischen Politik und Wirtschaft stand die Tiefengeothermie. Als ein Highlight besichtigte der Staatssekretär eine neue Tiefbohranlage, die derzeit auf dem Werksgelände montiert und in Kürze bei einem Geothermieprojekt in München zum Einsatz kommen wird. „Diese Anlagen sind unser Beitrag zur Wärmewende und stärken gleichzeitig die industrielle Wertschöpfung in Deutschland“, unterstrich Martin Herrenknecht im Laufe des Vorgesprächs. „Die Tiefengeothermie steht in den Startlöchern. Immer mehr Städte und Energieversorger erkennen das enorme Potenzial dieser lokal verfügbaren Energiequelle“, erklärte Ulrich Schaffhauser, der das Geschäftsfeld Exploration der Herrenknecht AG verantwortet.
Die Herrenknecht Vertical GmbH entwickelt und produziert bereits seit 2005 moderne Tiefbohranlagen für Geothermie. „Tiefengeothermie ist der Wärmelieferant der Zukunft. Sie ist lokal verfügbar, nachhaltig, grundlastfähig und macht Städte unabhängiger von Energieimporten und volatilen Energiepreisen. Die neueste Generation unserer Tiefbohranlagen läuft vollelektrisch, braucht weniger Platz und ist gezielt auf Lärmschutz ausgelegt. Das ist besonders für urbane Geothermieprojekte entscheidend“, so Ulrich Schaffhauser. Gemeinsam mit dem Energieversorger Badenova treibt Herrenknecht derzeit beispielsweise das Projekt Erdwärme Breisgau voran. Künftig sollen damit rund 20.000 Haushalte in Freiburg und der Region mit regional erzeugter Wärme versorgt werden.
Innovationen für die Energieversorgung und den Standort Deutschland
„Deutschland verfügt über hervorragende Ingenieurskunst, innovative mittel-ständische Unternehmen und erstklassige Fachkräfte. Unternehmen wie Herrenknecht zeigen eindrucksvoll, welches Innovationspotenzial in unserem industriellen Mittelstand steckt. Gerade bei Zukunftstechnologien wie der Tiefengeothermie sind solche Innovationen ein wichtiger Beitrag für eine sichere, nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung“, unterstrich Staatssekretär Rouenhoff nach seinen Eindrücken vor Ort.
Die Herrenknecht AG beschäftigt weltweit über 5.000 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon in Deutschland. Mit Investitionen in neue Produktions-, Logistik-, Forschungs- und Entwicklungsgebäude bekennt sich das Familienunternehmen ausdrücklich zum Standort Deutschland.





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